Prognose

Arktis könnte in 20 bis 30 Jahren eisfrei sein

10. Oktober 2010, 20:52

Im September waren nur mehr 4,6 Millionen Quadratkilometer zugefroren

Washington - Einer aktuellen Schätzung von US-Forschern zufolge könnte das Eis in der Arktis in 20 bis 30 Jahren während der Sommermonate komplett wegschmelzen. "Allen Anzeichen zufolge wird das Meereis über die kommenden Jahrzehnte weiter zurückgehen", teilte das Schnee- und Eis-Datenzentrum (NSIDC) in Boulder (US-Staat Colorado) am Montag (Ortszeit) mit. Das lasse sich auch aus aktuellen Beobachtungen in diesem Sommer rund um den geografischen Nordpol schließen.

Demnach ist das dickste Eis, das älter als fünf Jahre ist, fast vollständig verschwunden. Im September blieben lediglich 60.000 Quadratkilometer davon übrig. In den 80er Jahren hatte es zum gleichen Zeitpunkt noch zwei Millionen Quadratmeter gegeben. Das Verschwinden mache das Nordpolareis noch anfälliger für warmes Wetter.

Saisonweise eisfrei

"Wir rechnen immer noch mit einer saisonweise eisfreien Arktis in 20 bis 30 Jahren", sagte NSIDC-Direktor Mark Serreze. Die Prognose ändere sich auch dadurch nicht, dass es in diesem Jahr wieder mehr zwei- und dreijähriges Eis gebe. "Eine entscheidende Frage ist, ob dieses Eis auch in den kommenden Sommern überleben kann", sagte James Maslanik, Professor an der University of Colorado.

In diesem Jahr war das Arktis-Eis auf seine drittkleinste Fläche seit Beginn der Messungen 1979 geschrumpft. Überraschenderweise sei das Eis in einem zweiten Schub nochmals zurückgegangen, obwohl es nach dem 10. September eigentlich schon wieder zugelegt hatte, hieß es weiter. "Diese späte Wende zeigt, dass die Eisdecke dünn und nicht dicht geschlossen ist", sagte NSIDC-Wissenschafter Walt Meier.

Am 19. September wurden als Minimum via Satellit nur noch 4,6 Millionen Quadratkilometer gemessen. Nur in den Sommern 2007 und 2008 besaß die Arktis noch weniger Eis. Der bisherige Negativrekord wurde 2007 erreicht, als die Eisfläche auf 4,2 Millionen Quadratkilometer schrumpfte. 1980 war der Ozean noch auf einer Fläche von 7,8 Millionen Quadratkilometern zugefroren gewesen. (red/APA/dpa)

Kommentar posten
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hempi88
31
13.10.2010, 20:32
Bitte nachrechnen...

Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass im Artikel steht, das dickste Eis der Arktis beträgt momentan nur noch 60'000 km2 während es in den 80er Jahren noch 2 millionen m2 betragen hat. Entsprechen 2 mio. m2 nicht 2 km2??! Das wäre dann ja eine Zunahme um das 30 tausendfache...
Toll, diese Klima"wissenschaftler"...
Hier noch meine Meinung, warum die meisten Klima"wissenschaftler" an AGW glauben: Weil sie davon leben und ihre Familien damit ernähren..!

PastaPasta
00
24.11.2010, 17:55
Ja genau,

man will uns hier weismachen, das Eis der Arktis hätte seit den 80ern um das 30.000fache an Dicke zugenommen.
Richtig verstanden, gut gemacht!

Searles
 
00
16.10.2010, 15:24

Dieser Artikel wurde von einem Klimawissenschaftler geschrieben?

Al Borland
01
13.10.2010, 21:12

Offensichtlich soll es da "zwei Millionen QuadratKILOmeter"heißen.

Maßeinheiten und Übersetzungen waren aber noch nie eine Stärke des Standard (oder der APA, oder wer auch immer es verbrochen hat)...

