Daimler wechselt von Lotus Notes auf Exchange

30. September 2010, 14:52

Bisher wurde dafür die IBM-Software Lotus Notes eingesetzt

Der Automobilkonzern Daimler stattet mehr als 180 000 Arbeitsplätze künftig mit der Microsoft-Software für E-Mail und Zusammenarbeit aus. Bisher wurde dafür die IBM-Software Lotus Notes eingesetzt. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit geringeren Kosten. "Wir gehen von signifikanten Effizienzgewinnen aus", erklärte Daimler-Sprecherin Helen Däuwel. "Komplexität und Kosten des IT-Betriebs können durch die Nutzung von Standardprodukten in einer durchgängigen und einheitlichen Umgebung signifikant gesenkt werden." Der Endanwender erhalte gleichzeitig neue Möglichkeiten für eine flexible, standortübergreifende Zusammenarbeit.

Das Thema Cloud

Die Microsoft-Plattform mit den aktuellen Versionen von Office, Exchange Server und SharePoint ermöglicht den Austausch und die gemeinsame Zusammenarbeit an Dokumenten. Integriert sind das Instant Messaging für die direkte Kommunikation zwischen Mitarbeitern sowie Web-Konferenzen. Den Aufbau der erforderlichen Infrastruktur übernimmt ein noch nicht genannter Service-Provider auf der Grundlage einer sogenannten Private Cloud.

Beim Cloud Computing werden IT-Dienstleistungen aller Art je nach Bedarf aus dem Netz bezogen und abgerechnet. Eine Private Cloud wird über das Intranet eines Unternehmens eingebunden. Die Entscheidung von Daimler zeige, "dass das Thema Cloud in den Unternehmen angenommen wird", erklärte der Microsoft-Geschäftsführer in Deutschland, Ralph Haupter.

Im Software-Bereich der sogenannten Groupware hat Microsoft Exchange in den vergangenen Jahren Marktanteile hinzugewonnen. Nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens Techconsult hat Microsoft weltweit einen Anteil von 61 Prozent. Die IBM-Technik Lotus Notes/Domino wird demnach von 21 Prozent genutzt.

Weitere Anbieter sind Novell mit Groupwise und Google mit seinen Web-Anwendungen. Auf einer Konferenz von Microsoft mit Partnerunternehmen sagte ein Teilnehmer am Donnerstag in Darmstadt, IBM habe es verpasst, Lotus Notes sinnvoll weiterzuentwickeln.

Abhängigkeiten

Eine IBM-Sprecherin sagte, das Unternehmen äußere sich nicht zu Wettbewerbern oder Entscheidungen von Kunden. Der für das Lotus-Geschäft zuständige IBM-Manager Stefan Pfeiffer erklärte jedoch in einer "persönlichen Stellungnahme» im Firmenblog: "Wir in der IBM halten die Entscheidung für Exchange (natürlich) für falsch."

Microsoft zwinge die Kunden "in eine schwer umkehrbare Abhängigkeit" von der eigenen Technologie, während IBM auf Offenheit setze. Auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft werde Lotus Notes/Domino weiter modernisiert, betonte Pfeiffer und schrieb: "Rückschläge werden wir dabei zu verkraften wissen." (APA/dpa)

 

Link

Microsoft

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2
(°)(°)
00
5.10.2010, 00:44
Notes

war vor 8 Jahren schon ein echtes Dreckstool.
Kann mir nicht vorstellen dass sich das verbessert hat.

Seit ich Apple mail und iCal verwende kann ich mir aber auch nicht vorstellen dass Outlook da eine grosse Verbesserung darstellen soll.

Von dem was Exchange am SMTP verbricht wollen wir gar nicht reden...

typeOneg
50
1.10.2010, 13:42
unverständliche entscheidung

also ich kann die entscheidung nicht nachvollziehen. gerade abe der version 8 hat notes/domino einen riesen schritt gemacht.

außerdem ist der vergleich notes/domino mit outlook/exchange ein vergleich zwischen äpfel und birnen.

ich hab' als domino-admin beim letzten releasewechsel 9 domino-server in 2 abenden auf die neue version hochgezogen. ich möchte nicht wissen, wie lang sowas bei 9 exchange-servern gedauert hätte. 2 monate?

