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Personalplanung nicht weitsichtig genug

2. Oktober 2010, 19:22
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    Zu kurzsichtige Personalplanung führt auch auf Managementebene zu Engpässen.
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Talentmanagement und Führungskräfteentwicklung sind die größten Herausforderungen, unterschätzt werde das demografische Risiko

Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter erreicht die Chefetagen. Talentmanagement und Führungskräfteentwicklung. werden zwar von Unternehmen als hoch erfolgskritisch, aber derzeit unzureichend gemanagt bewertet. In vielen Firmen misslingt der interne Aufbau von künftigen Führungskräften, weil Mitarbeiter nicht gezielt weiterentwickelt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie Creating People Advantage 2010 - How Companies Can Adapt Their HR Practices for Volatile Time, für die die Boston Consulting Group (BCG) gemeinsam mit der World Federation of People Management Associations (WFPMA) eine Umfrage unter 5561 Führungskräften in 109 Ländern durchführte.

Knapp zwei Drittel der befragten Führungskräfte stellen der Studie zufolge bereits jetzt einen Mangel an Nachfolgern für die oberen Führungsebenen fest. Rund die Hälfte der Unternehmen besetzt daher Führungspositionen extern. Frauen spielen im Talentmanagement nach wie vor eine untergeordnete Rolle. In der Hälfte der untersuchten Unternehmen stellen sie gerade einmal zehn Prozent des internen Talentpools dar.

Strategische Personalplanung und Mitarbeiterengagement werden an Bedeutung in der künftige HR-Arbeit gewinnen, so die Studie. Dennoch mangelt es in vielen Unternehmen an geeigneten Instrumenten der strategischen Personalplanung, die den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern verlässlich ermitteln und dabei auch Unternehmensentwicklungen wie eine geänderte Geschäftsstrategie berücksichtigen.

Demografischer Wandel

In der Wahrnehmung der Befragten weniger wichtig sind hingegen Work-Life-Balance und Demografie-Management. Doch gerade vor dem demografischen Risiko warnt das BCG seit Jahren eindringlich. Sinkende Geburtenraten und eine bevorstehende Welle an Pensionierungen würden schon heute zu Personalengpässen in einigen Branchen führen. "Momentan drängen andere Themen auf die Agenden. Aber das Management demografischer Risiken steigt von Jahr zu Jahr", ergänzt Rainer Starck, Senior Partner bei BCG.

Ein weiterer Grund für den künftigen Führungskräftemangel ist auch eine zu kurz gegriffene Personalplanung. So mangelt es in vielen Personalabteilungen nach eigener Einschätzung an ausreichenden Kenntnissen über die Fähigkeiten, das Potenzial oder sogar die Altersstruktur der Belegschaft.

Die Professionalisierung des eigenen Aufgabenbereichs stellte eine weitere Herausforderung der Personalverantwortlichen dar. Die Studie zeigt, dass Personaler ihre eigene Leistung und die strategische Bedeutung im Unternehmen deutlich höher einschätzen, als sie von anderen Führungskräften bewertet werden. Die Positionierung als strategische Einheit scheint in vielen Firmen noch nicht vollzogen. Nachholbedarf sehen die Personaler selbst vor allem im analytischen Bereich, dem Umgang mit Kennzahlen und der langfristigen Unternehmensplanung. (ost/DER STANDARD; Printausgabe, 2./3.10.2010)

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
00
4.10.2010, 08:14
Die "Händeringer"...

...sind schon wieder unterwegs!
Zur Beruhigung sei ihnen gesagt: Es wird nie eine Personalknappheit aufgrund des demographischen Wandels geben. Lieber werden Jobs wegrationalisiert, als dass sie mit einem - gottseibeiuns - "Alten" (40+) besetzt werden. Irgendwie wird schon weitergewurschtelt, sollen die anderen seine Arbeit mitmachen...

wellenschreiber
00
4.10.2010, 07:45
Personal kostet boß

Das muß man nicht planen. Kosten kommen von alleine auf einen zu. In meinen 30 Jahren Berufserfahrung habe ich keine einzige "Führungskraft" getroffen, die diese Bezeichnung zu Recht getragen hat.

little django
 
00
4.10.2010, 08:31

ich hab 22 arbeitsjahre auf dem buckel. es gibt sie, die ordentlichen führungskräfte die fördern und führen ohne zu schreien oder zu bevormunden. sehr selten, aber ich hab schon solche erlebt (vor jahren)

Slarti Bartfass
 
00
4.10.2010, 10:21

Ja, ich hab solche auch erlebt. Allerdings waren diese Führungskräfte den übergeordneten Führungskräften ein Dorn im Auge.

Management Quatscher
03
3.10.2010, 19:23

Ah .... die Berater kündigen schon wieder mal den Arbeitskräftemangel aufgrund der demographischen Wende an. Zum 30mal in den letzten 25 Jahren.

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