Die wunderbare Welt der Android-Hacks

Andreas Proschofsky
24. Oktober 2010, 12:31
  • Universal Androot ermöglicht auf denkbar einfache Weise den Root-Zugang für zahlreiche Android-Geräte.
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    Universal Androot ermöglicht auf denkbar einfache Weise den Root-Zugang für zahlreiche Android-Geräte.

  • Vor dem Erteilen von Root-Rechten müssen die NutzerInnen dies aktiv erlauben.
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    Vor dem Erteilen von Root-Rechten müssen die NutzerInnen dies aktiv erlauben.

  • Mit dem Root Explorer ist das Verändern des Systems denkbar einfach.
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    Mit dem Root Explorer ist das Verändern des Systems denkbar einfach.

  • Wer will kann sich aber natürlich auch über die Kommandozeile Zugriff verschaffen.
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    Wer will kann sich aber natürlich auch über die Kommandozeile Zugriff verschaffen.

  • Bei vielen Geräten ist es dank Root-Zugang den Prozessor zu übertakten - und so ein Quentchen mehr Performance aus dem Smartphone zu holen.
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    Bei vielen Geräten ist es dank Root-Zugang den Prozessor zu übertakten - und so ein Quentchen mehr Performance aus dem Smartphone zu holen.

  • Android-Wifi-Tether erlaubt das Teilen der Internet-Verbindung mit anderen Geräten - unabhängig von der eingesetzten Firmware-Version.
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    Android-Wifi-Tether erlaubt das Teilen der Internet-Verbindung mit anderen Geräten - unabhängig von der eingesetzten Firmware-Version.

  • Ein alternatives Recovery ist nicht nur das Eintrittstor für alternative Firmware-Versionen, hier lassen sich auch vollständige System-Backups erstellen.
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    Ein alternatives Recovery ist nicht nur das Eintrittstor für alternative Firmware-Versionen, hier lassen sich auch vollständige System-Backups erstellen.

  • Die alternative Firmware lässt sich meist schon am Splash Screen erkennen, im Bild etwa CyanogenMod.
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    Die alternative Firmware lässt sich meist schon am Splash Screen erkennen, im Bild etwa CyanogenMod.

  • Zudem bietet die alternative Firmware jede Menge erweiterter Einstellmöglichkeiten.
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    Zudem bietet die alternative Firmware jede Menge erweiterter Einstellmöglichkeiten.

  • Mit dem ROM Manager kann nach Updates gesucht oder diese auch gleich eingespielt werden.
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    Mit dem ROM Manager kann nach Updates gesucht oder diese auch gleich eingespielt werden.

Mit etwas Experimentierfreude lässt sich deutlich mehr aus dem Smartphone herausholen - ein WebStandard-Überblick zwischen "Root" und alternativer Firmware

Es gilt - zurecht - als eine der großen Stärken von Android: Im Vergleich zu den "abgeschlossenen Gärten" so manch anderer Hersteller, ist Googles mobiles Betriebssystem in vielerlei Hinsicht erheblich offener. Dies gilt nicht nur für den Umstand, dass der Großteil des Codes als Open Source offen eingesehen und modifiziert werden kann, auch in Hinblick auf das, was die NutzerInnen mit ihrem Gerät anstellen dürfen, ist man vergleichsweise liberal.

Kein Jailbreak

So bedarf es bei Android etwa keinerlei Hacks - wie des vom iPhone bekannten Jailbreaks - um Programme von externen Quellen installieren zu können, die Anwahl eines kleinen Häkchens in den Einstellungen reicht hier vollkommen aus. Selbst vollständige, alternative App-Stores sind dadurch möglich, von einer strikten Kontrolle a la Apple ist man meilenweit entfernt.

Und doch - so ganz ohne Begrenzungen kommt natürlich auch ein Android-System nicht aus, so haben die NutzerInnen von Haus aus nur recht begrenzten Zugriff auf die System-Komponenten. Das Verändern der Firmware oder gar das Aufspielen eines alternativen Betriebssystems ist nicht so ohne weiteres möglich. Und auch wenn diese Begrenzung zumindest zu Teilen durchaus nachvollziehbar - Stichwörter: Sicherheit, Gewährleistung - ist, so eröffnen sich mit dem Austricksen dieser Sperren doch durchaus spannende Möglichkeiten

Disclaimer (fett)

Die Welt des "Rooten", "Hacken" und "Modden" soll denn auch im Folgenden Thema sein, dies allerdings nicht, ohne dem Ganzen einige allgemeine Hinweise und Warnungen voranzustellen. Zunächst sei erwähnt, dass keine der hier vorgestellten Modifikationen wirklich notwendig ist, um ein Android-Smartphone sinnvoll zu nutzen. Zielgruppe sind also vor allem jene, die gern etwas mehr aus ihrem Telefon kitzeln wollen, und sich der damit verbundenen Gefahren bewusst sind - oder zumindest ein gewisses wissenschaftliches Interesse an dieser Thematik hegen.