just my 2 cents

leaping frog
15
1.10.2010, 10:18
ich hasse wirklich 2 programme

lotus notes
und
autocad

wobei ich mit autocad schon sehr lange nicht mehr gearbeitet habe. vielleicht hat sich was geändert. ;-)

ich muss leider hier eingestehen, dass outlook incl. exchange, bis jetzt das beste produkt ist, welches ich testen durfte. hoffentlich wird thunderbird eines tages ähnlich gut sein.

leider ist lotus notes nur fricklware.

isso
133
30.9.2010, 21:19
das ist ja wieder einmal

eine richtig gute Idee. Die werden sich wundern. Aber Geld spielt ja keine Rolle.
Ich habs anders rum gemacht:
IE gekickt (vor 6 Monaten)
Outlook Exchange (vor 4 Monaten) Lotus 8.5.2, das rockt :-)
Office 2010 deinstalliert und auf Symphony umgestiegen: gegen alle Unkenrufe: no problem at all.
Nachdem mein PC wieder einmal geschwächelt hat: Mac gekauft. Installationszeit inklusive Firefox und Lotus/Symphony: 10 Minuten. Nach 20 Jahren PC:
Ich hab so eine Freude, ehrlich!

Deserteur
02
2.10.2010, 00:31
Wäre kein schlechtes Drehbuch für einen Anti-MS-Werbespot!

Mister MS-Spießer (Brille, Anzug, Krawatte, leicht dicklich) wirft sein altes Equipment in einem Wutanfall aus dem Fenster und holt das neu angeschaffte aus den Kartons - während junger studentischer Typ lässig im Türrahmen lehnt und zusieht...

Klingt wie ein erlösender Befreiungsschlag nach Jahren aufgestauter Frustration und Aggression!
Ist ihre Entscheidung eher religiösen oder ideologischen Ursprungs?

Und sie hoffen jetzt auf Nachahmer auf Grund ihrer Vorbildwirkung?

bob langer
00
1.10.2010, 11:27
sie lassen

lotus auf mac laufen?

masochist?

Freund der schönen Künste
02
1.10.2010, 10:29
ich würde an deiner stelle schnell mal zum arzt gehen

Ein Mann der alten Schule
01
1.10.2010, 10:24
wieder einer den's erwischt hat...

die ersten nebenwirkungen sind schon bemerkbar

chrilo
03
30.9.2010, 23:00

Um das mal klarzustellen:

Du hast dir einen PC gekauft.
Du hast dir Office 2010 gekauft.
Du benutzt Outlook mit einem (deinem?) Exchange-Server.
Dann hast du das alles wegeworfen und Lotus Symphony benutzt.
Dann hat dein PC einmal geschwächelt (aus welchem Grund auch immer), also hast du ihn auch in die Tonne getreten und dir einen Mac gekauft. Da hast du Firefox und Lotus draufinstalliert, die sich genauso verhalten und ausehen wie auf deinem PC und auch nicht länger zum installieren brauchen.

"Aber Geld spielt ja keine Rolle." - Ja, für dich scheinbar nicht.

Mich würd nur der Beruf interessieren, bei dem man mit so wenig Verstand zu so viel Geld kommt. Analyst? Marktforscher? Manager einer großen Bank?

(°)(°)
70
5.10.2010, 00:40
Mich würd

im Gegenzug auch oft interessieren, warum ihr Forenschlaumeier bei all eurer hohen Intelligenz so arme Schlucker seid dass ihr anderen nicht mal ihr schönes neues Telefon gönnen könnt?

repent
 
01
30.9.2010, 22:12

Oje, ein neuer Jünger ...

Much Gatsch
00
30.9.2010, 18:59
der größte schwachpunkt

bei lotus notes im alltag ist die tatsache das mails samt attachements nicht am fileserver abgespeichert werden können. Ich hab meine ganze Abteilung dafür extra mit dem adobe 8 ausstatten müssen. (ca. 300.- pro user)
Außerdem grundeln wir bei einer version 6.5 herum und haben kein webinterface. Aber das ist eine andere geschichte *g*

Pipa Arrabali
 
00
3.10.2010, 09:30
Das geht sehr wohl: als EML-Datei

Wurde aber erst in Version 8.5.2 implementiert...

der Pinguin
 
00
1.10.2010, 19:04
sei mir nicht bös,

.. und ich habe keine Ahnung von Lotus. Aber ihr habt jetzt pro Arbeitsplatz Adobe Acrobat 8 gekauft, damit ihr mails als PDF ausdrücken könnt und so am fileserver abgelegt werden können?

