Offenbar mehrere Bomben in Apartment gelagert
Bangkok - Nach einer tödlichen Bombenexplosion nahe der
thailändischen Hauptstadt Bangkok hat die Regierung die oppositionellen
Rothemden für die Tat verantwortlich gemacht. "Es ist klar, dass die Bombenleger
zu den Rothemden gehören", sagte Verteidigungsminister Prawit Wongsuwon am
Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Mindestens drei Menschen waren bei der
Explosion in einem Wohnhauses in der nördlich von Bangkok gelegenen Provinz
Nonthaburi ums Leben gekommen, neun weitere wurden verletzt.
Die Bombe war offenbar im zweiten Stock des Hauses detoniert.
Verteidigungsminister Prawit sagte, dort seien in einem Apartment "mehrere
Bomben" gelagert worden. Ermittler gingen der Vermutung nach, dass der
Bombenbauer die Explosion versehentlich ausgelöst haben könnte.
Kurz vor der Explosion hatte die thailändische Regierung den für Bangkok,
Nonthaburi und zwei weitere Provinzen geltenden Ausnahmezustand um drei weitere
Monate verlängert. Der Notstand war nach den gewaltsamen Protesten im April
ausgerufen worden, als die oppositionellen Rothemden gegen die Regierung auf die
Straße gegangen waren. Bei den blutigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten
und der thailändischen Armee waren 91 Menschen getötet worden. Seitdem gab es in
Bangkok immer wieder Granatenanschläge und Bombenexplosionen. (APA/AFP)