Denn mit dem Durchbrechen der diversen Sperren gehen natürlich nicht nur mannigfaltige Möglichkeit zum "Aufbohren" des eigenen Systems einher, das vollständige "Zerschießen" ist immer auch nur eine kleine Unachtsamkeit weit entfernt. Wer nicht gut aufpasst - und regelmäßige System-Backups macht - kann schnell mit einem nicht mehr bootfähigen Smartphone konfrontiert sein, und das ist wohl so ziemlich das Letzte, was man von seinem Telefon sonst so erhofft. Auch gilt: Wer an der Firmware herumspielt, läuft Gefahr dass der Hersteller im Problemfall die Gewährleistung ablehnt - auch wenn es bei vielen Geräten Möglichkeiten gibt, den Ausgangszustand wiederherzustellen, wodurch vorherige Hacks nicht mehr nachvollziehbar sind.

Los geht's

Aber genug der Eckhaus-hohen Warnhinweise und auf zur eigentlichen Thematik: Dreh- und Angelpunkt jeglicher Hacks ist das Erreichen eines sogenannten "Root"-Zugangs. Ein Begriff, der manchen aus der Unix/Linux-Welt bekannt vorkommen mag, was angesichts der Linux-Basis von Android nicht weiter verwundern darf, und der den praktisch uneingeschränkten Zugriff auf alle System-Ressourcen umschreibt.

Mit einem solchen Root-Zugang lässt sich dann allerlei anstellen, was den NutzerInnen üblicherweise verwehrt bleibt. Da wären zunächst einmal manigfaltige Modifikationen am System: Genervt von sinnlosen "Zusatzprogrammen" der Provider? Ein Klick und das Programm ist dauerhaft entfernt. Lust auf ein neues Theme oder einen anderen Splash Screen beim Boot-Vorgang? Mit "Root" steht dem nichts im Weg.

Erweiterungen

Doch auch ganz neue Funktionalitäten lassen sich auf diesem Weg aus dem eigenen Smartphone kitzeln: So lässt sich - beispielsweise - mit Android WiFi Tether dank Root die eigene mobile Datenverbindung an andere Geräte weiterreichen - unabhängig von der eigenen Firmware-Version und den Beschränkungen mancher Mobilfunkbetreiber, die das entsprechende Feature in Android (ab Version 2.2) sperren lassen. Auch zur Verbesserung der Systemsicherheit und der Wahrung der Privatsphäre lässt sich nach dem "rooten" so einiges machen, einige der in dieser Hinsicht interessanten Anwendungen wurden erst unlängst in einem eigenen Artikel ausführlich besprochen - von der Firewall bis zur anonymisierten Internet-Verbindung.

Wer will kann das eigene Smartphone dank Root-Zugriff auch übertakten, für einige Modell gibt es gar im Android-Market selbst entsprechende Anwendungen. Dies kann in eine durchaus signifikante Performance-Steigerung münden - natürlich auf Kosten der Akku-Laufzeit. So lässt sich beispielsweise ein Motorola Milestone / Droid ohne Stabiltätsverlust auf 800 MHz hochtakten (abenteuerlustigere ZeitgenossInnen lassen sich hier selbst von der 1 GHz-Grenze nicht abschrecken) - dass das Gerät nominell mit 550 MHz betrieben wird, zeigt, dass der Hersteller hier recht konservativ an das Thema Taktung herangegangen ist.

Der Root und du

Doch wie kommt man eigentlich zu so einem Root-Zugang? Nun - bei praktisch allen verfügbaren Geräten müssen die EntwicklerInnen dafür eine Sicherheitslücke in der Firmware finden, die sie zur Ausweitung der Rechte nutzen können. Die einzige - erfreuliche - Ausnahme bildet hier Googles Nexus One, bei dem es von Haus aus möglich ist, den Bootloader zu entsperren und so eigene Software auf das Gerät einzubringen - ein Weg auf dem dann auch gleich der Root-Zugriff eingerichtet werden kann. Für alle anderen Geräte muss man hingegen auf die Fähigkeiten der weltweiten Android-Community im Aufspüren entsprechender Löcher im Sicherheitskonzept vertrauen.

