STANDARD-Interview

Robert Menasse: "Häupl verdient unseren Applaus nicht"

1. Oktober 2010, 18:56
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    foto: standard / corn

    "Ich finde, dass sehr viele Häuslbauer-Häuser viel weniger ins Landschaftsbild passen als ein Minarett. Aber hinter dieser Diskussion steht eine Kampagne gegen Sündenböcke": Robert Menasse.

    Zur Person:
    Robert Menasse (56), geboren in Wien, hat sich als Schriftsteller wiederholt zu Österreich geäußert.

     

Der Romancier und Essayist hofft auf einen massiven Stimmen­verlust für Wiens Bürgermeister

Nur dann gäbe es eine Chance auf Veränderungen – und eine rot-grüne Stadtregierung. Mit Robert Menasse sprach Thomas Trenkler.

STANDARD: Lassen sich aus dem Ergebnis der Steiermark-Wahl eigentlich Schlüsse ziehen - auch hinsichtlich der Wahl in Wien am 10. Oktober?

Menasse: Es wäre alles viel einfacher, wenn man sich von Floskeln befreien - und die Wahrheit sagen würde. Die Wahrheit ist: Die SP hat die meisten Stimmen erhalten und ist die Nummer Eins. Überall auf der Welt nennt man eine solche Partei Wahlsieger. Die VP hingegen hat nach ihren Erdrutschverlusten bei der letzten Wahl noch einmal Stimmen verloren. Eine solche Partei nennt man gemeinhinVerlierer. Die Freiheitlichen sind nun in der Landesregierung. Das hat man hinzunehmen - und das muss man auf eine Weise tun, die nie in den Geruch kommt, dass man mit ihrem Rassismus und ihrer militanten Xenophobie sympathisiert. Und die Grünen haben ein bisschen dazu gewonnen. Eine solche Partei würde andernorts als stabil, im leichten Aufwind befindlich bezeichnet werden. In Österreich nicht. Hier nennt man den Sieger angeschlagen, den Verlierer sensationell erfolgreich. Den stabilen Grünen prophezeit man den Untergang, und die Partei, die jene zehn Prozent faschistoide Charaktere repräsentiert, die es in jedem Land gibt, heißt bei uns „Königsmacher" - als hätten wir so ein Unding wie eine autoritäre Kurfürsten-Demokratie. Das ist eine völlige Verzerrung der Realität.

STANDARD: Der Wiener Bürgermeister Häupl hat aber davor gewarnt, die FPÖ als Königsmacher zu hofieren.

Menasse: Klingt gut. Ist aber auch eine Verzerrung und Verschleierung der Wahrheit. Häupl warnte seine Parteikollegen in der Steiermark davor, mit den Freiheitlichen zu koalieren, und empfiehlt eine Koalition mit der ÖVP. Jeder Antifaschist wird reflexhaft sagen: „Das ist vernünftig." Aber was ist Häupls wirkliches Interesse? Er hat, ohne das Wiener Wahlergebnis abzuwarten, bereits ein Bündnis mit der Wiener ÖVP geschlossen, und angekündigt, mit den Grünen nicht einmal Gespräche führen - er legitimiert über die Bande der Steiermark seinen eigenen undemokratischen Geheimpakt mit der ÖVP als vorbildlich, ja als Antifaschismus! In Österreich ist alles so verzerrt, dass nicht einmal der Satz „Bitte nicht mit der FPÖ" unseren Applaus verdient, weil er eine Vernebelung mit dem Gestus der Selbstbeweihräucherung ist.

STANDARD: Die Freiheitlichen dominieren den Wahlkampf mit ihrer Offensive gegen Minarette, die in einem Videospiel zerstört werden können. Werden Moscheen zu einem Hassobjekt wie vor 72 Jahren die Synagogen?

