Chefredakteurin Euke Frank im "Falter": "'Woman' nimmt sich die Freiheit und spielt nicht mit" - FPÖ: "Woman" sei "Woman" sei "intolerant, links, tendenziös, unseriös"
Wien - "Woman"-Chefredakteurin Euke Frank verbannt FPÖ-Politiker aus dem Heft, wie die Stadtzeitung "Falter" in der aktuellen Ausgabe berichtet. "Ich hatte immer schon eine Abneigung gegen alles, wofür die FPÖ steht. Als Barbara Rosenkranz dann Tage brauchte, um herauszufinden, ob sie für oder gegen das Verbotsgesetz ist, wurde mir klar, die kommt bei uns nicht vor. Seitdem gab es keine einzige FPÖ-Geschichte, so Frank gegenüber dem "Falter".
Frank habe sich die neue Blattlinie vom Herausgeber, Oliver Voigt, formal absegnen lassen. Kommerzielle Interessen stünden nicht hinter ihrer Entscheidung, heißt es weiter. "Das ist einfach Blattlinie. Woman nimmt sich die Freiheit und spielt nicht mit". Sie will den FPÖ-Bann solange durchhalten, solange sie Chefredakteurin ist. "Falls sich die FPÖ komplett ändert, werde ich neu nachdenken."
FPÖ: "Woman" sei "intolerant, links, tendenziös, unseriös"
Die FPÖ reagiert so: "Mit diesem Schritt hat Frank nur bestätigt, was wir ohnehin schon gewusst haben: Woman ist intolerant, links, tendenziös und will nicht informieren, sondern seine Leserinnen politisch beeinflussen - also schlicht unseriös. Dies zeigt sich auch in den diversen Ranking-Listen, aus denen nichts anderes abzulesen ist, als das Inseratenvolumen der Aufgelisteten. Mit anderen Worten, Frank hat nun offiziell bestätigt, dass "Woman" ein Gesinnungsblatt ist und an Objektivität nicht interessiert ist - also schlicht journalistisch wertlos ist. Dass sich der Herausgeber, der sich mehr einen Namen als Polit-Adabei, denn als Manager gemacht hat, für diesen persönlichen Rachefeldzug einer frustrierten Chefredakteurin einspannen lässt, verwundert nicht weiter. Schließlich finanziert die SPÖ mit ihren Kampagnen die Magazine der News-Gruppe kräftig mit - wenn auch zu einem Gutteil mit Steuergeld. Es bleibt abzuwarten, wie lange sich die Leserinnen und Leser der Magazine diese Polithetze gefallen lassen, repräsentieren die Wähler der FPÖ doch rund ein Viertel der Österreichischen Bevölkerung."
"Wie so oft, irrt die FPÖ auch hier. 'Woman' hetzt nicht, wir schreiben nicht gegen sie, wir ignorieren diese Partei einfach. Dass die FPÖ das frustriert, verstehe ich!", so "Woman" Chefredakteurin Euke Frank zur FPÖ-Reaktion. (red)