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La Paz - Bei einem normalen Fußballspiel hätte dieses böse Foul die rote Karte und eine Sperre für die nächsten Spiele bedeutet: Der fußballbegeisterte bolivianische Präsident Evo Morales trat während der Unterbrechung eines Freundschaftsspieles in La Paz seinen Gegenspieler Daniel Cartagena mit voller Wucht zwischen die Beine. Das Video des Spiels zwischen den Mannschaften der Regierung und des Bürgermeisteramtes von La Paz verbreitet sich rasant im Internet.
Cartagena hatte sich den Zorn des Staatschefs zugezogen, weil er ihn zuvor seinerseits bei einem Dribbelduell gefoult und ihm eine Schürfwunde am rechten Fuß beigebracht hatte. Aber Morales flog nach dem Tritt zwischen die Beine nicht etwa vom Platz, sondern durfte bis zum Endstand 4:4 weiterspielen.
Vize-Sportminister Miguel Angel Rimba rüffelte sogar das Opfer: "Es gibt Leute, die einfach nicht verstehen, dass der Präsident beim Spielen Vorfahrt hat." Cartagena klagte, die Polizei habe nach dem Spiel gedroht, ihn festzunehmen. Dies sei nur vom Bürgermeister verhindert worden. (APA)
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keine Ahnung von Diplomatie und noch weniger von fair play... Auch wenn Morales vorher gefoult wurde, entschuldigt das keinesfalls sein Vergehen und das vor laufender Kamera! Man stelle sich sowas bei einem Präsidenten in einem EU Land vor- der wäre nach dem Spiel höchstens noch 2 Stunden im Amt bzw. schon längst zurück getreten...
Na ja, immerhin, er hat sich entschudligt: Chavez hätte seinen Gegener wahrscheinlich erschie+sen lassen oder zumindest für 30 Jahre hinter Gitter geschickt (macht er recht gerne bei Oppositionellen);
und noch besser und direkt mutig: mit solch einem Bauchumfang auf dem Spielfeld aufzurücken ;-)
Der gefoulte ist nicht bei der Oppotionspartei MSD sondern MSM (movimiento sin miedo). Dies ist keine Opposition der extremen rechten sondern eine linke Partei die sich erst vor kurzem von Evo Morales abgespaltet hat. Die MSM sagt immer das sie den politischen und wirtschaftlichen Wandel in Bolivien weiterhin unterstützt jedoch nicht mehr die politische Willkuer unter Evo Morales. Alles in allem eine gute Alternative zur MAS meiner Meinung nach. Schade, das sich beide Parteien nun nach gutem lateinamerikanischen Traditionen so bekriegen.
Ich sehe durchaus die Vorteile eines Präsidenten aus dem Volk, da der sich nicht immer den angeblichen Notwendigkeiten der Wirtschaft beugt. Aber sooooo volkstümlich muss er auch nicht sein, dass er beim Kicken einen Gegenspieler in die Cojones tritt.
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