Menasse: Man sollte das nicht vergleichen. Man müßte, mit der Geschichte der Aufklärung und den Erfahrungen der Katastrophen des 20. Jahrhunderts im Hinterkopf, über religiöse Symbole insgesamt diskutieren. Was ist Religionsfreiheit? Ein Menschenrecht. Gut. jetzt könnte man sagen: Jeder kann seine religiösen Symbole verwenden und zeigen. Und wenn schon Kaiser Franz Joseph imstande war, in Wien eine Moschee mit Minarett zu bauen, dann werden wir in einer höher entwickelten Demokratie doch nicht hinter diesen Stand zurückfallen. Man könnte aber auch sagen: Religionsfreiheit betrifft als Menschenrecht das Privatleben. Was Du glaubst, geht niemanden anderen etwas an. Religionen haben daher nicht das Recht, den öffentlichen Raum zu erobern. Denn in unserer aufgeklärten Gesellschaft wollen wir keinen Krieg der religiösen Symbole. Das heißt, wir verbieten sie. Aber das hätte zu Folge, dass dieses Verbot für alle religiösen Symbole gelten müßte. Aber wer will allen Ernstes sagen: Wir verbieten Kreuze, Kippá, Kaftane, Sikh-Turbane, Kopftücher, Davidsterne, Mönchskutten, Kirchtürme und so weiter, und klarerweise auch Minarette. Den gibt es aber nicht. Statt den Freiheitlichen nachhechelnd zuzuschauen, müsste man das kommunizieren.

STANDARD: Sie persönlich stören also Minarette nicht.

Menasse: Ich finde, dass sehr viele Häuslbauer-Häuser viel weniger ins Landschaftsbild passen als ein Minarett. Aber hinter dieser Diskussion steht eine Kampagne gegen Sündenböcke. In Krisenzeiten muss es immer Verantwortliche für die Misere geben. Die wirklich Verantwortlichen bekennen aber nicht ihre Schuld ein - sondern sagen, dass diese und jene schuld seien. Und dann kommt eben jemand, der das noch besser und radikaler formulieren kann, obwohl er selbst für die Krise gar nicht verantwortlich ist. Strache ist sicherlich nicht schuld an der krisenhaften Entwicklung der letzten 20 Jahre. Er ist bloß der Lautsprecher der Lügner, die andere zu Sündenböcken machen. Aber er ist für viele glaubwürdig, weil er ja wirklich nicht schuld ist. Obwohl er blanke Lügen verbreitet, obwohl er Volksverhetzung betreibt. Und natürlich handelt es sich um eine Herrschaftstechnik. Eine Krakeeler-Opposition wie die von Strache nützt immer dem Regierenden. Für Häupl schafft Strache eine bequeme Situation: Häupl hat ein Match, das er gewinnen wird, neben Strache sieht er selbst mit trüben Machenschaften wie eine Lichtgestalt aus, und er zieht so viel Aufmerksamkeit von der seriösen, aber ihm unbequemen Opposition ab, dass er mit ihr nicht einmal mehr reden muss.

STANDARD: Warum Ihr Angriff auf Häupl?

Menasse: Er hat irgendwo in den langen Gängen des pseudogotischen Rathauses seine sozialdemokratischen Werte verloren. Er verschenkt öffentlichen Raum an Private, zum Beispiel den Augartenspitz, oder an politische Konkurrenten, wie den Tivoli-Park. Er will eine Frau Marek zur Vize-Bürgermeisterin machen, die „mit der Keule auf Sozialschmarotzer" losegehen will, die Subventionen für Künstler und Kultureinrichtungen als „Klassenkampf" bezeichnet, die Bildung „am besten auf Deutsch" haben will, statt Mehrsprachigkeit als Kulturleistung und Chance zu begreifen, und die eine schwarze „Geilheit" annonciert, die jedes soziale Gemüt frigide macht, und so weiter. Ein Sozialdemokrat müsste dazu etwas öffentlich sagen - und nicht in Hinterzimmern noch vor der Wahl mit dieser Partei eine Koalition aushandeln.

STANDARD: Ich will Marek keineswegs in Schutz nehmen, aber sie bezeichnete das Kulturressort als „Pipifax", weil eben die Sozialdemokraten dieses als nicht wichtig empfinden - und als erstes hergeben.

Menasse: Ich glaube nicht, dass die Sozialdemokraten insgesamt so ticken. Es ist Häupl, der das Kulturressort hergibt. Er hat schon einmal die Absolute verloren und er hat es schon einmal der VP gegeben - mit dem unvergesslichen Argument, dass er mit der Kultur ohnedies nichts gewinne im Gemeindebau. Ich glaube auch nicht, dass es die einhellige Meinung in der SP gibt, nach einem Verlust der Absoluten automatisch mit der VP koalieren zu müssen. Das will Häupl.

