Rad in Wien

Radfahren und Parken am Wienfluss

1. Oktober 2010, 15:28
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    foto: apa-foto/thomas rieder

    3,5 Kilometer ist der neue Wienfluss-Radweg lang, gekostet hat er 5,3 Millionen Euro. Geöffnet ist er noch bis 31. Oktober und wieder ab 21. März 2011.

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    foto: christian fürthner

    Für die Eröffnung des rot-grünen Gemeinschaftsprojekts setzten sich SPÖ-Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker, Grünen-Verkehrssprecher Christoph Chorherr, SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima und Grünen-Gemeinderätin Sabine Gretner (v.l.n.r.) dementsprechend in Szene.

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    foto: wipark/michael gombkötö

    Direkt an der Kennedybrücke und oberhalb der U4-Station Hietzung wurde auch Wiens erste Fahrradgarage eröffnet. Für 1 Euro pro 24 Stunden bekommt man in dem Glasbau einen überdachten und videoüberwachten Abstellplatz.

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    foto: wipark/michael gombkötö

    Der Zugang mit dem Fahrrad durch ein Drehkreuz plus separater kleinerer Radtür ist nur mit einer Kredit-, Bankomat oder WIPARK-Karte möglich. Bei Abholung des Rads muss die gleiche Karte wieder verwendet werden.

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    foto: wipark/michael gombkötö

    Ob das Projekt Fahrradgarage an weiteren Plätzen in Wien weitergeführt wird, hängt davon ab, wie gut der Standort Kennedybrücke bei den Radfahrern angenommen wird.

5,3 Millionen Euro-Projekt verbindet Auhof mit Verkehrsknotenpunkt Kennedybrücke - Benützung nur bei Tageslicht - Auch erste Fahrradgarage Wiens eröffnet

Reges Interesse herrschte auf und unter der Kennedybrücke, die den 13. mit dem 14. Wiener Gemeindebezirk verbindet. Jede Menge rot-grüne Stadt- und Gemeinderäte erschien gut eine Woche vor der Wien-Wahl, um den neuen Wienfluss-Radweg zu eröffnen. Allerdings verzögerte sich der offizielle Fototermin etwas, weil sich auch ein Bezirksfunktionär der ÖVP ins Bild drängen wollte - wogegen die Funktionäre von SPÖ und Grünen protestierten, weil sich die ÖVP gegen das 5,3 Millionen Euro-Projekt stets quergelegt habe.

Nach kurzen Diskussionen konnte aber der offizielle Akt begangen werden. Auf der 3,5 Kilometer langen Strecke kann nun abseits vom Autoverkehr direkt von Auhof bis zum Verkehrsknotenpunkt Kennedybrücke (U4-Station Hietzing) auf vier Metern Breite geradelt, gelaufen und gegangen werden. Der neue Geh- und Radweg im Wienflussbett ist mit den wichtigen Brücken bzw. Radrouten verknüpft. So gelangt man vom Hackinger Steg, von der Rampe St. Veiter Brücke (Höhe U4 - Ober St. Veit), dem Steg Astgasse und von der Kennedybrücke beim Hadikpark zum Wienfluss-Radweg.

Benützung nur mehr bis 31. Oktober und bei Tageslicht

Aus Sicherheitsgründen ist die Benützung des auch als "Wiental-Highway" bezeichneten Wegs nur bei Tageslicht sowie zwischen 21. März und 31. Oktober möglich. Einer der Gründe ist, dass der Wienfluss bei starken Regenfällen in kurzer Zeit sehr stark ansteigen kann. "Das passiert zwar nur wenige Male im Jahr", erklärte SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima. "Aber wenn der Fluss in zehn Minuten um einen Meter steigt, kann das gefährlich werden."

Daher wurde in Auhof eine Warte errichtet, von wo aus die Wettersituation beobachtet wird. Im "Notfall" fahren dann Mitarbeiter den Radweg ab und fordern die Benutzer auf, die Strecke zu verlassen. Auch die Schranken an beiden Enden des Wegs werden in einer solchen Situation geschlossen.

Verlängerung bis zum Naschmarkt schwierig

Ob das Projekt, das als "Teil 1 des Wienfluss-Radwegs" bezeichnet wird, noch weiter in Richtung Zentrum geführt werden könnte, wurde sowohl von SPÖ- als auch von Grünen-Seite weder dementiert noch bestätigt. Ein Problem seien die langen Unterführungen ab dem Bereich Meidlinger Au, sowie dass der Wienfluss immer schmäler werde. Auch die denkmalgeschützten Otto Wagner-Brücken müssten mit aufwändigen Konstruktionen versehen werden. Das alles würde zu extrem hohen Kosten führen. Wenn jedoch Teil 1 sehr gut angenommen werde, würde man an Teil 2 intensiv weiterarbeiten.

