Erhöhung der MöSt vertreibt Tanktouristen

6. Oktober 2010, 14:18
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Wien - Der Autofahrerclub ÖAMTC hat sich heute, Mittwoch, erneut vehement gegen eine Anhebung der Mineralölsteuer (MöSt) ausgesprochen. Mit höheren Treibstoffpreisen würden die Tanktouristen in den grenznahen Gebieten vertrieben, die derzeit noch in Österreich tanken und dabei allein im vergangenen Jahr 906 Mio. Euro an Abgaben in die Staatskasse pumpten.

Vor zehn Jahren brachte der Tanktourismus laut ÖAMTC erst 385 Mio. Euro an Extraeinnahmen (Mineralölsteuer und Umsatzsteuer) für das Budget. Die starken Einnahmenzuwächse seit Beginn des neuen Jahrtausends seien vor allem auf die stufenweise Anhebung der Mineralölsteuer in Deutschland zurückzuführen. "Vor der Finanzkrise (2004 bis 2007, Anm.) lagen die Einnahmen sogar bei über 1 Mrd. Euro jährlich", betonte ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober.

Verteuert die heimische Regierung das Tanken um 10 Cent je Liter, gibt es dem Autofahrerclub zufolge keinerlei Sondereinnahmen für das Budget, da die ausländischen Tankstellenkunden an der Grenze wegfielen. Die österreichischen Kraftfahrer würden mit einer Erhöhung belastet, die dem Staat gar nichts bringe. (APA)

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    Bei einer Erhöhung der Treibstoffpreise um zehn Cent je Liter würde kein Cent mehr im Bundesbudget bleiben.

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