STANDARD: Sie meinen, ihm sei das Votum der Wähler egal?

Menasse: Sicher. Die Sozialdemokraten waren stolze Kämpfer für das allgemeine Wahlrecht. Sie haben sich als die demokratische Kraft verstanden, die mit dem Stimmzettel die Welt verbessern will. Das heißt: Die Wahl war für die Sozialdemoraten immer viel wichtiger als für die Bürgerlichen, die sich ja im Besitz der ökonomischen Herrschaft wussten. Und jetzt macht gerade ein sozialdemokratischer Bürgermeister eine Wahl völlig bedeutungslos. Das ist sehr betrüblich. Denn Häupl hat folgende Situation hergestellt: Egal, ob man SP, VP, FP, die Grünen oder gar nicht wählt, man bekommt immer den Bürgermeister Häupl und die Vizebürgermeisterin Marek.

STANDARD: Was wäre Ihr Wunschtraum?

Menasse: Ich hielte es für vernünftig, wenn Häupl von den Wählern derart abgestraft würde, dass er zurücktreten müsste. Die Sozialdemokraten blieben die Nummer eins, aber Häupls Nachfolger wäre nicht an den Pakt gebunden. Nur dann gäbe es die Chance, dass die SP Gespräche mit den Grünen aufnimmt. Und wir könnten ein rot-grünes Wien bekommen, was der Geschichte, den künftigen Anforderungen und dem Lebensgefühl dieser Stadt entsprechen würde. Das wäre eine Lösung, in der die Kultur kein Pipipfax-Ressort ist. Das wäre eine Lösung, in der niemand mit der Keule auf so genannte Sozialschmarotzer losgehen würde. Zudem wäre es ein Experiment, das bundespolitische Ausstrahlung hätte. Und diese Lösung wäre so spannend, dass sie endlich einmal die Aufmerksamkeit von den Freiheitlichen abziehen würde. Also: Die einzige vernünftige Lösung ist ein großer Stimmenverlust für die Sozialdemokratie und eine Stärkung der Grünen.

STANDARD: Sie geben unverhohlen eine Wahlempfehlung ab?

Menasse: Ich gebe nie Wahlempfehlungen ab. Ich setze mich bloß mit der Realität auseinander. Ich habe nur gesagt: die Hinterzimmer-Demokratie von Häupl sollte nicht belohnt werden. Und: diese Stadt verdient eine Bürgermeisterin oder einen Bürgermeister, der in der Seele und nicht bloß in der Rhetorik weiß, was sozialdemokratische Werte sind, und mit den Grünen einen Partner, der vernünftige in-puts gibt, statt Ressentiments zu schüren - wenn Sie das eine Wahlempfehlung nennen, dann: ja, es ist eine Wahlempfehlung!  (DER STANDARD, Printausgabe, 2./3.10.2010; Langfassung)

 

Kommentar posten
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cd09
00
11.10.2010, 11:37
menasse reloaded

"Es wäre alles viel einfacher, wenn man sich von Floskeln befreien - und die Wahrheit sagen würde. Die Wahrheit ist: Die SP hat die meisten Stimmen erhalten und ist die Nummer Eins. Überall auf der Welt nennt man eine solche Partei Wahlsieger." - dieser kommentar von robert menasse anlässlich des wahlausganges in der steiermark trifft auch auf wien zu. weshalb schafft auch der standard keinen korrekten umgang mit den tatsachen? über 17% abstand auf den zweiten, das wäre umgelegt auf den lieblingswintersport der österreicher immer noch ein "herminator"-ergebnis das seinesgleichen suchen kann. man darf typen wie HCS nicht ignorieren, aber auch keinesfalls heroisieren. seine ansage war "bürgermeister" daran gemessen ist er der verlierer!

Jake Gittes
02
8.10.2010, 09:33

Lautsprecher der Lügner ....

...ist die beste Bezeichnung für Str. die ich je gehört habe.

Conrad Meyer
12
7.10.2010, 20:48
So eine Haltung führt zu

Schwarz-Blau. Wie schon einmal.

hed
01
5.10.2010, 10:32
den massiven stimmenverlust wird es wahrscheinlich geben

ob davon aber die grünen so stark profitieren werden, wage ich zu bezweifeln.

benutzername unbekannt
10
4.10.2010, 20:11
Es ist Wahlkampf

wie anhand der agressivität der postings hier unschwer zu erkennen ist.