Da sich - trotz aller Modifikationen der Hersteller - Android-Systeme in weiten Teilen gleichen, bedeutet das Aufspüren solch einer Lücke meist auch, dass sich damit auch gleich mehrere Geräte "rooten" lassen. Wie einfach das gehen kann, demonstriert Universal Androot: Dabei handelt es es sich um ein Tool, mit dem sich ein Root-Zugang mit einem einzigen Klick herstellen lässt. Dies wahlweise temporär - also ohne Veränderungen am System vorzunehmen - oder eben auch dauerhaft.

Sicherheitsexkurs

Falls die beiläufige Erwähnung des Worts "Sicherheitslücke" zuvor noch nicht die kollektiven Alarmglocken schrillen hat lassen, sei noch einmal extra ausgeführt, dass der Umstand, dass es dermaßen einfach ist, Root-Rechte zu erreichen, auch auf eine weniger erfreuliche Tatsache hinweist: Nämlich jene, dass die Smartphone-Hersteller - das gilt übrigens für die Apple-Welt mit ihren "Jailbreaks" nicht weniger - allesamt reichlich Verbesserungsbedarf haben, wenn es um die Auslieferung von Sicherheitsupdates geht. So sind die von Universal Androot ausgenutzten Sicherheitslücken derzeit nur beim Nexus One (seit dem Update auf Android 2.2.1) geschlossen - sieht man mal von inoffizieller Firmware wie CyanogenMod ab.

Wer nun befürchtet, sich mit einem Root-Zugang eine dauerhafte Sicherheitslücke auf sein Smartphone zu spielen, sei darauf hingewiesen, wie die Rechteerweiterung bei Android konkret funktioniert: Die NutzerInnen müssen jedem Programm einzeln die Root-Erlaubnis geben, zu diesem Zweck wird im Fall des Falles ein entsprechender Dialog eingeblendet. Über das zugehörige SuperUser-Programm kann zudem auch nachträglich genau eingesehen werden, welche Anwendung wann und für welche Zwecke eine Root-Genehmigung erhalten hat. Das bedeutet also, dass Android-Anwendungen von Haus aus weiterhin keinen uneingeschränkten Zugriff auf das System haben und sich somit aus einer Sicherheitsperspektive mit dem Rooten prinzipiell mal wenig ändert.

Seize the power

Ein Thema das zuvor einmal so en passant erwähnt wurde, aber noch eine etwas nähere Betrachtung verträgt, sind Modifikationen an der Systemsoftware. Zunächst mal zu den Tools: Wer es gern Hardcore hat, greift zu einer der diversen verfügbaren Kommandozeilenanwendungen / Terminals für Android. Zumindest einfache Dateioperationen lassen sich aber auch auf komfortablerem Weg vornehmen, nämlich mit einem grafischen Dateimanager. Ein echte Empfehlung ist in dieser Hinsicht der Root Explorer, der extra auf geknackte Systeme ausgelegt ist, entsprechend auch am Android-System selbst Modifikationen vornehmen kann.

Für alle, die Veränderungen an ihrem System vornehmen wollen - oder gleich eine alternative - Firmware einsetzen wollen, heißt der nächste logische Schritt das Einspielen eines speziellen Recovery-Systems. Hinter dem "Recovery" versteckt sich ein Minimalsystem, das an sich bei allen Android-Smartphones zu finden ist, dort etwa dazu dient im Notfall den Auslieferungszustand eines Systems wiederherzustellen oder Updates einzuspielen, sonst aber in seiner Funktionalität typischerweise recht begrenzt ist. Die Android-Community hat hier diverse Recovery-Alternativen im Angebot, mit denen sich einige interessante Dinge anstellen lassen.

Backups

Auch wenn die einzelnen Recovery-Systeme in ihrer Funktionalität variieren, so gibt es doch gewisse recht durchgängig vorhandenen Punkte. Dazu zählt etwa die Möglichkeit mithilfe eines Tools namens Nandroid partielle oder vollständige Backups eines Android-Systems zu machen. Vollständig heißt in diesem Fall tatsächliche ein uneingeschränktes Abbild, samt all den System-Dateien, den BenutzerInnendaten und sogar den Caches - etwas das bei einem "ungehackten" Android nicht möglich wäre.