Mirabeau
76
11.10.2010, 18:39
Erinnert sich noch wer an's "Waldsterben"?

In den 80er Jahren war die überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler überzeugt, dass die durch die Industriegesellschaft verursachte Luftverschmutzung jahrzehntelang auf den Wald eingewirkt und ihn so stark geschädigt habe, dass er in absehbarer Zeit sterbe. In absehbarer Zeit“ hieß damals je nach Prognose in 5 bis 20 Jahren.

Heute schreibt die Geschichtsforschung, die Waldsterbensdebatte würde einen tiefen Blick auf Gesellschaft und Politik in der spezifischen historischen Situation der 1980er Jahre ermöglichen. In dem Sinne sei die Debatte um das glücklicherweise nie eingetretene "Waldsterben" Bestandteil der Zeitgeschichte.

Ich bin schon sehr gespannt, was man in 30 Jahren über die "Klimadebatte" schreibt.

AlterEgo
 
32
12.10.2010, 10:51

Für Leute wie dich wurde der unten bereits zitierte Spiegel-Artikel geschrieben:
http://www.spiegel.de/spiegel/0... 68,00.html

Zitat: "Eine Handvoll US-Wissenschaftler, von denen einige schon das Passivrauchen, den Sauren Regen und das Ozonloch verharmlost haben, säen Zweifel am Klimawandel."

Lies das doch mal!

4ssFZxfW
43
12.10.2010, 11:35
Unheisame Vermengung

Das ist eines der Hauptprobleme in der gesellschaftlichen Meinungsbildung. Das die Leute dauernd alles Mögliche vermanschen und meinen, das Gefühl das sie beim Lesen hatten, hat etwas mit den Inhalten zu tun.

Was zum Geier hat dieser Spiegelartikel mit obiger These zu tun, dass das Waldsterben nicht existiert hat?

Ich kann es Dir sagen: Nix!

Al Borland
14
12.10.2010, 12:31

Das einzig Problematische am Waldsterben war der Name und damit einhergehende übertriebene Voraussagen. Die Schäden existierten tatsächlich und existieren auch heute noch.

Die Reaktionen darauf haben zu einer Verbesserung der europäischen Atemluft beigetragen.

Sie haben völlig Recht, am Besten hätte man damals weitermachen sollen wie bisher. Wen kümmern schon die paar Bäume. :-)

4ssFZxfW
72
12.10.2010, 13:08
Konzentration

Leute! Ihr müsst endlich lernen euch ein wenig zu konzentrieren. Ganz ruhig lesen was da steht, versuchen den Inhalt zu erfassen, vielleicht in eigenen Worten formulieren.

Dann gegebenenfalls in einem Posting darauf antworten und zwar in dem man auf den Inhalt des vorhergehenden reagiert.

Geht schon, probieren wirs noch einmal!

Al Borland
16
12.10.2010, 13:20

Damit sogar Du es verstehen kannst noch einmal simpler formuliert:

Deine Aussage, das Waldsterben hätte es nie gegeben ist eine übersimplifizierende, manipulative und damit ziemlich blödsinnige Behauptung.

Der Zusammenhang zur aktuellen Klimadebatte ordnet sich irgendwo zwischen "schwach konstruiert" und "nicht vorhanden" ein.

Noch irgendwelche Unklarheiten, die wir ausräumen sollen?

Searles
 
02
12.10.2010, 03:25

Und die Panik um Krebserkrankungen - auch nur Schwachsinn. Vor 100 Jahren ist niemand an Krebs gestorben. Beweist nur, dass Leute, die angeblich Krebs haben Hypochonder sind.

4ssFZxfW
13
12.10.2010, 11:30
argumentationsbeikraut

Wenn ich dich einigermaßen richtig verstehe geht die Argumentation hier so:

Oben schreibt wer, das Waldsterben hat es nicht gegeben. Du sagst, dass das falsch ist, mit folgendem Argument:

Wen man aus die Aussage "Das Waldsterben hat es nie gegeben" abändert auf "Krebs hat es nie gegeben" kommt eine falsche Aussage dabei heraus. Deshalb ist auch die ursprüngliche Aussage falsch.