Statt bashing wäre es vielleicht sinnvoller ein paar schnelle fragen zu beantworten und damit zu lernen, welche partei tatsächlich am besten zu den eigenen ansichten passt. Das entspannt ungemein, wirklich.
http://wahlkabine.at/

manfred666
33
4.10.2010, 19:58
http://www.henryk-broder.de/schmock_d... nasse.html

ja, meingottna, wessi-schmock gegen ösi-schmock.

warum aber der gute henryk sich über "promovierte philosophen" amüsiert, die "von der sozialhilfe leben dürfen"?? ein paar konkurrenten weniger?

hed
44
5.10.2010, 10:35
sie lesen broders

krakelereien? ein mutiger mann :-)

manfred666
00
6.10.2010, 23:28
döblinger schmock!

schreibt ein wessi, der einen ösi kritisiert, deswegen gleich "krakelereien"?
bleiben sie lieber unter sich, schmock!

kyot
13
6.10.2010, 07:38
und keiner weiß,

wie Herr Broder sich das zusammenreimt... er selbst vermutlich auch nicht, er weiß ja nicht mal, was ein Zitat ist!

miriam7
53
4.10.2010, 13:19
Er hat, ohne das Wiener Wahlergebnis abzuwarten, bereits ein Bündnis mit der Wiener ÖVP geschlossen . . .

Wieder einmal, weiß Robert Menasse mehr, als alle Anderen; sogar mehr als Häupl selbst. Warum sollte jemand, der für eine absolute Mehrheit antritt, vorab irgendwelche Vereinbarungen abschließen? Warum sollte er das gerade mit einer ÖVP tun, die in ihren Inhalten der FPÖ nachläuft und in Wien wahrscheinlich ohnehin zur absoluten Bedeutungslosigkeit abfällt?

Ich persönlich kann mir eine rot-grüne Koalition in Wien durchaus vorstellen. Aber der Verlust der absoluten Mehrheit für die SP würde keine Stärkung der Grünen, sondern nur der FPÖ bedeuten. Strache ist angetreten, um den Bürgermeister zu bekämpfen und wird sich jeden Verlust der SP auf seine Fahnen schreiben! Und Menasse's grüne Stimme wird daran absolut nichts ändern!

mother miles
03
5.10.2010, 15:38
ich kann mir auch eine rotgrüne koalition vorstellen...

...aber die spö leider nicht - aus angst, daß kronenzeitung und schwarzblau sofort das rotgrüne "wirtschaftschaosösterreichvernadererschwulenhaschtrafikausländersozialparasitenkommunisten" krokodil durchs dorf treiben.

weil sie zu feig sind irgendwas auszuprobieren und bei jeder gelegenheit mit der övp ins bett springen - entgegen aller vorwahlrethorik.

grün wählen hilft sehr wohl, ein zeichen gegen strache zu setzen, und es ist auch sehr richtig, das der verlust der absoluten mehrheit die spö zwingt, farbe zu bekennen: wollen wir weiter packeln mit den schwarzen oder eine neue option ins spiel bringen...

oder glauben sie etwa, die grünen würden mit fpö und övp in einer ampel koalieren???

nebenerwerbsposter
43
4.10.2010, 12:27
liebe redaktion,

ist das ein neues gespräch oder habt ihr einfach den von der letzten wahl wiederholt?
unterschiede sind kaum auszumachen.
note 6,0 auf der betroffenheitsskala.

urmu
59
4.10.2010, 11:40
Schon wieder Menasse

Robert Menasse hat schon 1999 Sozialistenbashing betrieben, angeblich um Rot-Grün zu ermöglichen. Herbeigeschrieben hat er jedoch Schwarz-Blau...

Doe Frank
 
02
6.10.2010, 10:23
Achtung Ironie

Ja genau, Robert Menasse der heimliche Vater von Schwarz-Blau....

