Ex-Unteroffizier wegen Hitlergruß vor Gericht

5. Oktober 2010, 12:58

Ein ehemaliger Unteroffizier soll während eines Auslandseinsatzes im Kosovo gegen das Verbotsgesetz verstoßen haben - Prozess auf Mittwoch vertagt

Eisenstadt  - Wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz, die er während eines Bundesheer-Auslandseinsatzes im Kosovo begangen haben soll, steht ein 42-jähriger ehemaliger Unteroffizier in Eisenstadt vor Gericht. Der Burgenländer soll während des Aufenthalts laut Anklage mehrfach antisemitische Äußerungen von sich gegeben und den Hitlergruß verwendet haben. Bei einer privaten Feier am Stützpunkt trug er laut Staatsanwaltschaft ein T-Shirt mit einem "stilisierten Konterfei" von Adolf Hitler. Auf der Festplatte seines Laptops seien zudem 150 verdächtige Dateien gefunden worden, stellte der Staatsanwalt fest.

Angeklagter bekannte sich teilweise schuldig

Der Angeklagte, dessen Dienstverhältnis mittlerweile vom Bundesheer beendet wurde, bekannte sich vor dem Geschworenensenat  mit Einschränkungen schuldig: Er habe zwar "die Hand zum Hitlergruß erhoben", das sei auf einem Foto dokumentiert. Einige der ihm angelasteten antisemitischen Äußerungen habe er jedoch "sicher nicht" nicht getätigt. Andere Ausdrücke habe er in der Absicht verwendet, "die jüdische Hochfinanz in Amerika" zu kritisieren, erklärte der 42-Jährige vor Gericht.

Das einschlägige T-Shirt, das auch die Aufschrift "Welcome to Germany" trug, bekam der Unteroffizier, dem ein Halbzug mit 18 Mann unterstellt war, im Februar 2009 von Soldaten geschenkt. Bei der Feier, bei der er das Leibchen dann auch anzog, sei Alkohol geflossen. "Warum schenken ihnen das ihre Leute?" wollte der Vorsitzende wissen. Die Kameraden hätten das T-Shirt, über eine Sammelbestellung mit "Karikaturleibchen" aus Deutschland erstanden, antwortete der Angeklagte.

"Wehrmacht war andere Liga"

Auf die Frage, ob er Nostalgie für eine Zeit empfinde, in der das Heer eine höheren Stellenwert gehabt habe, meinte der 42-Jährige: "Vom Soldatentum her war das in der Wehrmacht schon eine andere Liga, als das, wo Österreich jetzt spielt." Heute würden sich die Soldaten nach Dienst zurückziehen und Computer spielen, früher sei man noch zusammengesessen und habe gefeiert.

Auch zu den rund 150 Dateien mit verbotenen Liedern sowie einschlägigen Fotos und Reden, die laut Staatsanwalt auf seinem Laptop gefunden wurden, wurde der Angeklagte befragt. Bilder von Soldaten, die beim Einsatz auf den Seetaler Alpen mit dem Hitlergruß in Erscheinung traten, habe ihm ein Kamerad mit einem USB-Stick auf den Computer gespielt, rechtfertigte sich der ehemalige Unteroffizier. Einen Ordner mit der Bezeichnung "AH" habe ihm ein Unteroffizier aus Kärnten überspielt.

Am Vormittag wurde mit der Befragung der Zeugen begonnen. Einer der früheren Kameraden des Burgenländers meinte, er könnte sich nicht an antisemitische Äußerungen des Mannes erinnern. Ein anderer beantwortete die Frage, ob der 42-Jährige durch Äußerungen in NS-Richtung aufgefallen sei, mit "teilweise".

Übereinstimmend bestätigten einige Zeugen, dass sie vom Gerücht gehört hätten, dass der Ex-Unteroffizier von französischen Soldaten als "Papa Hitler" bezeichnet worden sei. Dies habe möglicherweise damit zu tun gehabt, dass er damals im Einsatz einen Seitenscheitel und "andeutungsweise einen Hitlerbart" gehabt habe, so einer der Männer.

Prozess vertagt

Am heutigen Prozesstag sind für den Nachmittag weitere Zeugeneinvernahmen geplant. Morgen sollen die Anwälte in ihren Plädoyers zu Wort kommen, bevor sich die Geschworenen zur Beratung über das Urteil zurückziehen. (

Am Nachmittag wurde das Beweisverfahren abgeschlossen. Am Mittwoch haben die Anwälte Gelegenheit zu ihren Plädoyers, bevor die Geschworenen mit der Beratung über das Urteil beginnen. Im Fall eines Schuldspruchs beträgt der Strafrahmen bei § 3g des Verbotsgesetzes ein bis zehn Jahre Haft.

APA)

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Heimwerkerkönig
 
02
13.10.2010, 13:21
Natürlich sammeln sich solche Figuren gerade beim Heer...

... aber natürlich auch bei der Polizei.
Das ist leider überall auf der Welt so.

Die extremen Linken und ihre heimlichen Sympathisanten, werden hingegen Kabarettisten oder landen beim ORF ^^

mrheli
13
12.10.2010, 16:52

Über sowas kann man wirklich nur lachen. Jeder der beim Bundesheer war weiß wie es dort zugeht ;-)

echtzeit2
31
11.10.2010, 15:24
Einmal Nazi überall Nazi, aber zu Feige es auch offen einzugestehen ....