Der momentane Radweg von der Kennedybrücke bis zum Naschmarkt ist zwar durchgängig, aber man muss insgesamt sieben Mal die Straßenseite wechseln. Dass der Radweg am Naschmarkt dann recht abrupt endet, ruft bei Christoph Chorherr, Verkehrssprecher der Grünen, weiterhin Kopfschütteln hervor: "Dieser Bereich hat oberste Priorität. Dort muss sicherer Radverkehr wichtiger sein als Parkplätze. Aber wie es damit weitergeht, hängt vom Wahlergebnis am 10. Oktober ab. Mit einem grünen Stadtrat würde der Radwegausbau am Naschmarkt rucki-zucki gehen."

Erste Fahrradgarage Wiens eröffnet

Im Zuge der Eröffnung des Wienfluss-Radwegs wurde auch Wiens erste Fahrradgarage am Verkehrsknotenpunkt Kennedybrücke in Betrieb genommen. Der Glasbau mit 100 Abstellplätzen gilt als Pilotprojekt. Der Preis für 24 Stunden Radparken ist ein 1 Euro, dafür werden ein spezieller Sicherheitszugang sowie Videoüberwachung geboten. Der Zugang mit dem Fahrrad erfolgt durch ein Drehkreuz plus separater, kleinerer Radtür und ist nur mit einer Kredit-, Bankomat oder WIPARK-Karte möglich. Bei Abholung des Rads muss die gleiche Karte wieder verwendet werden. 

Den Hintergrund für das Projekt erklärte Elfriede Kraft, die als Geschäftsführerin von WIPARK für den Betrieb der Garage verantwortlich ist: "Der Trend geht immer mehr in Richtung teure Fahrräder und E-Bikes und diese will man natürlich sicher verwahren." Ob das Projekt auch an anderen Standorten weitergeführt werde, hänge vor allem davon ab, ob die erste Garage auch tatsächlich angenommen werde.

Gespannt auf diese "Testergebnisse" von der Kennedybrücke sei man auch an der Technischen Universität Wien, wie WIPARK-Pressesprecher Wolfgang Richter erklärte: "Sollte sich dieses Projekt bewähren, sollen dort Abstellplätze für insgesamt 2000 Fahrräder errichtet werden." Auch an weiteren Feinheiten werde gearbeitet, so z.B. an Schließfächern für Ausrüstung wie etwa Helme oder Radschuhe. (mob, derStandard.at, 1.10.2010)

Kommentar posten
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Bodypainter
00
18.8.2011, 23:35
dieser radweg ist ein wunderbares beispiel dafür, wie es immer wieder potential gibt die stadt zu verbessern. er ist sehr, sehr gut!

paci
00
15.10.2010, 19:05

Evaluation nach ca. 3 Wochen: Auf dem Radhighway gacken nur die Hunde und Mütter schieben ihre Kinderwägen und in der Radparkgarage standen seit der Eröffnung ca. 3 Fahrräder. (genau Zahl weiß ichs nicht, weil ich nicht den ganzen Tag auf der Kennedybrücke stehe)

lanebbia
00
16.10.2010, 20:28

Bissi eine Fehlbeobachtung, der Radweg wird laufend benutzt, am Wochenende natürlich häufiger. Ca 1/3 Radler, ca 2/3 Rest. Habe ihn bisher ca 10 mal benutzt.

MovGP0
01
11.10.2010, 23:59
Radgarage

find ich toll. Mir wurde erst dieses Wochenende die Gepäcktasche mit Fahrradkleiung, Helm und Fahrradschuhen vom Fahrrad geklaut.

Videoüberwachte Fahrradabstellplätze sind dringend nötig.

R. Lexer
00
16.3.2011, 21:09

Oder Boxen ...

Forname Nachnahme
00
5.10.2010, 00:17

"Aber wenn der Fluss in zehn Minuten um einen Meter steigt, kann das gefährlich werden."

Sorry, ich begrüße jede Aktion zugunsten der Fußgänger und Radfahrer, weil das für mich (neben den Öffis) die einzig vernünftigen Fortbewegungsarten sind. Aber eine Frage sei mir erlaubt: Wieso baut's Ihr Aungrennten Radfahrrampen, die nur die Hälfte des Jahres benutzbar sind?
Aber gut, warum wundere ich mich eigentlich? In Zeiten, wo grüne Spitzenpolitikerinnen bei Tankstelleneröffnungen Sekt (Prost Eva!) schlürfen, darf ich wohl auch nicht allzu viel Umweltbewusstsein von den sich selbst dazu für berufen erklärenden verlangen ...
(Sorry - absolut schwachsinniger Satz ...)

mmxmmx
00
19.10.2010, 18:11

Der Weg ist sogar mit einem Geh- und Radweg-Zeichen beschildert, also somit ein öffentlicher Weg ohne eingeschränkte Nutzungszeiten. Ob sich das mit den ausgehängen Zeiten des Magistrats "sticht"? Oder wird das Zeichen dann abgedeckt?

walter ast1
 
00
12.10.2010, 15:01

Das Allerallerwichtigste ist, den Autofahrern nichts wegzunehmen. Deswegen kann keine Fahr- oder Parkspur für Radfahrer freigegeben werden, was natürlich billiger wäre.
Politisch lässt sich das offenbar nicht machen. Darum sind Radwege oft solche Megaprojekte.