Fritz Wunderlich
03
5.10.2010, 09:19

viele haben schwarz-blau herbeigeschrieben, vor allem övp-affine medien
dass menasse so einflussreich ist, und sozusagen kontradiktorisch zu seinen ansichten diese koalition herbeigeschrieben hat, ist ein meisterstück, das ich leider noch nicht gelesen habe
wahrscheinlich, weil es nie geschrieben wurde
menasse polemisierte nur gegen die anwendung des ns-begriffes, und vertrat die ansicht, wir wären noch immer oder schon wieder in der ära des austrofaschismus (das habe ich jetzt so hemdsärmelig und frei formuliert) und haider dessen proponent

manfred666
11
6.10.2010, 23:40
"haider als neuer linker..."

zur erinnerung:
r.m. hat in seinen essays der 90er gemeint, das schlechte neue wäre besser als das gute alte (alles gegen DIE sozialpartnerschaft).
erst nach dem februar 2000 hat er sich differenziert mit dem faschismusbegriff auseinandergesetzt.

vedma
13
4.10.2010, 12:22

wo denn?
zitate, einen link oder ähnliches, bitte!

debehanger
1115
4.10.2010, 01:36
"Wer das Denken nicht attackieren kann, attackiert den Denkenden!"

Immer wieder eine Wohltat, die Sprache von Robert Menasse!
Ein intelligenter, eloquenter Mensch, der von keiner Partei etc. abhängig ist, wird naturgemäß von vielen Seiten angegriffen!
Und viele Menschen sind mittlerweile derart an das allgemein übliche NLP-blabla (von Strache z.B.) gewöhnt, dass sie gut formulierte Sätze gar nicht mehr verstehen können und dementsprechend argumentfrei posten!

lilian
94
4.10.2010, 07:36
in diesem satz und in ihrem posting

liegt eine ungeheure präpotenz. zum einen sprechen sie (bzw. menasse) kritikern die denkfähigkeit ab, zum anderen meinen sie, die anderen wären zu blöd, um sie überhaupt zu verstehen. mein gott, wie muss es doch schön sein in ihrem elfenbeinturm!

systemfehler1
76
4.10.2010, 05:58
Um es mit den Worten eines wirklich großen Autors zu sagen:

Menasse hat eine große Zukunft hinter sich.

Und poklitisch hat er seine blinden Flecken.

kyot
01
11.10.2010, 01:36
Ein wirklich großer Autor!

Der Satz " xy hat eine große Zukunft hinter sich." wird ja vielen zugeschrieben!
Wer ist denn Ihrer Meinung nach dieser große Autor?
Herr K., Herr N. oder Herr T. …?

robert1002
04
4.10.2010, 10:34
Blinde Flecken hat jeder

unt die Einteilung in Wahlsieger und Verlierer teile ich auch nicht.

Aber Menasse geht ein Problem an, dass wir natürlich haben. Die Politik, wenn man es überhaupt so nennen kann, die Rot und Schwarz machen, macht Strache stark. Je länger sie so tun, desto stärker.

Man muss es nicht so drastisch formulieren wie Menasse. Aber wer da raus will hat nur zwei Möglichkeiten: Auf eine Erneuerung der SPÖ/ÖVP hoffen oder Grün wählen.

farfur2
86
3.10.2010, 23:11
Robert Menasse, schon wieder ein Ostmärker, der die Welt retten möchte

"Der Schmock der Woche"

http://www.henryk-broder.de/schmock_d... nasse.html

"Menasse hat mehr Preise bekommen als er Bücher geschrieben hat, und das ist eine Leistung, die ihrerseits einen Preis verdient, den Demel-Hawelka-Prückl-Sperl-Preis der Wiener Caféhausbesitzer."

"Zwischendurch trat Menasse als heftiger Kritiker der österreichischen Zustände auf, dabei machte sich für Jörg Haider stark, weil der das erstarrte österreichische Proporz-System aufzubrechen versprach"

kyot
00
11.10.2010, 02:05
ach, wieder mal...

...und keiner weiß,wie Herr Broder sich das zusammenreimt... er selbst vermutlich auch nicht, er weiß ja nicht mal, was ein Zitat ist!

Fritz Wunderlich
20
5.10.2010, 09:24

da verwechselt broder bewußt menasses hoffnung auf ein wiedererwachen der sozialdemokraten in der opposition nit der unterstützung der schwarzblauen

so sehr ich broders polemik und unterstellungsfähigkeit schätze, aber empiriker war er nie und des öfteren kann und will er zwischen ironischer absicht und ernst nicht unterscheiden

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