Hightech-Teddy und Dualscreen-Handy von Fujitsu

5. Oktober 2010, 13:56
9 Postings

Bär als Kinder- und Altenbegleiter - Touchscreens für flexible Nutzung

Der Computer- und Elektronikkonzern Fujitsu zeigt im Rahmen der IT- und Telekommunikationsmesse CEATEC 2010 einen Hightech-Teddybären. Er kann unter anderem auf Berührung reagieren und beherrscht 300 Aktionen. Damit soll er Kinder unterhalten und motivieren, aber auch Senioren geistig rege halten. Neben dem Teddy hat Fujitsu unter anderem Tablet-Prototypen im Messegepäck.

Besonders interessant ist ein Konzepthandy mit Dual-Touchscreen. Das Gerät präsentiert sich flexibel, denn der User kann es nicht nur wie ein klassisches Klapphandy öffnen. Alternativ dazu ist es möglich, die beiden Displays mit ihren breiten Seiten über- oder nebeneinander zu legen - also ähnlich einem Mini-Notebook beziehungsweise Taschenbuch. Um für dieses Handykonzept ein möglichst gutes User-Interface (UI) zu finden, hat Fujitsu mit dem schwedischen Unternehmen The Astonishing Tribe (TAT) zusammengearbeitet.

Variable Herausforderung

"Dass die Bildschirme keine feste Position relativ zueinander haben, ist eine der wesentlichen Herausforderungen", betont ein TAT-Mitarbeiter. Das UI muss sich an die Display-Lage anpassen, damit die Bedienfreundlichkeit gewahrt bleibt. "Man kann das aber auch zum Vorteil machen", betont er. Befinden sich die Touchscreens beispielsweise in Mini-Notebook-Anordnung, kann es sehr praktisch sein, den unteren für Eingabe und den oberen für die Ausgabe zu nutzen. In anderen Fällen ist es eventuell praktischer, eine App auf jedem Bildschirm laufen zu lassen.

Eine weitere wichtige Frage ist laut TAT, "wie der Grafikprozessor effizient das Dual-Display ansteuert". Diese gewinnt bei mobilen Geräten allgemein immer mehr an Bedeutung, heißt es im Interview. Denn eine effiziente Nutzung der Grafik-Ressourcen ist beispielsweise auch dann gefragt, wenn ein Tablet Content auf dem Fernsehbildschirm wiedergeben soll und dabei selbst als Steuergerät genutzt wird. Da Fujitsus Handy-Sparte international bislang nicht aktiv ist, dürfte das Dual-Touchscreen-Handy wohl allenfalls für den japanischen Markt umgesetzt werden.

Mehr als nur spielen

Noch verspielter als das Handy-Konzept wirkt der Teddybär, der unter anderem die Ohren anlegen, die Augen schließen oder sich auch als ganzes schlafend stellen kann. Allerdings hat der Robo-Teddy mit insgesamt 13 über den Körper verteilten Berührungssensoren einen ernsten Hintergrund. Dank integrierter Kamera und Mikrofon ist der Roboter in der Lage, seine Umgebung wahrzunehmen und soll darauf auch passend reagieren können.

Der Teddybär ist darauf ausgelegt, emotional zu wirken, wobei er ein Spektrum von freundlich bis unfreundlich sowie von begeistert bis gelangweilt abdecken kann. So kann er beispielsweise erfreut winken, aber auch desinteressiert einschlafen. Diese annähernd menschlichen Reaktionen sollen sowohl bei Kindern als auch bei älteren Menschen einen ähnlichen Wert haben wie eine Tier-Therapie, so die Fujitsu Laboratories. (pte)

  • Hightech-Teddybär kann unter 
anderem auf Berührung reagieren und beherrscht 300 Aktionen.
    foto: fujitsu

    Hightech-Teddybär kann unter anderem auf Berührung reagieren und beherrscht 300 Aktionen.

Share if you care.