Ubuntu 10.10: Maverick Meerkat in der Zielgerade

1. Oktober 2010, 09:09
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Release Candidate als letzte geplante Vorversion veröffentlicht - Neuer Installer und eigenen Netbook-Interface

Etwas außerhalb des gewohnten Rhythmus soll die kommende Generation der Linux-Distribution Ubuntu veröffentlicht werden: Mit der Freigabe am 10.10.10 will man allerdings nicht nur Zahlen-Nerds erfreuen, das Update soll auch wieder so manche Neuerungen für die Software mit sich bringen. Wer sich davon schon vorab einen - bis auf letzte Bugfixes - praktisch vollständigen Überblick verschaffen will, hat mit dem jetzt veröffentlichten Release Candidate nun die Chance dazu.

Installation

Eine der größten Neuerungen zeigt sich dabei gleich beim Einrichten des Systems, hat man doch den von Ubuntu genutzten Installer vollständig umgestaltet. Dadurch sollen nicht nur heikle Aufgaben wie die Aufteilung der Festplatte einfacher werden, der gesamte Vorgang soll flotter vonstatten gehen, da das Einspielen der Pakete noch während der Konfiguration vorgenommen wird.

Look

Neben weiterem Feinschliff am - mit Ubuntu 10.04 ja vollständig neu gestalteten - Look und der Aufnahme eines eigenen Ubuntu-Schriftsatzes wurde auch das Software Center weiter überarbeitet. So übernimmt dieses nun die Aufgabe einzelne, extern heruntergeladene Pakete einzurichten. Eine weitere Neuerung ist die Einführung eines eigenen Sound-Menüs, in dem neben den Lautstärkeneinstellungen auch gleich die Steuerung des Musikplayers vorgenommen werden kann.

Unity

Eine der wohl umfangreichsten Änderungen spielt sich bei der Netbook-Ausgabe von Ubuntu ab, hier setzt man mit Unity auf ein vollständig neues Interface. Dieses soll nicht nur platzsparend sein, sonder auch das Aufspüren aktuell verwendeter Dokumente leichter machen.

Download

Ubuntu 10.10 RC kann wie gewohnt kostenlos von den Servern des Projekts heruntergeladen werden, bestehende Ubuntu-NutzerInnen können ihr System über den Aufruf von "update-manager -d" in der Kommandozeile zum Upgrade auffordern. Parallel dazu wurden auch wieder neue Vorversionen der diversen Ubuntu-Derivate wie das KDE-basierte Kubuntu veröffentlicht. (apo, derStandard.at, 01.10.10)

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