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Wien - Wenige Tage vor der Wiener Landtagswahl macht sich Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) in der Kronen Zeitung für eine Volksbefragung über die Wehrpflicht stark. Aus seiner Partei kam knapp nach dem Erscheinen der Dienstag-Ausgabe des Kleinformats Unterstützung: Per Aussendung plädierte Verteidigungsminister Norbert Darabos ebenfalls für eine Volksbefragung zur hauseigenen Angelegenheit. Und Bundeskanzler Werner Faymann versicherte Häupl wie Darabos seine "volle Unterstützung" bei ihrem Ansinnen.
Häupl erklärt sein Werben für eine Volksbefragung jedenfalls so: "Bei einem so wichtigen Thema muss man die Stimme des Volkes hören." Ganz seiner Meinung ist sein Parteichef Faymann: "Direkte Demokratie ist nicht nur etwas für Sonntagsreden, die sollte auch gelebt und eingesetzt werden - gerade bei Themen, die unsere Bevölkerung besonders stark interessieren."
Und weiter meint Wiens Bürgermeister: In den meisten Ländern Europas gäbe es mittlerweile Berufsheere. Die Aufgaben der Landesverteidigung, des Katastrophenschutzes, des Assistenzeinsatzes, der Auslandseinsätze und die wichtigen Aufgaben des Zivildienstes könne man in Österreich also "mit einem Berufsheer oder unter Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht" erfüllen.
Darabos: Befragung in frühestens eineinhalb Jahren
Auch Häupls Parteifreund Darabos, der die Wehrpflicht bisher verteidigt hat, ist nun plötzlich für eine offene Diskussion "ohne Tabus". Vor dem Ministerrat hat er veinen Spagat zwischen Bekenntnis zur Wehrpflicht und Zustimmung zu einer Volksbefragung darüber versucht. Er bezeichnete den allgemeinen Wehrdienst einmal mehr als sinnvolles System mit dem man "gut gefahren ist".
Für Darabos geht es um "Einbindung der Bevölkerung"
Bei der aktuellen Diskussion gehe es nicht darum, ob die Wehrpflicht abgeschafft wird, sondern um eine Einbindung der Bevölkerung, so Darabos. Seine persönliche Meinung sei ja bekannt. Er stehe zur Wehrpflicht und es habe ihm bisher keiner näherbringen können, dass es etwas besseres gebe. Man werde jetzt eine offene Diskussion über die Zukunft des Bundesheeres und eine neue Sicherheitsstrategie führen. Danach werde man das den Menschen erklären. Am Ende dieses Prozesses könne eine Volksbefragung stehen, dieser werde aber mindestens eineinhalb Jahre dauern.
Für Darabos ist es auch nicht gesagt, dass bei einer Volksbefragung die Abschaffung herauskommen wird. Es stehe 50 : 50. Er wollte auch nichts von einem (APA/nw, DER STANDARD, Printausgabe, 5.10.2010)
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Wäre der Staat Betriebswirtschaftlich und volkswirtschaftlich richtig geführt, gäbe es das Heer nur noch in rudimentärer Berufsform:
- Landesverteidigung ist minimalst nötig
- Katastrophenhilfe muss schnell einsatzfähig und effizient sein.
- Alkoholexzesse, sinnlose Wehrspiele, etc. wären aus Ermangelung einer Bedrohung in Mitteleuropa damit gegenstandslos und sinnfrei.
Und die Krone steuert viel dazu bei. Es wir das Berufsheer nicht geben. Das Endziel ist eine völlige Abrüstung Österreichs. Darauf wurde lange genug hingearbeitet. So sieht es aus. Deshalb halte ich auch die Volksbefragung für einen Etikettenschwindel, nämlich was die Frage betrifft. Die Öffentlichkeit sollte befragt werden, ob es eine völlige Abrüstung des Landes will oder nicht. Die Entscheidung 'Präsenzdienst' vs. 'Berufsheer' steht letztendlich gar nicht zur Debatte. Das Berufsheer wird nicht auskommen können, mit dem was man ihm zur Verfügung stellt. Es wird dieslebe Moserei losgehen, nämlich 'kann nichts, brauch ma eh net usw.' - bekannt, weil typisch.
Die Wahrheit: Kein Militär, weder Präsenzdienst noch Berufsheer!
Die KRONE braucht eine neue Kampagne zur Erhöhung ihrer Auflage und der Bürgermeister Häupl verhilft der KRONE mit seinem populistischen Aufruf dazu. Dafür unterstützt die KRONE den Wahlkampf von Häupl. Der setzt alles auf eine Karte, um seine Absolute doch noch zu retten, und wenn er dafür alle Grundsätze der SPÖ über Bord wirft. Minister Darabos wird übergangen und Faymann sagt sowieso zu allem "ja", was sein Herr und Meister ausheckt. Übrigens kann es nicht Sache eines Bürgermeisters sein über Themen des Bundes zu entscheiden. Aber Häupl und Co. sind anscheinend so stark von der Angst geplagt, dass nach der Wahl auch eine andere Partei Einblick in die Machenschaften der SPÖ-Regierung haben könnte. Wieviele Leichen gibt es da im Keller?
