Heute schon gespreddert?

6. Oktober 2010, 13:35
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Hajo Schumacher eröffnet "Online-Shop für Qualitätsjournalismus" - Verlage zahlen zwei Cent pro Zeichen, 70 Prozent davon gehen an den Autor, 30 Prozent an spredder.de

Journalist und Autor Hajo Schumacher - er war unter anderem Co-Leiter des Berliner "Spiegel"-Büros und Chefredakteur von "Max" - startete vor kurzem ein neues Projekt. spredder.de versteht sich als "Online-Shop für Qualitätsjournalismus".

Das Portal will freien Journalisten helfen, ihre Texte zu vermarkten und an Redaktionen zu bringen. "Autoren schreiben, Redaktionen kaufen, um alles andere kümmern wir uns. Wir vermitteln gute Texte zu gutem Preis, aktuell und sofort zum Abdruck bereit. Davon profitieren alle: Autoren, Redakteure und Verlage", heißt es auf spredder.de.

Verlage, die einen Text von spredder.de nutzen wollen, zahlen einen Einheitspreis von zwei Cent pro Zeichen. Davon gehen 70 Prozent als Honorar an den Autor, 30 Prozent streift spredder.de als Provision ein. Das Portal will nur Qualitätsjournalismus vertreiben, "wir vermitteln nur Artikel, die druckreif sind und unseren Qualitätsvorstellungen genügen. Spredder-Autoren sind ausschließlich journalistische Profis, die sich den Spredder-Prinzipen verpflichtet fühlen". 

Um 135, 24 Euro gibt's aktuell zum Beispiel "Dauerbeziehung dringend gesucht - Die Regierung will öffentlich-private Projekte vorantreiben. Die Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft macht zwar viele Investitionen günstiger, aber längst nicht alle" von Christian Salewski oder "Schneeparadies Australien - Australien steht für sommerlich heiße Temperaturen und traumhafte Strände. Doch in "Down Under" gibts auch große Wintersportgebiete" von Andreas Wendt ist um 72,54 Euro zu haben.

Wenn Sie beim Namen der Plattform spredder.de an "Schredder" gedacht haben, sind Sie vermutlich nicht allein. Schumacher von meedia.de auf diese mögliche Assoziation angesprochen: "Das ist natürlich das klassische Wortspiel, das geschätzte Kollegen machen werden. Was soll ich dazu sagen? Hauptsache man merkt es sich". Ihm selber sei zum Namen zuerst das englische Verb to spread (verbreiten) eingefallen. 

  • spredder.de: "Online-Shop für Qualitätsjournalismus"
    foto: standard/fischer

    spredder.de: "Online-Shop für Qualitätsjournalismus"

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