Bankomatendiebstahl in Serie

3. Oktober 2010, 18:32
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Drei Fälle in einer Woche, ähnlicher Raubzug vor Jahren

St. Pölten - Ganze sieben Minuten brauchten vier maskierte Männer, um in der Nacht auf Samstag im Foyer der Volksbank in Hadersdorf am Kamp einen Bankomaten aus der Verankerung zu reißen, ihn zu verladen und davonzufahren. Das sagte ein Sprecher der NÖ Landeskriminaldirektion am Sonntag dem Standard.

Die Täter hätten gewusst, welche Handgriffe möglich seien, ohne den Alarm auszulösen. "Dann haben sie die Kabel zum Gerät durchgezwickt und sich davongemacht." Der Hadersdorfer Bankomatdiebstahl war der dritte in nur einer Woche. Vergangenen Montag war die Raiffeisenbank in Großkadolz bei Hollabrunn heimgesucht worden, am Mittwoch die Erste-Bank-Filiale in Neudorf bei Staatz. Den Schaden beziffert die Polizei mit jeweils 50.000 Euro.

Das Vorgehen der Täter in den drei Fällen war ähnlich: Sie rissen den Bankomaten aus der Verankerung. Vor einem Monat, am 3. September, hatten Unbekannte im Foyer der Raika in Brunn am Gebirge den Bankomaten hingegen gesprengt, um an das Geld in seinem Inneren zu kommen.

Die aktuelle Diebstahlserie erinnert an den Raubzug einer Bande zwischen Februar 2003 und Jänner 2005. Insgesamt 17 Bankomaten wurden damals in Wien, Nieder- und Oberösterreich, dem Burgenland und der Steiermark entwendet. 33-mal war die Bande bei Versuchen, nachts Geräte aus Bankenfoyers in ländlichen Gegenden zu entwenden, gescheitert. Schaden: insgesamt 1,13 Millionen Euro. Im April 2005 wurden zwei der vermutlich acht Bandenmitglieder verhaftet. (bri/DER STANDARD, Printausgabe, 4. Oktober 2010)

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    Bild aus der Überwachungskamera. Die Polizei erbittet Hinweise unter 059133/30 - 3333

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