Regieren im Jahre 2010 in Österreich :
Kurz vor einer Wahl ein aktuelles Lieblingsthema der Lieblingszeitung aufgegriffen und das große Wort der Volksbefragung und "auf die Stimme des Volkes hören" geschwungen.
Durchrechnen und sich Gedanken um die Umsetzung machen, können sich dann die anderen. Es ist ja nicht so, dass man einfach das gesamte Heer in 2 Tagen umstellen kann.
Berufsheer wird ein Spaß. Sinn macht das nämlich nur dann, wenn man gleichzeitig eine ordentliche Studiengebühr einführt - so mind. 2000€/Semester fürs Bakk und dann 5000€/Semester für den Master.
Und wer sich das nicht leisten kann, muss sich halt für 3 respektive 5 Jahre fürs Heer verpflichten (weil wer meldet sich sonst schon zum Heer?)
dieser Zeitung und der Krone gemeinsam. Sehr viel, deshalb verwende ich auch in diesem Forum diesen Nick. Selten so gelacht, eine unheilige Allianz aus Heurigenbesuchern, Schmähbrüdern und kleinformatigen Gehirnen. Wie es Euch gefällt...
und dafür wurde sogar per Parlamentsbeschluss, wie "demokratisch" dem ORF untersagt, für seine GebührenzahlerInnen die seit jeher beliebten Foren weiterhin offenzuhalten.
Politik auf Kronenzeitung-Niveau verträgt leider keine offene demokratische Bürgerkritik.
Stattdessen wird aus populistischen Motiven das Thema "Wehrpflicht Pro und Contra" per Volksbefragung an die Bevölkerung ausgelagert.
Wie passt dies bloss zusammen?
Die Debatte um Präsenzdienst vs. Berufsheer ist ja ohnehin nur ein Scheindebatterl. Im Grunde genommen geht es um etwas Anderes: die völlige Demilitarisierung des Landes. Das ist das erklärte Ziel. Sie und ich wir werden es sehen: es wird das Berufsheer geben. Es wird zuwenig haben, um zu funktionieren, das kennen wir aus der Vergangenheit (im übrigen eine typisch österreichische Lösung). Die öffentliche Meinung (siehe das Blatt hier oder das kleinformatige) werden sich auf diesen Umstand einschießen. Die Politik wird sich anhängen, man wird sich wechselseitig voran treiben. Macht es nicht das Bundesschwammerl, wird's jemand Anderer tun. Tritt keine große außenpolitische, negative Veränderung ein, wird à la longue alles auf Null gefahren.
........... dann sind es die jungen Burschen, denen ein halbes Jahr ihres Lebens gestohlen wird. Die allein und sonst niemand sind davon betroffen. Alle anderen geht dies so gut wie gar nichts an.
Die Wehrpflicht ist ein Relikt aus dem totalitären Staat und gehört entsorgt!
es hat noch keinem männlichen Bürger unseres staatlichen Gemeinwesens geschadet, 6 Monate seines Lebens Dienst für die Allgemeinheit zu leisten.
Wenn sie schon keine Waffen in die Hand nehmen wollen, dann sollen sie gefälligst als Ersatz dafür einen Zivildienst leisten. Das kann und soll schon von einem Staatsbürger verlangt werden dürfen!
Oder sind etwa unsere jungen Männer nicht mehr zu einem Gemeinschaftsdienst fähig und willig?
Dann sind auch unsere Freiwilligen-Dienste gleichfalls Nachwuchs-gefährdet: Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bergrettung usw.
tja, warum eigentlich nur Männer.
Wenn ich mich so umsehe, dann denke ich immer mehr, dass die meisten mädchen (16-20 Nachtschicht, Alkohol, Drogen, Geldverschwendung) auch auch so etwas bräuchten-
Aber prinzipiell ist das Heer als Funktionseinheit zu sehen, die als Berufsheer mehr sinnmacht,
oben genanntes sollte Aufgabe der Gesellschaft sein, und nicht des Bundesheeres...
Aber gut, "wadln-Fiere-Richten"-Meinungen, wie die ihre, so dumm sie sind, wirds immer geben.
Pensionist, gelangweilt, und "ich habs machen müssen, daher alle anderen auch"-Einstellung.
Holen Sie sich ihr Parteibuch in den farben blau oder schwarz.
.......... über den Zaun Ihres kleinen Schrebergartens. Österreich ist weder der Nabel der Welt noch das Mass aller Dinge. Erde und Menschheit sind ein einheitlicher Organismus. Die Republik Österreich stellt keinen Wert dar, der erhaltungswürdig ist.
Wenn ich ein Europa ohne Grenzen und Nationen erleben darf, in dem die Menschen wirklich frei sind und leben,arbeiten und wählen dürfen, wo sie leben, arbeiten und wählen wollen, dann habe ich allen Grund, die Sektkorken knallen zu lassen.
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