Neuer Kataster

Solarpotenzial der Wiener Dächer online abrufbar

5. Oktober 2010, 16:15
  • Artikelbild

    Der Solarpotenzialkataster ist eingebettet in den Umweltstadtplan Wien Umweltgut.

Stadtplan auf der Website der Stadt Wien wurde um einen Solarpotenzial-Kataster erweitert

Wien - Mehrere Magistratsabteilungen der Stadt Wien hatten im vergangenen Frühjahr beschlossen, eine flächendeckende Analyse des Solarenergie-Potenzials der Wiener Dächer durchzuführen. Die Innsbrucker Firma Laserdata GmbH wurde mit der Untersuchung beauftragt, nun sind die Ergebnisse verfügbar.

Entscheidungshilfe

Mit der Web-Applikation "Solarpotenzialkataster" auf wien.gv.at können Interessierte für alle Hausdächer von Wien das Solarenergiepotenzial online abrufen. Konkret ist das jene Menge an Sonnenenergie, die im Laufe eines Jahres auf eine Dachfläche auftrifft. Die Information soll eine erste Entscheidungshilfe sein, ob die Errichtung einer Solaranlage sinnvoll erscheint.

Ausgewiesen wird das Solarenergiepotenzial im Solarpotenzialkataster, der in der Internetapplikation "Wien Umweltgut" eingebettet ist. In dem Kataster werden jene Flächen dargestellt, für die die Strahlungsenergie 900 KWh/m² und Jahr übersteigt.

Zwei Kategorien

Die Unterscheidung erfolgt in zwei Kategorien: "gut geeignet" (Solarenergiepotenzial 900 bis 1100KWh/m² und Jahr) und "sehr gut geeignet" (Solarenergiepotenzial größer als 1100KWh/m² und Jahr). Für jedes Gebäude in Wien können drei wichtige Informationen für die mögliche Planung einer Solaranlage abgefragt werden, nämlich die Grundfläche des Gebäudes, die für Solarnutzung "gut" (gelbe Farbe) und die "sehr gut" (orange Farbe) geeigneten Teile der Dachflächen.

Im nächsten Schritt ist geplant, den Solarpotenzialkataster hinsichtlich getrennter Darstellung nach möglichem Potenzial für Photovoltaik- und Solarthermie-Nutzung zu erweitern, wobei Photovoltaik sich auf die Stromgewinnung aus der Sonne (mit oder ohne Einbindung ins Stromnetz) und Solarthermie sich auf die Umwandlung der Sonnenenergie in Wärme (wie für Warmwasserbereitung oder Raumheizung) bezieht.

Da die Errichtung von Solaranlagen durch verschiedene gesetzliche Regelungen wie zum Beispiel in Schutzzonen eingeschränkt sein kann, werden im Solarpotenzialkataster auch Hinweise gegeben, wo einschränkende Vorgaben vorhanden sind (die lila Schraffierung auf dem Bildausschnitt bezeichnet "Weltkulturerbe und Schutzzonen"). Andere berücksichtigungswürdige Faktoren, wie zum Beispiel bautechnischer Art (Zustand und die Statik eines Daches) oder die Bestimmungen des Denkmalschutzes sind im Solarpotenzialkataster selbst nicht ausgewiesen. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 37
1 2
thomas reis
00
7.10.2010, 11:35
Dezhou wir Chinas größte Solare Stadt

Siehe meinen Blog Eintrag von meinem Besuch in China: http://tinyurl.com/2af6coc In China wird nicht lange diskutiert, denn dort werden jährlich 100 Milliarden Dollar in die Erneuerbaren investiert!

mag2412
10
7.10.2010, 08:16
weil hier die frage nach SPEICHERUNG gestellt wird

wäre es für den Autoren dieses Berichtes durchaus angebracht sein Wissen darüber mit uns zu teilen.

Ich denke das die einfachste Lösung darin besteht, die gewonnene Energie ins Netz fliesen zu lassen und an Kunden zu verkaufen, die zu dieser Zeit Energie Unterversorgt sind.

Wir kaufen dann die Energie in Zeiten zu, in denen wir sie brauchen.

Wenn da nicht die Kapitalisten wären ?? die werden uns nämlich einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen.

Die Anlagen werden über Steuertöpfe finanziert, ebenso die notwendige Infrastruktur. Die Energiewirtschaft wird das ganz übernehmen, von uns die Erhaltungskosten kassieren den Strom an uns weiterhin teuer verkaufen und die Erlöse aus dem Verkauf in die eigene Tasche stecken.

ora 600
00
6.10.2010, 23:09
ich find das recht und schön ...

...aber wo werden die überkapazitäten gespeichert ?
wer viel strom erzeugt braucht auch den entsprechenden speicher (also speicher kraftwerk oder aehnliches).
ich vermisse diesen umstand bei jeglicher debatte über erneuerbare stromerzeugung.

675r567z
 
00
7.10.2010, 08:38

"...aber wo werden die überkapazitäten gespeichert ? "

ich bin zwar kein fan davon, aber z.B. in elektro autos und co. außerdem macht die speichertechnik enorme fortschritte zur zeit.

JayJay84
00
6.10.2010, 23:52

die kapazitäten werden nicht gespeichert sondern es wird direkt ins netzt geführt.. wie bei einem wasserkraftwerk.. hier gibt es ja auch keinen speicher

ora 600
00
7.10.2010, 00:05
es geht um die notwendigen ...

... überkapazitäten um den gesamtbedarf immer abzudecken.
speicher sind zur aufrechterhaltung eines funktionierenden stromnetzes unumgänglich.
aber das muss den menschen auch einmal näher gebracht werden.