Attachments werdet ihr ja so auch nicht mit abspeichern können (außer diese werden getrennt geöffnet und als PDF konvertiert).

und außerdem, es kostenlose PDF Drucker / Converter gibt es wie Sand am Meer, wieso 300 EUR / Arbeitsplatz in Adobe Software investieren?

derunbestechliche
00
30.9.2010, 18:41
Was sind eigentlich die Nachteile von Lotus Notes?

Lotus Notes hat grundsätzlich keine Nachteile, oder? Lotus Notes wäre sogar optimal um darauf CRM-Systeme zu installieren und darauf weiterzuentwickeln.

qummunismus.at
51
30.9.2010, 16:31
vom regen...

... in die traufe

q.

Matthias1
00
30.9.2010, 18:32

Alternative für große Unternehmen?

der Pinguin
 
01
1.10.2010, 19:06
Zarafa

... obwohl ich hier keine Erfahrungen mit größeren Unternehmen hab.

Mögliche Clients:
- Outlook (nativ - keine Syncerei)
- Thunderbird/Lightning

Verhält sich wie ein Exchange, passt sich auch gut in AD Strukturen ein, läuft aber serverseitig unter Linux. - Geringe Lizenzkosten.

qummunismus.at
10
30.9.2010, 19:09
email und calender trennen...

cyrus email server. drei server reichen fuer 40000 mailboxen.

getrennt dazu ein caldav basiertes calender system. z.b. davical. (laesst sich mit entsprechenden hardwaer einsatz redundante postgres server und entsprechend viele frontents) sicher auch fuer einige zigtausend user skalieren..

dazu ein intranet wiki... und fertig ist die loesung.

grosser vorteil: keine abhaengigkeit von proprietaeren loesungen. => freiheit fuer die zukunft => viel geld und nerfen sparen.

q.

bob langer
10
1.10.2010, 11:31
man kann

über M$ lästern was man will.

outlook ist definitv ein must have

das sage ich als user....es gibt fast nix was das net kann-was ich brauche....

kalender und mail trennen ist der falsche weg.

outlook mail, schedule usw war frickleware....erst als es in der office 97 zusammenkam machte es sinn...
der große step kam mit outlook 2003 das war unschlagbar.
ich habe von eudora, pegasus tbird schon mal alles probiert...
notes habens in der firma als playground gehabt aber wieder verlassen....

na .... die meisten, die über outlook als werkzeug lästern habens nie (mail ausgenommen) ernstahft genutzt

eolith421
11
30.9.2010, 21:14

Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese zusammengesetzte Lösung erstens einen geringeren Verwaltungsaufwand hat als Lotus Notes oder Exchange und zweitens, dass diese Lösung eine nahtlose Integration von Mails, Kalenderdaten und Kontakten mit einem Smartphone ermöglicht oder ganz zu Schweigen über ein benutzerfreundliches Webinterface verfügt. Daher sind diese Lösungen für große Untenehmen völlig uninteressant.

qummunismus.at
20
30.9.2010, 22:36
falsch

das trifft eventuell auf kleinere unternehmen zu die sich keine eigene IT leisten koennen. die brauchen ein kleines rundes system wo alles integriert ist. groessere unternehmen koennen es sich leisten jemanden abzustellen der das system auf die eigenen beduerfnisse anpasst und die komponenten entsprechend integriert. die haben meist ohnehin soviele legacy anwendungen dass sie das eh schon machen muessen: blos mit freien und offenen loesungen funktioniert das mit VIEL weniger arbeitsaufwand als mit den all in one produkten....

q.

der Pinguin
 
00
1.10.2010, 19:10
du hast schon recht, aber

dann kommt... Integration ins AD, Freigabe von Kalender für andere User. Delegieren von Aufgaben an andere Mitarbeiter, Synchronisation mit mobilen Geräten (geht ja teils über SyncML, aber dies ist ja quasi tot). Gemeinsame Kontakte, Berechtigungssystem für Kontakte (wer darf wo was lesen, schreiben), Einbindung der Groupware ins CRM, ERP, etc, etc...

glaub mir, ich hab schon vieles versucht und gesehen, das bringst mit einer einfachen *DAV Lösung nicht Enduserfreundlich hin und es läuft nicht gut.

Dazu eben das Problem mit dem Kontakten (eigene, gemeinsame, div. Listen).

qummunismus.at
00
1.10.2010, 21:13
funktioniert mit openldap...

... und kerberos ganz gut.

q

typeOneg
00
1.10.2010, 20:02
und genau da....

...trumpft notes/domino ganz groß auf und steckt MS in den sack.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.