immer schön freundlich
02
4.10.2010, 16:27

bitte erklärt mir, welche Radfahrerinnen die Fahrradgarage nutzen werden. ich wüsste nicht, warum ich dort mein Rad dort reinstelle. Soll ich von Auhof zur Kennedybrücke radeln und dann mit der U-Bahn weiter in die Stadt fahren? Ich verstehe es nicht!

an die Redaktion: die von ihnen genannte "Warte", die errichtet wurde und wo man aufpasst, ob Hochwasser kommt, ist Teil des Hochwasserschutzes in Wien, exisitert seit über 100 Jahren und hat ursächlich genau gar nichts mit dem neuen Radweg zu tun. So wie es geschrieben ist, liest es sich, als wäre diese Warte eigens zum Schutz der Radfahrer errichtet worden.

human ic
01
4.10.2010, 17:36

kannst auch von purkersdorf dorthin radeln und dann die ubahn nehmen. vielen ists radln in der stadt zu stressig.

Grüner Baum DVC
 
00
4.10.2010, 11:43
Schönes Projekt

es ist ist echt gut, dass diese fläche nun intelligent genutzt werden kann.

Ich bin sicher der Radweg wird gut ankommen, und die Radgarage wird - wenn ich die Postings hier lese, auch angenommen werden. Dass die öffnungszeiten aus Haftungsgründen eng gesteckt sind ist schade, aber im alltag kaum relevant.

rote Lola2
02
5.10.2010, 06:58

ich weiß schon daß es für viele nicht relevant ist daß, wenn ich in der früh in die arbeit fahren möchte, der radweg noch gut eine stunde gesperrt ist. und ab 31 oktober fahren wir dann halt wieder mit dem auto? ich halt`s für ziemlich verfehlt...

Chocoholic
00
3.10.2010, 19:34
Gut zu sehen, daß man so viel geld ausgibt, um erst Recht

Wieder nur mini ständer zu montieren. Warum nicht die von amsterdam?

Kaktus
00
4.10.2010, 16:08

Stimmt, für teure Felgen sind diese Ständer unbrauchbar.

Forname Nachnahme
10
5.10.2010, 00:24

Wenn Du es Dir leisten kannst, über teure Felgen nachzudenken, verstehst Du sowieso prinzipielles nicht ...
Pack Dein teuer-befelgtes Rad auf den Ferrari und fahr nach Maranello! Wird den Italienern zwar auch wurscht sein, aber wenigstens müssen wir Dich hier nicht mehr lesen!

Kaktus
00
9.10.2010, 15:29

Ich kann sogar über teure ganze Räder nachdenken. Und mein Luftferrari hat leider keinen Dachträger.
Angesehen davon brauch ich ihn gar nicht, weil ich in der Stadt mit dem Rad ohnehin schneller bin.
Zu Radständern: http://www.argus.or.at/info/rad-... -bewertung

speedbrain
10
5.10.2010, 09:33
bitte nicht!

sonst lesen wir dann hier:

... und in maranello ist ein radl umg´fallen.

lasst doch den chinesen, was den chinesen ist!

Frank der Grosse
01
3.10.2010, 16:29

Schade, dass sie nicht die Gelegenheit genutzt haben, eine Citybike-Station in Hietzing zu errichten. Der nächste ist in Schönbrunn, eine Ubahn-Station vom neuen Radweg entfernt...

paci
00
15.10.2010, 19:09

Das wäre sinnvoll gewesen. Und noch weitere im Bezirk, da Hietzing für die Rathausangestellten in der Nacht nicht mehr zu existieren scheint. (Streichung Nightlines)

Kaktus
04
3.10.2010, 12:44
Wieso so weit draußen?

Der neue Radweg ist ja fein, aber mE am falschen Fleck. Denn der Großteil des innerstädtischen (Rad)verkehr spielt sich ja innerhalb der Kennedybrücke ab. Ab dort ist man als Radfahrer zwar umweltfreundlich und ressourcensparend unterwegs, aber leider noch immer ein Verkehrsteilnehmer 2. Klasse.
Also bitte bald verlängern oder eine Autospur als Radweg umwidmen.

Waldrausch
00
4.10.2010, 14:23
weil sich

der Radverkehr in Zukunft auch in den Randbezirken abspielen soll

soziales netz
00
3.10.2010, 03:25

öffnungszeiten

nur mit einer Kredit-, Bankomat oder WIPARK-Karte möglich

Öffentlicher Raum!!!

schon mal was gehört davon???

Schwarzkappler
01
3.10.2010, 13:02

Dann kett´ dein Radl halt an eine Laterne an.

dajonny
11
3.10.2010, 11:40

Sie wollen ihr Fahrrad also wirklich an einem öffentlichen Raum abstellen - hängen sie es also wo draußen an, hindert sie ja niemand - ich will mein Rad gut verwahrt wissen, und das funktioniert anscheinend nur so, dass eben nicht jeder (öffentlicher Raum, gell) Zugang hat!

fake vomit inc.
00
3.10.2010, 07:27
bitte um einen anderen vorschlag,

wie man die sicherheit in so einer fahrradgarage garantieren soll.

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