Steuereinnahmen steigen bis 2014 um fast ein Viertel

4. Oktober 2010, 17:32

Steuererhöhungen und gute Konjunktur spülen mehr Geld in die Staatskasse

Bessere Konjunktur und Steuererhöhungen bringen dem Budget saftige Mehreinnahmen. Die Abgaben werden laut neuester Schätzung bis 2014 gegenüber der letzten Prognose um zwei Milliarden Euro steigen.

***

Wien - Das Finanzministerium hat derzeit Timing-Probleme. Die neueste Steuerschätzung in Betreff der Entwicklung der Einnahmen bis 2014 wurde soeben fertiggestellt. Aber die neuen Erkenntnisse werden bestens gehütet, will doch Finanzminister Josef Pröll nicht mit positiven Nachrichten den Druck aus den Budgetverhandlungen nehmen und keine Begehrlichkeiten wecken.

Das Tauziehen dürfte nach den Wien-Wahlen am kommenden Sonntag mit großer Intensität starten. Anfang November sollen dann die Budgetbegleitgesetze in Begutachtung geschickt werden. Die Ausgangslage hat sich inzwischen verbessert. Der konjunkturelle Rückenwind weht, wie aus der Hochrechnung hervorgeht, 2014 gegenüber der Mai-Schätzung zwei Mrd. Euro zusätzlich und somit 75 Mrd. Euro in die Staatskasse.

Dazu kommen noch die geplanten Abgabenerhöhungen von 4,1 Mrd. Euro. Nach diesen internen Planungen wird der Finanzminister des Jahres 2014 über Einnahmen von 79 Mrd. Euro verfügen. Gegenüber dem Krisenjahr 2009 ist das ein Plus von knapp 16 Mrd. Euro oder einem Viertel.

Von den höheren Einnahmen profitieren auch die immer stärker ins Minus rutschenden Länder und Gemeinden. Sie verdienen an den höheren Steuereinnahmen über die sogenannten Ertragsanteile mit. Laut Steuerschätzung wird der Kuchen der Länder bis 2014 auf 14,6, jener der Gemeinden auf 8,9 Milliarden wachsen (siehe linksstehende Grafik). Darin sind die Mehreinnahmen aus Steuererhöhungen noch gar nicht inkludiert. Pröll hat den Ländern bereits zugesagt, dass sie an den höheren Belastungen für die Steuerzahler mitnaschen dürfen. Theoretisch könnte der Bund die Erlöse auch zur Gänze für sich behalten, was insbesondere bei neuen Abgaben wie der Bankensteuer (siehe untenstehenden Artikel) verlockend wäre. Doch der Finanzminister denkt derzeit nicht daran.

Vielmehr pocht er auf Einsparungen der Gebietskörperschaften, die ihrerseits mit wachsenden Aufgaben argumentieren. Pröll will den innerösterreichischen Stabilitätspakt, der Geldbußen bei Nichterreichen der Vorgaben beinhaltet, wiederbeleben. Wegen der Krise war der Mechanismus ausgesetzt worden. Die Reaktivierung möchte der VP-Chef gleich mit einer Verschärfung verknüpfen: Zwar soll das Prinzip der Einstimmigkeit im Stabilitätspakt aufrecht bleiben, allerdings will Pröll den mit Sanktionen bedrohten Ländern das Stimmrecht entziehen.

Länder und Gemeinden werden beim Defizit immer mehr zum Risikofaktor. Anstatt eines Minus von 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden sie laut Schätzung des Finanzressorts heuer einen Abgang von einem Prozent verzeichnen. (as, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.10.2010)

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Dirty_Harry
00
7.10.2010, 19:54

Die Steuereinnahmen steigen und steigen, und die SPÖ will trotzdem auch noch Eigentum besteuern.

kotttan
10
5.10.2010, 17:44
Klare Ablenkung,

damit Konzerne, neoliberale Heuschrecken und das sonstige ÖVP-Klientel bei den neuen Steuern nicht mitzahlen muß.

also dann ...
20
5.10.2010, 17:21
irgendwie ... ist das alles nur mehr reine "v o l k s v e r a r . . . " !

zuerst ...
die pensionsvorschau der "experten" bis 2 0 6 0 (?)
(leider war der wetterbericht nicht inkludiert...)
und nun - genau vor der wahl und dem budget...
das füllhorn des "goldesels = steuerzahler",
der die golddukaten vom himmen s c h e i . . . !

und wenn im 4. quartal...
die aufbäumende konjuntur wieder einbricht,
dann brauchen die experten... nur mehr die vorzeichen zu ändern - und alles ist palletti.

p.s.
und der PAPAGEIEN - JOURNALISMUS...
treibt fröhliche urständ !
http://www.heise.de/tp/r4/art... 352/1.html

stolzer Austrianner 2
00
5.10.2010, 17:13
ir werdet sehn, da michi gibts ales zurück! ales, bite sontag michi wahlen, nicht strache!!! danke

Toni Gruber
00
5.10.2010, 17:01

vorausgesetzt der täglich mögliche Dollarcrash kommt doch nicht

thermik2000
 
10
5.10.2010, 15:54
Ja ja jetzt wird wieder in die Hände gespuckt

Eine Pensionsreform muß her von der Industriellenvereinigung vehement gefordert.
Ausgaben verringern Einnahmen unverändert lassen
http://www.orf.at/#/stories/2018368/

José Atento
03
5.10.2010, 15:44
Diese MÖGLICHEN Mehreinnahmen,

wird die Verwaltung als Anlass nehmen, um JETZT einmal gar nichts zu reformieren...