Gerade für alle, die gerne experimentieren sind regelmäßige Nandroid-Backups quasi Pflicht: Startet das Gerät beispielsweise plötzlich nicht mehr, weil man sich bei einer Modifikation vertan hat, oder etwas übereifrig beim Entfernen von Systemanwendungen war, lässt sich noch immer ins Recovery booten und dort der vorherige Zustand wiederherstellen. Da auch gezielt nur einzelne Teile wiederhergestellt werden können - also etwa nur das eigentlich System, aber nicht die lokalen Einstellungen - müssen dabei nicht einmal notwendigerweise die seit dem letzten Backup vorgenommenen Änderungen verloren gehen.

Ausgelagert

Ein ebenfalls oft - aber nicht ausschließlich - über das Recovery zu erreichendes Extra ist Apps2SD, also die Möglichkeit Anwendungen vom internen Speicher auf die microSD-Karte auszulagern. Das kann zwar Android 2.2 mittlerweile auch, allerdings müssen die betreffenden Anwendungen dies explizit unterstützen, auch sind natürlich noch längst nicht alle Geräte bei der aktuellen Betriebssystemversion angekommen. Zwei Hindernisse, die Apps2SD schlicht nicht kennt.

Zudem ist ein alternatives Recovery aber auch der Einstieg in ganz andere Android-Welten, jene der von der Community zusammengestellten Firmware, die üblicherweise über eben jenes Minimalsystem auf das Gerät "geflasht" wird. Die Palette der hier mittlerweile verfügbaren Derivate kann sich wirklich sehen lassen, einen kleinen Überblick verschafft die entsprechende Datenbank von Android Spin. Wer will kann aber auch gleich noch einen Schritt weiter gehen und gleich ein ganz anderes Betriebssystem installieren, etwa Ubuntu.

Cyanogen

Die mit Abstand bekannteste - und meist genutzte - alternative Firmware ist aber wohl CyanogenMod. Einst vom Android-Hacker Steve Kondik ins Leben gerufen, kümmert sich längst schon ein weltumspannendes Team um die Pflege und Weiterentwicklung der Software. Die Liste der offiziell unterstützen Geräte wächst beständig, offizielle Releases gibt es alle paar Wochen. Wem das noch nicht aktuell genug ist, der kann allerdings auch täglich automatisch aktualisierte Test-Versionen herunterladen - so man denn auf seinem Smartphone mit der damit unweigerlich einhergehenden Instabilität leben kann.

Die aktuelle stabile Version ist CyanogenMod 6.0, sie basiert auf dem offiziellen Android 2.2, bietet darüber hinaus aber auch einige spezifische Anpassungen und Optimierungen. Neben der eigenen Startanimation wohl am schnellsten sichtbar: Mit dem ADW Launcher kommt von Haus aus ein anderes Programm zur Verwaltung der Home Screens zum Einsatz, das im Gegensatz zur Default-Lösung einige zusätzliche Features und Einstellungsmöglichkeiten bietet - das aber ohnehin auch separat aus dem Android Market heruntergeladen werden kann.

Modifikationen

Dies gilt dann schon nicht mehr für die Modifikationen an den bestehenden Anwendungen, so gibt es im Browser einen Inkognito-Modus sowie die Möglichkeit die Statuszeile von Android beim Surfen auszublenden. Der Musik-Player kann über den Lock-Screen gesteuert werden, von Haus aus werden weitere Codecs - wie etwa das verlustfreie FLAC - unterstützt, in der Kameraanwendung kann der Fokus mit dem Finger gezielt gesteuert werden.

Neben den Detailverbesserungen und der größeren Offenheit von CyanogenMod und Co. gibt es aber noch einen entscheidenden weiteren Grund auf Community-Firmware zu setzen: Gibt es diese doch für eine Vielzahl von Geräten, die bislang noch kein Update auf die aktuellste Android-Version erhalten haben - oder dieses gar nie bekommen werden. So lässt sich denn selbst dem ältesten aller Android-Smartphones - dem T-Mobile G1 - mit Android 2.2 neues Leben einhauchen.