Bravo! Tolle Argumentationslinie.

Searles
 
00
16.10.2010, 15:30

Aber einen Zusammenhang "Es gibt kein Waldsterben" und "Es gibt keinen Klimawandel" gibt es?

hlg
00
15.10.2010, 22:35
wenigstens war kein fragezeichen am schluß...

1000undeine8
13
11.10.2010, 19:01

folgen des "waldsterbens" waren der katalysator und rauchgas-entschwefelungsanlagen in kohlekraftwerken. die werden jetzt automatisch eingebaut. aber nachdem man den kat nur sieht, wenn man unter sein gefährt krabbelt und weiß, wie so ein ding ausschaut (wozu viele offensichtlich nicht in der lage sind), können sich manche hier ihrem alzheimer hingeben und so tun, als hätte es das alles nie gegeben.

Trace
00
11.10.2010, 18:56
- ab 38Sekunden - bitte nicht lachen

http://www.youtube.com/watch?v=Z4CA0pGSjE8

Al Borland
01
11.10.2010, 21:13

Nichts Neues, typisch für den Verein.

Keine Ahnung, keine Fakten, dafür aber wenigstens laut und beleidigend polemisieren.

metkit
13
11.10.2010, 15:58

gabs die schlagzeile nicht schon vor 20 jahren?

Trace
42
11.10.2010, 17:48

Den Hockeystick gibt es ja auch schon seit über 10 Jahren. Nagut, jetzt nicht mehr. Es wundert mich eigentlich nur, warum hier im Forum noch so viele Leute dran festhalten. Vermutlich ideologisch bedingt?
Aber das ist sicherlich auch nicht förderlich für die Glaubwürdigkeit des antrop. Klimawandels. Eher schaden sie sich damit.

Psychedelic Brain
43
11.10.2010, 15:12
SCHLAGZEILE!

Zeitungen könnten in 20-30 Jahre Shice-frei sein!

... hoffentlich

fertigprodukt
66
11.10.2010, 14:41

die arktis war immer wieder mal eisfrei. und?

yomellamo
65
11.10.2010, 15:42

... die erde war auch schon einmal ohne sauerstoff in der atmosphaere.

nehmen sie das jetzt als argument dafuer, dass sie keinen sauerstoff zum leben brauchen?

kein nick will mir mehr einfallen
42
11.10.2010, 14:29
Grisu der kleine Drache
03
11.10.2010, 18:38

Blöd nur, dass wir jetzt so viele Städte an die Interglazial-Küstenlinie gebaut haben:

Amsterdam, London, Venedig, Alexandria, New York, Shanghai, Tokyo, Seoul, Bombay, Lissabon, Kapstadt, Buenos Aires, Rio de Janeiro, Karatchi, Hamburg, St. Petersburg, Istanbul, Los Angeles, New Orleans, Lima, Adelaide, Lagos, Maputo, Manila, Jakarta, Dhaka, Bangkok, Hongkong, San Francisco, Algier, Tianjin, Philadelphia, Boston, Singapur, Saigon, Miami, Luanda ...

Die müss ma jetzt alle umsiedeln.

Aber Moment, da is eh keine österreichische Stadt dabei. Hast doch recht, es gibt kein Problem!

AlterEgo
 
312
11.10.2010, 13:15
Think Tank Marshall Institute

"Eine Handvoll US-Wissenschaftler, von denen einige schon das Passivrauchen, den Sauren Regen und das Ozonloch verharmlost haben, säen Zweifel am Klimawandel."

Hier ein interessanter Artikel im Spiegel:
http://www.spiegel.de/spiegel/0... 68,00.html

Interessante Art von Lobby-Arbeit!
Immer die selben Leute - immer die selbe Art von Argumentation. Hier im Forum hat sich der eine oder andere offensichtlich schon was abgeschaut.

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