JayJay84
00
7.10.2010, 00:54

ich verstehe das problem trotzdem nicht, die speicher für die "notwendigen überkapazitäten" gibt es ja derzeit schon....

solarenergie soll ja kohle, öl usw ERSETZEN...

ora 600
00
7.10.2010, 02:46
öl- kohle- und speicherkraftwerke ...

... können sehr gut leistungsspitzen ausgleichen, weil auch flexibel regelbar.
will man derartige kraftwerke ersetzen, braucht man überkapazität um 100% versorgung auch an den spitzenzeiten sicherzustellen.
(es gibt aber auch strom export und import und damit wird auch einiges abgefedert, leider treten die spitzenlasten in den meisten europäischen ländern zu gleicher zeit auf).
darum gibt es die speicherkraftwerke. hier wird mit überschüssiger leistung wasser in die stauseen hinaufgepumpt.
das ist jetzt mal sehr simpel erklärt, ich bin hier auch nicht unbedingt ein experte und auch ich würde mir mehr aufklärung zu diesen bereich wünschen (anstatt polemik).
stromversorgung ohne entsprechende speicher ist eigentlich nicht möglich.

Peter Mahn
00
7.10.2010, 03:06
Für derlei Ausgleiche ist bei uns der Verbund zuständig.

Das Pumpen von Wasser (Energie der Masse) ist ein vernachlässigbarer Teil...
Bitte erkundige Dich.

01052004
00
6.10.2010, 20:57
ich hab das grad angesehen: die eingefütterten daten sind veraltet

unsere glücklichen (???) dachgeschoßmieter hätten sicher nicht gern unmengen an solaranlagen auf ihren terrassen...der kataster gibt aber noch den unverbauten dach-zustand wieder...

fazit: vorwahl-auigenauswischerei und gewissensberuhigung...

La Vida pura
00
9.10.2010, 06:56
Aber sicher, weil dein Häusl

aufgemotzt worden ist, hat sich jetzt die Sonne beleidigt weggedreht. Jetzt scheint sie dort nimmer hin, oder wie ? Was "Potenzial" heißt, kannst im Lexikon nachschauen.

Schuldvermutung
00
6.10.2010, 15:30

Super - da kann man jetzt nachschaun wo eine Dachterasse schön sonnig wär ;-)

Mann40
00
6.10.2010, 13:22

es wäre interessant wieviel Energie gewonnen werden kann, wenn man all diese Dächer mit den entsprechenden Techniken versorgen könnte.
Bzw. auch die Kosten/Nutzenrechnung usw.

JH87
00
6.10.2010, 19:07

wurde in der Steiermark schon mal angewendet

Mann40
00
7.10.2010, 10:21

@JH87

wie meinen Sie das?

lumpi8
120
6.10.2010, 10:17
Weltkulturerbe und Schutzzone?

Was bringt es zu wissen, dass auf ein Dach viel Sonne scheint, wenn dort (vernünftigerweise) aus Schutzgründen am Dach eh nix gemacht werden darf. Oder kann/soll man beispielsweise die Wappenadler-Dachziegel auf dem Stephansdom mit Solardingern zupflastern? Oder einzelne Türmchen auf Schloss Schönbrunn (siehe http://www.wien.gv.at/umweltgut/public)? Schwachsinn!

La_Linea
00
6.10.2010, 11:32

Auch am Dach des Vatikan sind Sonnenkollektoren. Also kann es trotz Denkmalschutz nicht gänzlich unmöglich sein. Kommt natürlich drauf an wo.

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDe... cob=409764

monoton
011
6.10.2010, 11:03

wow, welch idiotische argumentation! sie meinen also das ganze win gis ist vollkommen unnötig weil am staphansdom keine solaranlagen aufgestellt werden können?!?!

wirklich beeindruckend eingeschränkter horizont

Pierre d´Aubusson
00
6.10.2010, 18:56

Zuerst gucken!
Die Stephanskirche ist garnicht schraffiert!

lumpi8
00
6.10.2010, 11:07

nein, das wollte ich damit nicht sagen. Aber ich glaube, dass im ganzen geschützten Bereich (violett schraffiert) auf den Dächern nichts verändert werden darf, und diesen Bereich hätte man auch konsequenterweise auslassen sollen.
Stehe sonst der Solarenergienutzung natürlich positiv gegenüber, habe zu Hause selber eine Anlage (nur thermisch, keine Voltaik).
MfG

675r567z
 
00
7.10.2010, 08:36

nur weils eine schutzzone ist, heißt das ja nicht das nix auf den dächern verändert werden darf, wien ist ja nicht graz und wegen der dachlandschaft geschützt.
also, da geht auch in zusammenhang mit denkmalschutz sicher einiges.

monoton
00
6.10.2010, 11:14

dann entschuldigung das ich sie falsch verstanden habe!

aber auch ohne diese schutzzonen bleibt genug platz für anlagen über, und das wien den bewohnern hilf standorte zu suchen finde ich eine sinnvolle sache (soviel davon gibts in wien nun auch nicht)

lumpi8
00
6.10.2010, 10:21
sorry, falscher Link. So gehts:

http://www.wien.gv.at/umweltgut... hemePage=9

supersepp
11
6.10.2010, 10:00
ist da auch berücksichtigt

dass dank hochäusern in zukunft eh keiner mehr sonne haben wird in wien?

Heavyweather
01
6.10.2010, 14:38

Nein, das enorme Potenzial von Solaranlagen an Fassaden wurde in dieser Studie noch nicht berücksichtigt...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 37
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.