Jede Steuererhöhung ist aktuell ein Witz, da die versteckten Steuern wegen der Geldentwertung sowieso explodieren werden.

gentechnisch manipuliertes füttern in Ö erlaubt
00
5.10.2010, 15:43
das wird sich ändern nach der wahl

dann ist plötzlich kein geld in der kassa

die övp wird schon sorgen, das der bürger 60% vom lohn/gehalt abgeben muss.

FrostY Iceberg
00
5.10.2010, 13:45

Kein Wunder wenn ich mir meine Abzüge anschaue, der Rest ist für mich!

Kalvarienberg
02
5.10.2010, 13:28
Lange dauerts nimmer und die Steuerbelastung liegt hierzulande bei 100%...

Wirklich eine tolle Budgetpolitik. Darf ich auch mal Finanzminister sein ?

Marlon62
01
5.10.2010, 15:01
Sie wissen aber schon,

dass reale Zahlen und Prozente nicht immer gleich sein müssen.

Gobi Todic
14
5.10.2010, 13:24
Eingangssteuersatz auf 20% senken

Vereinheitlichung der Auszahlung auf 12x pro Jahr und saftige Vermögenssteuern ab einer Million.

Das wäre ein Anfang.

Dirty_Harry
00
7.10.2010, 19:57

und die spö-vermögenssteuerschnüffler kommen dann einmal jährlich zu ihnen nach hause um nachzusehen wieviel der schmuck ihrer frau, das auto und die wohnungseinrichtung wert sind

eigentum (vermögen) zu besteuern ist falsch, erträge sollen besteuert werden

Foromat
00
5.10.2010, 18:00

saftige vermögenssteuern ist nichts mehr als "Eat the rich" -> Steuerhinterziehung für grosse vermögen ist so einfach, es würde nur kapital aus österreich schnell weggeschafft werden.

eine moderate vermögenssteuer (auf alle vermögen, also schmuck, auto, Haus und Securities) hingegen in verbindung mit einer steuersenkung auf einkommen wäre der richtige weg.

die steuerbegünstigung des Jahressechstel ist sowieso ein humbug. AUszahlen soll man das Gehalt vormiraus auch wöchentlich dürfen oder 20 mal pro Jahr.

metall81
00
5.10.2010, 16:03
Mit anderen Worten Sie...

...wollen weniger zahlen, dafür sollen andere mehr.

Cpt. Bligh
01
5.10.2010, 13:19
Steuereinnahmen steigen bis 2014 um fast ein Viertel

um solche aussagen zu glauben muss man wohl politiker sein.

der ölpreis muss nur ein bisschen ansteigen, schon ist es wieder vorbei mit dem aufschwung.

franz der freie
 
014
5.10.2010, 13:15
feuchte träume.

und schon beginnt das umverteilen und ausgeben des geldes, dass man noch gar nicht hat.

Marquis
00
5.10.2010, 13:10
Steuererhöhungen für Bund, Länder und Gemeinden

damit diese ihre selbstverursachten Budgetlöcher stopfen können. Der Steuerzahler darf prellen für fehlgeschlagene Spekulationen, Mißwirtschaft, Korruption und Mißmanagement.

Schöpf ma die Bürger ab, dann gehts uns allen besser! Das Problem dabei, wenn die Bürger weniger im Börsel haben, geben sie auch weniger aus- de facto weniger Steuereinnahmen.

uncle sam3
00
5.10.2010, 13:09
pssssssstttt

nicht laut sagen, sonst lernen die politiker NIE sparen...

didi111
01
5.10.2010, 12:52
Also, mit einer fast 100%igen Wahrscheinlichkeit sind die genannten Daten ein echter Holler..

Es stellt sich für den geneigten Betrachter die Frage, WARUM diese Steuereinnahmen so steigen sollten?

Natürlich, und das muss man dem Finanzministerium konzidieren, sind auch Aussagen von Behörden nicht ganz frei von politischen Einfluss.

Natürlich suggeriert diese Ministeriumsaussage die Message "Freunde, alles super, es geht bergauf".

..und das 5 Tage vor der Wien Wahl. Das sich bei diesen Aussagen der KronenZeitungLeser in Sicherheit wiegt, ist ja gewolltes Kalkül.

Aber das Szenario ist schon ein wenig anders..

1.) Wollen mit nächstem Jahr beginnend, alle grosse Länder zum Sparen beginnen,

2.) Gab es in letzter Zeit schon Vorziehkäufe auf 2011,

3.) Mit 01.05.2011 können dann ausl. ausl. Eu-Bürger in Ö arbeiten ..

Ivan Bukov
00
5.10.2010, 13:02

Weil die Basis niedrig ist. Kein Wort erwaehnt dass die Einnahmen durch die FInanzkrise zuerst gefallen sind...

natoll
00
5.10.2010, 12:57

naja, der anstieg ist in relation zum (sehr bescheidenen) vorjahr gesehen. in der grafik ist ja 2007 und 2008 nicht angeführt.

sociovation
12
5.10.2010, 12:23
Nur ein absolut Blauäugiger

geht davon aus, dass es vor 2014 nicht zur nächsten Krise kommt.
De facto wurde nämlich NICHTS getan, um den strukturellen Risikofaktor der spekulativen Finanzwirtschaft auch nur um einen Bruchteil zu entschärfen.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
01
5.10.2010, 15:30
Jaja der Zusammenbruch des Kapitalismus wird

seit 1860 alle 5 oder 10 Jahre als unmittelbar bevorstehend behauptet, und nicht und nicht verrecken will des Krüppl. Die Propheten und ihre hatscherten Praktikanten hingegen sind längst am Misthaufen der Geschichte gelandet.

Was sagt uns das?

Hans Müller1
 
02
5.10.2010, 13:00
Wie die Zeugen Jehovas - der Untergang kommt bestimmt, wenn nicht heute, dann morgen,

oder übermorgen...

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