Einfache Grundlagen-Forschung für Gebäude auf dem Mond

4. Oktober 2010, 11:36

US-Ingenieure präsentieren wenig aufwändige Methode für Baugründe in Extremlagen

Raleigh/Offenbach am Main - Die buchstäbliche Grund-Voraussetzung für Bauwerke auf dem Mond ist - so wie hierzuerden auch - ein stabiles Fundament. Dafür muss der Bauuntergrund genauer unter die Lupe genommen werden, was normalerweise eine aufwändige Angelegenheit ist. Eine verhältnismäßig einfache Methode dafür präsentieren Ingenieure von der North Carolina State University auf einer Konferenz in Los Angeles. Das Computermodell der Experten kann schon mit kleinen Bodenproben vorhersagen, wie der Untergrund mit dem Fundament eines Gebäudes zusammenspielen wird.

"Unser Projekt erkundet die Voraussetzungen für das Bauen auf dem Mond", meint Studienautor Matt Evans, ein Zivil-, Bau- und Umweltingenieur. Die Methode sei vor allem kostengünstiger als herkömmliche Baugrund-Erhebungene, so der Experte, zumindest für den Einsatz auf dem Erdtrabanten oder in anderen Extremlagen. Das gewählte Verfahren testet, wie stabil der Boden ist und wie sehr er sich im Lauf der Zeit absenken wird. Den Forschern gelang es, erdspezifische Variablen wie etwa die Schwerkraft einzubinden, die jedoch ohne weiteres auch für den Mond oder etwa den Mars adaptiert werden können.

Das Verfahren, das im Fachterminus "Discrete Element Method" (DEM) heißt, entstand 1978 aus der Molekulardynamik und wird seither bereits in Geotechnik oder im Maschinenbau eingesetzt. Es beruht darauf, dass sich Materie stets aus Einzelelementen zusammensetzt. Alle Teilchen einer Probe werden dabei positioniert und erhalten eine Anfangsgeschwindigkeit. Unter Berücksichtigung der relevanten physikalischen Gesetzen werden dann die Kräfte errechnet, die auf jedes einzelne Teilchen wirken, wie etwa Reibung, Rückstoß und Gravitation oder auch Molekülkräfte. Aus deren Summe erhebt man die Veränderung der Teilchen in bestimmten Zeitschritten.

Komplexe Bauumgebung auf dem Mond

Fachleute bezeichnen die Idee eines Hauses am Mond eigentlich als schwer durchführbar. "Dringend notwendig wäre eine Referenzprobe direkt vom Ort der Errichtung. Die Mondoberfläche ist nicht einheitlich, sondern von zahlreichen Faktoren wie etwa Meteoriteneinschläge oder vielleicht auch früheren vulkanischen Aktivitäten bestimmt. Die so eingebrachte Energie oder Sedimente sorgen für sehr unterschiedliche Voraussetzungen", erklärt Uwe Hinzmann, Leiter Zentraleuropa bei Keller Grundbau.

Doch auch auf der Erde müssen sich Erkundungen des Bodens auf den direkten Ort der Errichtung beziehen, so der Experte. "Wenn man auch durch Probenanalyse das Bodenverhalten in großen Zeiträumen simulieren kann, bleibt dabei der große Einfluss von Wind, Wasser und Tektonik außer Acht." Zu berücksichtigen sei zudem auch der geologische Aufbau der Erdkrusten-Schicht sowie deren Temperatur. Fernerkundung eines Geländes gibt es bisher nur bei der Suche nach wertvollen Metallen und Mineralien. Hier werden Satelliten eingesetzt, deren Bilder die Orte für Probebohrungen an vermuteten Lagerstätten definieren.

Für die Errichtung größerer Gebäude entnimmt man in der Baugrunderkundung bisher Bodenproben aus verschiedenen Tiefen und untersucht sie im Labor etwa nach Kompressionsfähigkeit, Durchlässigkeit oder nach Luft- oder Wassergehalt. Falls notwendig, wird etwa durch geeignete Rüttelverfahren der Baugrund verdichtet und somit verbessert. Das kann mitunter auch auf der Erde eine große Herausforderung sein. "Etwa für die Base von Offshore-Windrädern, die bis zu 40 Metern unter Wasser liegt, fährt man dazu zur Drucksondierung mit schwersten Gerät - zum Beispiel mit einer Hubinsel - direkt zur Stelle der Errichtung", berichtet Hinzmann. (red/pte)

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18 Postings
Horch
00
5.10.2010, 09:05
Erste Fotos!!

Hier gibts schon erste Bilder der Fundamenterrichtung!

http://www.billcasselman.com/2001-mono... n-moon.jpg

Franz Josef Lolinger
00
4.10.2010, 20:03

Sind alle Baugrundstücke auf dem Mond schon verkauf`t?

Roter Baron
00
7.10.2010, 11:32

sicher
bei der lage
ganzjährig sonne
kein wölkchen trübt den himmel
kein smog
konstante temperatur
nie regen
perfekte aussicht
und hören kann man die lauten nachbarn auch nicht

roter baron

gh2008
00
12.10.2010, 06:46
Konstante Temperatur?

Nicht ganz. Eher so zwischen -170° und plus 130° je nach Tageszeit.

Roter Baron
00
7.10.2010, 11:33

einzig die verkehrsbindung ist so zentral

Onkel Tom´s Hütte
00
4.10.2010, 20:07
x12r13
00
4.10.2010, 17:36
Selten so einen Unsinn gelesen

Hauptproblem bei Böden ist das Wasser.
Für ein Fundament gibt es nichst schöneres als sandigen Boden. Kann man leicht wegbaggern und es gibt keine bösen Überaschungen.

aRoma
00
5.10.2010, 09:44
Treibsand?

Quark
00
6.10.2010, 17:15

Hi, Hi, Flutsch und weg ist die neue Mondbasis :D

Roter Baron
00
7.10.2010, 11:29

wenn die mondbasis nicht fahrbar ist
ist sie spätestens beim ersten meteoritenschauer
vaporisiert oder
untermondisch.

roter baron

Ravi Ravendro
10
4.10.2010, 15:02
Dachte

der Entwurf des ersten Mondziegels wäre Aufgabe der Firma Wienerberg?

Multivac, 2010-18-42, Donnerstag
00
4.10.2010, 13:34

sehr gut. ich möcht nicht, dass mein haus risse bekommt.

aRoma
00
4.10.2010, 14:11
oder einem Mondbeben zum Opfer fällt

M21
40
4.10.2010, 12:52
Relevanz: NULL

Acheron2033
01
5.10.2010, 16:31

stimmt,

es kommt weder Paris Hilton, noch ein Politiker, oder die Wörter "Quantensprung", "Radioaktiv" oder "Nano" darin vor. Schnell zur Bild oder Krone!

disco stu
04
4.10.2010, 13:25

ihr posting?

aRoma
03
4.10.2010, 11:57
ich sehe schon

das Problem der Baukostenüberschreitung wird kein irdisches bleiben.

motd
01
7.10.2010, 12:15
dafür um a par 10er Potenzen höher.

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