Ortstafeln

Dörfler stimmte Lobeshymnen auf Verhandlungspartner an

5. Oktober 2010, 13:34

Kärntner Landeshauptmann streute Rosen für Inzko, Faymann und Ostermayer - Lösung auch vor 2012 vorstellbar

Wien (APA) - Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) hat Lobeshymnen auf seine Verhandlungspartner in der Frage der zweisprachigen Ortstafeln angestimmt. In einer Pressekonferenz in Wien würdigte er unter anderem den neuen Vorsitzenden des Rates der Kärntner Slowenen, Valentin Inzko, als auch Bundeskanzler Werner Faymann. Der Vorstellung von SPÖ-Staatssekretär Josef Ostermayer, dass es gerne früher als 2012 zu einer Ortstafellösung kommen darf, kann Dörfler ebenfalls einiges abgewinnen.

"Mit Inzko ist ein äußerst geschätzter Diplomat am Werk", streute Dörfler seinem Gegenüber bei den Ortstafel-Verhandlungen erneut Rosen. Es gebe es nun "neue Umgangsformen", geriet der Kärntner Landeshauptmann ins Schwärmen. Mit den Kärntner Slowenen habe man nie ein Problem gehabt, sondern vielmehr mit den Verfassungsrichtern und deren "Falschentscheidungen". Dörfler: "Jeder kann alles werden in Kärnten, egal ob als deutschsprachiger Kärntner oder als Teil der Volksgruppe."

Lob für rote Hälfte der Bundesregierung

Viel Lob gab es auch für die rote Hälfte der Bundesregierung und deren Standpunkt in der Ortstafelfrage. Die von Faymann angestrebte Lösung kann Dörfler nur unterstützen. Wobei es wohl auf ein Verfassungsgesetz hinauslaufen werde. Die zweite Variante über eine "Volksgruppenfeststellung" sei nicht mehrheitsfähig, betonte der Landeshauptmann. Darum könne er auch mit einer Lösung leben, die sich innerhalb der Bandbreite der bisher vorgestellten Vorschläge bewegt, also "zwischen 141 und 163", wie es auch Ostermayer im Sinn hat.

Dörfler teilt auch Ostermayers Meinung, eine Öffnungsklausel bei den Ortstafeln wäre nicht mehrheitsfähig. Zudem stellte der Kärntner Landeshauptmann klar, dass es sich bei der angestrebten Lösung nur um Ortstafeln handeln solle, nicht jedoch um topographische Bezeichnungen. Bei den Slowenen handle es sich außerdem um eine Volksgruppe, nicht aber um eine Minderheit. Und noch ein angebliches Missverständnis versuchte er bei seinem Auftritt in Wien aufzuklären: "Ich habe nie ein Gesetz infrage gestellt." (APA)

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10 Postings
Uljanovnig
20
5.10.2010, 15:45
Der unter Korruptionsverdacht stehende Dörfler

beginnt zu kriechen und zu schleimen.

Ein echter Kärntner halt.

Wilfred Streitenberger
20
5.10.2010, 16:47

Erstens ist ihre Behauptung unwahr, und eine glatte Verleumdung, und zweitens hat Dörfler keinen Grund zum Kriechen und Schleimen.

Seien sie doch froh, dass es bald eine Lösung gibt, anstatt herumzuätzen.

Uljanovnig
00
5.10.2010, 19:23
Sie vertrauen dem Dörfler ???

Der ist doch vom Jörgi noch vollkommen benommen ...

derfalke
61
5.10.2010, 14:21
Wir Kärntner hatten noch nie Probleme mit unseren heimattreuen Windischen.

Probleme gab es immer nur mit einigen radikalen nationalslowenischen Funktionären und mit deren roten Unterstützern in Wien.

pehl
01
5.10.2010, 16:13
also gründlich waren die tito-partisanen wirklich nicht...

Markus Sagmeister
00
5.10.2010, 15:25

Sie vereinnahmen wieder die gesamte Kärtner Bevölkerung für Ihren Post, der nach KAB klingt.
Sie schreiben für sich und nicht für mich und für viele andere Kärntner, die Ihren geposteten
Propagandaschwachsinn nicht teilen.

Sie, falke, brauchen diesen Post gar nicht schreiben, weil Sie jemand sind, der ständig, Probleme mit den Gesetzen der Republik usw hat.

Wir (anders) denkende Kärntner waren schon immer für die Lösung der Ortstafelfrage und das jetzt Sie und die anderen Ortstafelgegener und Scharfmacher umzumanipulieren versuchen fällt unter Comedy anzusiedeln, wobei die ziemlich schwach ist.

Im übrigen die Geschichte mit den "Windischen" ist genauso eine Legende wie die Geschichte das die FPK "Wahlsieger" bei der Landtagswahl war.

Clemo
00
5.10.2010, 14:06

Ich denke, es geht darum, nach der nächsten Wahl mehr Optionen zu haben.
Und es geht darum, sich mit der SPÖ ganz allgemein gut, oder vorsichtig forumliert nicht mehr ganz so schlecht, zu stehen, um durchzubringen, dass Koralmtunnel und Co nicht geopfert werden. Kärnten hat genug Probleme (auch langfristige, zu wenig Forschung, zu wenig High-Tech, zu wenig Unis...), da ist jeder finanzielle Spielraum willkommen.

So gesehen ist Dörfler ein echter Pragmatiker, würde mich nicht wundern, wenn er es, wider aller Erwartungen, schafft einige Zeit im Sattel des Landesfürsten zu sitzen.

Flughundsitzstange
00
5.10.2010, 16:44
Pragmatiker ist lieb gesagt ....

wenn ein Pragmatiker ein windelweicher Wappler ist, der alles tut um seine Felle ins Trockene zu bringen, dann ist es sogar zutreffend.

Uljanovnig
00
5.10.2010, 14:20
Er ist sich der Dummheit

meiner Landsleut bewußt und kann sich auf diese zu 100 % verlassen.

So befürchte auch ich den Inhalt ihres letzten Absatzes.

Markus Sagmeister
00
5.10.2010, 15:29

Bei der nächsten Wahl wird die absolute Regierungsmehrheit für die blaurangen hoffentlich
mal weg sein, weil der Haidermitleidsbonus
nicht mehr zieht. Wäre zwar nur ein kleiner, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

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