Trennung

Ein kleiner Hinweis am Rande: Aus rechtlichen Gründen müssen sich all jene, die ein vollständiges Community-Android haben wollen, zwei Pakete besorgen: Das eigentliche CyanogenMod sowie ein weiters Zip-File mit den Google-Anwendungen. Dies hat einen recht simplen Grund, die betroffenen Programme - wie etwa der Android Market oder Google Maps - sind im Gegensatz zum Kernsystem nicht Open Source - und dürfen eigentlich nicht so ohne weiteres verbreitet werden. Zu Besorgen sind sie allerdings trotzdem recht einfach, und wer ein Android-Smartphone besitzt, darf sie schließlich auch nutzen, weil ja ohnehin schon "mitgekauft".

Bleibt natürlich noch die Frage, wie bei Community-Firmware Updates ausgeliefert werden, immerhin werden gemeinhin Android-Updates direkt vom Betreiber / Hersteller "Over-the-Air" an die Smartphones geschickt, das geht hier natürlich nicht mehr. Für solche Aufgaben liefert CyanogenMod den ROM Manager mit, der das Verwalten einzelner Firmware-Releases ermöglicht, das Erstellen von Backups direkt aus dem laufenden System heraus erlaubt oder auch automatisiert nach Updates suchen kann - eine Funktionalität, die allerdings der Kaufversion des ROM Managers (um 3,99 US-Dollar) vorbehalten bleibt.

Zum Abschluss noch mal der Hinweis darauf, dass all das hier Beschriebene natürlich keinerlei Notwendigkeit im Umgang mit Android darstellt - mal von der unerfreulichen Tendenz diverser Hersteller nur sehr begrenzt neue Versionen des Betriebssystems auszuliefern, abgesehen. Trotzdem: Die - relative - Offenheit von Googles mobilem Betriebssystem ermöglicht so manches, was auf weniger freien Systemen undenkbar wäre. Und auch wenn das für viele AlltagsnutzerInnen unvorstellbar sein mag: Das Rooten, Hacken und Modden macht alle jenen, die sich freiwillig mit solchen Dingen beschäftigen, ganz einfach auch eines: Spaß. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 24.10.10)

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Das bedeutet, dass es ein Standard-Android gibt welches sich anstelle des vom jeweiligen Netzbetreiber angepassten Android installieren lässt? Wie steht es da z.B. um die Hardwaretreiber? Wird alles an Hardware vom Standard-Android unterstützt, oder erstrecken sich die Modifikationen der Hersteller dann auch darauf?

du ladest nicht irgend eine rom runter sonder die entsprechende für dein handy. wennst ein desire hast solltest keine rom draufgeben die fürs gs gedacht ist.

Checksummen

Ich bin gerade dabei diesen Mod auszuprobieren. Bis jetzt habe ich mit anderen ROMs nur gute Erfahrungen gesammelt.

Da ich nirgends Checksummen für die .zip-Files gefunden habe, habe ich die Dateien jeweils zweimal heruntergeladen und überprüft ob die Summen noch übereinstimmen.

Für alle die es probieren möchten, ohne Angst um ihr Telefon haben zu müssen hier die MD5-Checksummen:

8c1a6b3d5f54942cb14628fe1148c068 *DeFroST_6.0h_.zip

f4f0bad3f53b2d973aa7a9b735e9ec14 *32.49.00.32U_5.11.05.27.zip

Viel Spaß!

Cyanogen hat noch ein gefühltes Tausend an anderen Tweaks/Verbesserungen, schade, dass hier grad Bootanimation and ADW (der eigentlich nix mit CM zu tun hat) angeführt wurden.

Ich kanns nur jedem empfehlen, der will, dass sein Telefon genau das tut, was er will, und genauso aussieht, wie man es mag.

Wenn du den Text etwas genauer gelesen hättest ;-) wäre dir aufgefallen, dass da extra steht, dass der ADW Launcher auch seperat aus dem Market beziehbar ist (also kein Einzel-Feature von CyanogenMod ist). Zudem werden ein paar andere Verbesserungen genannt (Musik am Lockscreen, Codecs, Inkognito-Modus, Kameraanwendung...).