.

sainty1
21
12.10.2010, 13:49
sowieso..unter "Kameraden" den dicken Max machen

und wenns ernst wird verschwindet das schwänzchen schnurstrax

peter schmidt
 
01
11.10.2010, 14:25
apropo berufsheer

:)

echtzeit2
01
11.10.2010, 15:24
apropo Pilz

:)

machruz
 
00
14.10.2010, 16:30
aprospos: beide setzen 5

rudolf schladming
 
11
10.10.2010, 14:06

was mich an der sache am meisten beunruhig ist, dass es offenbar niemanden gestört hat, sie ihm bilder geschickt, leiberl geschenkt und ihn mit dem hitlergruss gegrüsst haben. dass es einen spinner gibt ok, damit muss man rechnen, aber dass sowas in der extremen form so akzeptiert ist, das ist der eigentliche skandal.

raff1
11
12.10.2010, 10:09
schauen's

man findet einen Deppaten, den man in seinem Handeln böserweise noch fördert. Bis der auf jemanden aufläuft, der ihn absägt, kann man hinter seinem Rücken viel Kichern.
Sie denken doch nicht wirklich, dass den jemand ernst genommen hat?

17+4
33
6.10.2010, 10:18
gilt das Verbotsgesetz auch exterritorial?

oder ist das nich so wie die Strassenverkehrsordnung, in jedem Land gelten die Landesregeln.
Wie ist das dann bei Mord und Betrig und Diebstahl?

Oder ist man da nicht so empfindlich?

Da geht es nicht um den UO, der ist mir egal, sondern um die Konsistenz eines Rechtssystems.

skip it
44
6.10.2010, 11:23
der mann war oest. soldat im ausland,...

...damit gilt wie fuer jeden anderen das disziplinarrecht. und das besagt, dass strafbare handlungen dem StA anzuzeigen sind. erstens.

2.: begehen s' amal a klane kinderschaendung in thailand. auch wenn die DORT nicht so arg verfolgt wird. und kommen s' dann z'rueck.

ihr wichteln habt tatsaechlich null ahnung von allem und jeden, dafuer aber a irr große gosch'n.

re flexion
21
7.10.2010, 21:34
Tuns net so

als hättens eine Ahnung!

Punkt1 bzg. Disziplinarrecht gilt, weil er ja als Soldat dort ist.

Punkt2 glaubens ja wirklich net.

THE MGT.
00
8.10.2010, 04:05
Haben Sie eine Ahnung?

Die Mehrzahl der europäischen Staaten, die USA, Kanada etc. haben seit den späten 80er-Jahren Gesetze erlassen, die eine Strafverfolgung ihrer Bürger gerade auch im Fall von Kindesmißbrauch auch dann ermöglichen, wenn die Tat im Ausland verübt wurde. Die ersten demgemäß verurteilten Sextouristen, die in Thailand und auf den Philippinen unterwegs waren, gab es 1990 in Norwegen.

Klar gibt es noch Probleme das konsequent durchzusetzen, dafür braucht es internationale Kooperation usw. Aber gerade in Thailand sind auch die einheimischen Behörden interessiert den Sextourismus generell zurückzudrängen und den Mißbrauch von Kindern im Speziellen zu bekämpfen. Und es gibt immer wieder Festnahmen und entsprechende Verurteilungen.

17+4
42
6.10.2010, 16:35
dann ist es ja schön, dass es Gartenzwerge gibt

skip it
30
7.10.2010, 07:27
und die charakterlich ungewaschenen solchen waehlen braun...

Ingrimm
00
7.10.2010, 16:15

Wär mal an der Zeit, dass Ermittlungen angestellt werden, ob Österreicher an paramilitärischen Ausbildungsprogrammen in Ungarn teilnehmen...

Christian Schneider
68
6.10.2010, 06:55
Nur kommt er eben aus

einer strammen Sozifamilie.

Ingrimm
00
7.10.2010, 16:16

Sippenhaftung?

Derfdeswoarsein
 
00
6.10.2010, 11:59
Kennen SIe ihn? Oder warum posten Sie sowas?

es sei bemerkt
01
6.10.2010, 09:53

hat ihm der papa die hand in die höhe gerissen?

martell
149
6.10.2010, 06:18
bitte Bärte verbieten!

mittigen oberlippenbart (NS- Betätigung), vollbart (islamismus) backenbart (reaktionär od monarchistisch)goatie (surfer und snowboarder) etcetc. wenn gutmenschen keine anderen sorgen mehr haben,dann finden sich noch andere dinge die man verbieten kann.

Tocotronic.
00
7.11.2010, 22:02
"Gutmensch"

dieses Wort wird wohl eher in Krone-Leserberichten verwendet und wie wie intelligent diese sind weiß man bekanntlich...

Pro Freistaat Kärnten!
 
00
12.10.2010, 16:53
die verdummung ist eine der größten sorgen

und solches gesindel wie der hitlergrüßer gehören in den häfen.

punkt.

King Andy
 
32
6.10.2010, 03:08

Bitte nicht nach Linz, wir haben schon genug Effen hier. Wie wärs mit Klagenfurt, damit er den faulen Säcken beibringt, wie man Drei Bier bestellt, bzw eine Autoversicherung richtig abschließt.

rasenmähermann
04
6.10.2010, 01:10

Das Bild das der Typ von sich zeichnet ist das eines, mit verlaub, Trottels.

Beunruhigend ist, dass er Verantwortung für andere trug und mit durchgeladenen Waffen herumgelaufen ist.
Beruhigend ist, dass anscheinend von offizieller Seite gegen rechtsextreme Agitation im Heer vorgegangen wird.

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