Vöcklabruck

Rätsel um Frauenleiche: Vergiftung möglich

6. Oktober 2010, 11:17

Wels - Ein neues Gutachten nach dem Tod einer Frau, deren Leiche Anfang 2008 im Fluss Ager bei Vöcklabruck gefunden worden war, schließt eine Vergiftung nicht aus. Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Über die Todesursache der 29-Jährigen herrscht seit langem Rätselraten, derStandard.at berichtete, die oberösterreichischen Behörden waren zunächst von Selbstmord ausgegangen.

Verbotene Medikamente

Der Wiener Pharmakologe Michael Freissmuth - er lieferte der Justiz auch Expertisen im Fall des mit Strychnin vergifteten Bürgermeisters von Spitz (Bezirk Krems), Hannes Hirtzberger, - zeichnet für das Gutachten verantwortlich. Er hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft die in der Leiche festgestellten Konzentrationen eines blutzuckersenkenden Medikamentes (Wirkstoff: Glibornurid) und eines Mittels gegen Gicht (Wirkstoff: Sulfinpyrazon) analysiert. Laut OÖN habe Freissmuth festgestellt, dass die beiden Arzneien unmöglich ärztlich verordnet gewesen sein können. Die gemeinsame Einnahme der Stoffe sei therapeutisch verboten, da das Gichtmittel die Unterzuckerung noch weiter verstärken würde.

Selbstmord unwahrscheinlich

"Die Einnahme der Medikamente aus suizidaler Absicht ist auch nicht plausibel", wird Freissmuth in dem Zeitungsbericht zitiert. Die 29-Jährige hätte nicht leicht an die Wirkstoffe herankommen können. Beide Arzneimittel seien seit 2006 bzw. 2007 in Österreich nicht mehr auf dem Markt.

Tage vor ihrem Verschwinden "psychisch auffällig"

Laut Zeugenaussagen war die Frau Tage vor ihrem Verschwinden "psychisch auffällig" gewesen. Das könnte nicht durch eine geistige Erkrankung, sondern durch das blutzuckersenkende Mittel ausgelöst worden sein. "Die Unterzuckerung ist deshalb gefährlich, weil sie zu einer Bewusstseinstrübung führen kann", heißt es in der Expertise. Vorstellbar wäre demnach beispielsweise ein Szenario, wonach der Frau zunächst die Kombination von Glibornurid und Sulfinpyrazon in einer geringen Menge verabreicht worden sei, um sie durch die einsetzende Unterzuckerung so weit zu beeinträchtigen, dass sie relativ leicht in den Fluss gestoßen werden konnte.

Der zuständigen Staatsanwaltschaft Wels liegt das Gutachten vor. Der Sachbearbeiter sei aber vorerst nicht dazu gekommen, sich mit dem Akt zu befassen, erklärte Behördensprecher Manfred Holzinger. Eine Stellungnahme sollte demnächst erfolgen. (APA)

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10 Postings
Dominik Leitner
 
016
6.10.2010, 11:58
"Selbstmord aus Liebeskummer"

Empfehle dazu die Lektüre "Die Tote im Fluss" von Martin Leidenfrost. Dieser Fall lässt einen wieder einmal den Kopf schütteln, wie unvorsichtig und beinahe schon fahrlässig unsere Polizei handelt. Und was für ein Pech wir Oberösterreicher mit dem Sicherheitsdirektor Alois Lißl haben. Er sah "klare Hinweise in Richtung einer möglichen Selbstötung." Die Leiche wurde nach Stunden (!) freigegeben, und erst in der Slowakei obduzierte man das Opfer und konnte Gewalteinwirkung feststellen. Eine Sauerei, diese Polizei!

depp am huegel
00
7.10.2010, 08:04

eine petition für die suspendierung der verantwortlichen tät ich sofort unterschreiben. man sollte ein zeichen setzen.

Graf Ortho
04
6.10.2010, 18:55
Leider kein Einzelfall

Dass unser "Freund und Helfer" nicht immer bestrebt ist, verdächtige Todesfälle aufzuklären, zeigt auch der Mord an Raven V.
http://tirol.orf.at/stories/258386/

mitrovic dejan
10
6.10.2010, 16:18
Maria Fekter

Ist aus Vöcklabruck.

Alex667
02
6.10.2010, 22:53
Blödsinn

Bezirk LEIDER JA
Stadt GLÜCKLICHERWEISE NEIN

Als Vöcklabrucker kann ich mit ruhigem Gewissen richtig stellen dass diese "Frau" in Attnang Puchheim geboren wurde.

Arme Attnanger, ein Bahnhof, 2 Puffs und die Schotter Mizzi des nenn ich a Pinkerl zu tragen.

Jan Smaal1
11
6.10.2010, 15:24

Blöd für die Dorfschickeria in dem Ort, in dem Frau Soltisova gearbeitet hat.

Wo kommen wir da hin, wenn all die honorigen Damen und Herren stundenlang von der Mordkommission verhört werden...

suboptimal
 
011
6.10.2010, 13:39
vor allem läuft in OÖ mit Sicherheit ein Mörder frei herum

Denisa Soltisova und die vergewaltigte Sarah aus Regensburg haben etwas gemeinsam: Verbrechen an _fremden_ Frauen interessieren die Polizei in OÖ genau Nüsse.

Das hat der peinliche Lißl schon bewiesen, als er das vergewaltigte bayerische Mädchen am Weihnachtstag 2008 sofort als Lügnerin bezeichnete, obwohl die bayerische Polizei von dem Hilferuf der Entführten aus dem Kofferraum des Wagens einen Telefonmitschnitt hatte und schon stundenlang bundesweit nach ihr suchte.

Hilferuf per Handy aus Kofferraum - Bereits aus dem Kofferraum des Autos hatte sie per Mobiltelefon deutsche Beamte alarmiert, die den Wagen aber nicht orten konnten.
http://www.spiegel.de/panorama/... 59,00.html

barbara klaric
13
6.10.2010, 11:45
WOW. Das daraus ableitbare Täterprofil passt auf den Gutachter.,.

sowie auf Ärzte, Apotheker, Pharmaziestudenten etc.

Graf Ortho
00
6.10.2010, 18:48

Es passt auch ziemlich gut zu der Ärztefamilie, bei der Frau S. arbeitete...

Marlon62
00
6.10.2010, 16:11
Eigentlich auf fast alle,

die Zugriff zu und Kenntnis über die Wirkstoffe haben. Ärzte, Pharmazeuten, Chemiker, Humanbiologen,..

Bin ich froh, dass ich aufgrund meiner Unwissenheit auf diesem Fachgebiet und der daraus resultierenden Sperre als Bezieher als Täter ausscheide, zumale ich in Wien lebe und nachweislich lange Zeit nicht in Oberösterreich war.

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