Hab mir auf mein Galaxy auch Froyo draufgspielt, dann gerootet und noch diverse Programme und UI Modifikationen draufgeklatscht. Macht richtig Spass sowas.
Jetzt hab ich eine personalisierte UI ganz nach meinen Ansprüchen. Kann ich nur jedem empfehlen, der ein bisl tüfteln will, und es is wirklich "watschnafoch".

mit was hast es gerootet?

ich such noch a einfache lösung ohne sdk

Ich kauf mir erst ein neues Phone

wenn ich damit meinen Espresso brauen kann! Telefonieren, Kaffee trinken und rauchen - GEIL !

alter...

da werde groß "android-hacks" im titel angepriesen, und dann wird grade mal über die rootshell und cyanogenmod geschrieben.

schwach.

Mal abgesehen davon, dass es natürlich auch noch um einiges mehr als nur die zwei Sachen geht: Aber dieser Spannungsbogen steht exakt so in der Unterüberschrift. Wer es nicht mal schafft diese zu lesen, sollte sicherheitshalber sowieso die Finger von Hacks aller Art lassen ;-)

bla

eine (root-)app oder eine custom firmware zu installieren ist kein "hack", auch wenn sich gewisse blogger oder "power-user" das gerne einreden möchten.

ich war trotz unterüberschrift noch optimistisch dass etwas interessantes dabei sein könnte, leider komplette fehlanzeige.

Der Artikel war halt an Leute wie mich gerichtet...

...nämlich Smartphone-Einsteiger.
Und für mich war er sehr aufschlußreich!

Für Überchecker wie Dich gibt's sicher besser passendes in den entsprechenden Foren.

natürlich

meine kritik richtet sich auch an die überschrift.

Eine Überschrift ist eine Überschrift und kein Roman, insofern immer verkürzt, weil halt in ein paar Worten nur soviel reinpasst. Aber noch mal: In der Unterüberschrift hättest du exakt erfahren können, worum es geht - auf den ersten Blick. insofern sag ich mal: entweder hast du nicht vernünftig gelesen, oder du beschwerst dich einfach gern ;-)

Eine Frage

Dem Gerücht nach dass
google heimlich Apps und
Daten auf android handys
speichern kann ohne dass der
Besitzer etwas davon
mitbekommt dann würde es
auch gehen das google einen
Root zugang bekommt und
dann ein komplettes Backup
mit allen persönlichen Daten
und Cache! Oder hab ich in
dem Artikel was falsch
verstanden?

der Android Sourcecode ist von der ersten bis zur letzten Zeile einsehbar.

Lad ihn dir runter, schaus dir durch
GRAD bei Google/Android ist man wie bei keiner anderen Software gegen derartige Hacks gesichert.

Wo genau liest Du das

im Artikel?

Das google heimlich Apps
insultieren kann war in einem
alten Artikel zu lesen bin mir
aber nicht sicher ob es hier im
Standard zu lesen war oder
doch wo anders

Sie können - theoretisch - Apps installieren, aber nicht heimlich, wie bei jeder anderen Anwendungsinstallation würdest du darüber informiert werden.

Weiß jemand, wie man bei Android die Telefonierfunktion deaktivieren kann?

Ich halte die für völlig unnötig. Ich will niemanden anrufen und auch von niemandem angerufen werden. Völlig unnötig, dass Android diese Funktion überhaupt bietet.

falls die frage ernsthaft war

ich find sie gut - denn was wenn ich diesen pda (es ist kein telefon - es ist ein pda mit telefoniermöglichkeit) im ausland zum navigieren einsetzten will, oder den taschenrechner brauche, oder ich mir sprachnotizen aufzeichnen will....

dann möcht ich vieleicht das roaming abschalten.

und das geht so:

Einfach folgende "Nummer" "anrufen"
*#*#4636#*#* (bzw. als Vanity: *#*#INFO#*#*)

Auf Telefoninfo gehen, und ganz unten den Button
"disable Radio"

einschalten.

Ach ja, das hat nicht zur folge, dass ich nicht mehr radiohören kann - das kann ich durchaus!

Alternativ kann man natürlich einfach den Flugmodus einschalten - jedoch ists dann auch mit Wlan und Bluetooth vorbei....

Ja, das nennt sich Sim- Hack und geht so:

1. Android runterfahren
2. Klappe öffnen
3. Akku entfernen
4. Sim Karte entfernen
5. Akku einsetzen
6. Klappe schliessen
7 Android hochfahren

ja.

ein iphone kaufen und es wie im werbespot angezeigt halten.

Einfach den Daumen oder Zeigefinger links unten fest auf den Rahmen des Geräts pressen...

..ach moment, das war was andres

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