Bücherei Wien sattelt um: Virtuelle Bibliothek für digitale Medien

30. September 2010 13:37
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    Foto: votava

    Die "Virtuelle Bücherei"

2.300 (Audio-)Bücher und Zeitschriften verfügbar - Service kostenlos - E-Books nach zwei Wochen nicht mehr zu öffnen

Die Büchereien Wien haben den Sprung ins Internetzeitalter gewagt: Unter dem Titel "Virtuelle Bücherei" bieten die Einrichtungen nun vorerst 2.300 digitale Medien - Bücher, Audiobücher und Zeitungen - zum Herunterladen an. Der Service ist kostenlos und rund um die Uhr verfügbar, allerdings benötigen Nutzer eine Büchereikarte. Das gewünschte Medium kann nach dem Download sofort geöffnet oder abgespeichert werden. Die E-Books sind auch auf E-Book-Readern lesbar, die E-Audiobücher können auf MP3-Spielern angehört werden.

Tagesaktuell

Nach zwei Wochen lässt sich das E-Book allerdings nicht mehr öffnen und wird für den Leser somit unbrauchbar - die klassische Rückgabe und gegebenenfalls Mahngebühren entfallen somit. Ab diesem Zeitpunkt steht das Buch wieder anderen Nutzern zur Verfügung.

Einen Schwerpunkt des derzeitigen Bestandes bilden Ratgeber zu Beruf und Karriere, aber auch Reiseführer und Sprachkurse, sowie die tagesaktuellen Ausgaben von "Der Spiegel" oder der "FAZ" sind im Angebot. Der Bestand der virtuellen Bücherei wird dabei laufend erweitert. "Es ist ein zeitgemäßer Service für eine Generation, für die digitale Medien selbstverständlich sind", freute sich Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch am Donnerstag. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 67
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B.M.2
12.11.2010 15:30
So ein Unfug!

Wenn ein Dokument in digitaler Form auf einem Server vorliegt, kann ich es jederzeit Millionen Menschen gleichzeitig zur Verfügung gestellt werden. Die Lesegeräte, falls ein solches entliehen wird, muss dann aber wieder - ganz normal - zurückgegeben werden.

Wenn ein pdf-Dokument sich nicht mehr öffnen lässt, wird es evtl ein weiteres mal geladen. Es ist ein Versuch das Prinzip der Leihbücherei in die Verwertung zu führen.

Der Gedanke war aber ursprünglich, Menschen den Zugang zu Büchern zu ermöglichen, die ihn sonst aus finanziellen Gründen nicht haben und nur einmal vorhandene Bücher vielen zugänglich zu machen.

Das jetzt ist ein Versuch zur Informationsverwertung zu kommen.

Woodpecker
03.10.2010 15:19
www.buchdownload.cc

... zwar auch nur pdfs, Auswahl ist eher bescheiden, aber kein DRM.

Harald Nowak
01.10.2010 23:53
Jaja, das is...

...gut passend zur Qualität der angebotenen "Werke" - war grad dort und hab mir einen Überblick verschafft; ich würd sagen alles größtenteils XXX for Dummies Niveau. Ich glaub nicht dass da die automatische "Löschung" nach 2 Wochen überhaupt nötig wäre - es is wie überall: dabeisein im Internetzeitalter wollen alle, aber nur halbherzig. Wozu dann?

Franz Josef Lolinger
01.10.2010 15:54

Wahrscheinlich wird der Kopierschutz schon übermorgen von Scriptkiddies geknackt.

Bekka
 
01.10.2010 14:36
Ab diesem Zeitpunkt steht das Buch wieder anderen Nutzern zur Verfügung

???

hat die bücherei das herunterVERSCHIEBEN statt dem herunterladen erfunden?

A Voice
06.10.2010 16:50
es ist extrem

ärgerlich und wirkt (nona) sehr willkürlich, aber hat vielleicht mit Rechten zu tun? Schliesslich würde die Bibliothek bei vielfachem Verleihen ihren Buchbestand vervielfältigen...
Komplett krank finde ich, dass zu dieser depperten Sperre aber ein Vorbestellen mit Gebühr(!) "möglich ist". Da fühle ich mich schon ein klein wenig veraxxxt

macindd
01.10.2010 10:18
So werdet Ihr an DRM gewöhnt.

Und plötzlich kommt es Euch garnicht mehr komisch vor, wenn Ihr ein Buch nur noch als Bitmuster (Datei) bekommt, bei dem Euer Lesegerät jedesmal online sein und den Server des Herstellers fragen muss, ob Ihr es lesen dürft.

Flöten geht dabei nicht nur die Ergonomie und Umweltfreundlichkeit des Buches, sondern auch Eure Verfügungsgewalt über die Dinge, die Ihr gekauft habt. DRM ist ein System, Euch zu enteignen, und Ihr verwendet es, nur weils als Gratisangebot eingeführt wird. Der erste Schuss ist immer kostenlos ...

pixie1
03.10.2010 13:24
aber artgerechtes DRM

Ich geb dir prinzipiell Recht, nur bei einer Bibliothek für 18Euro im Jahr finde ich es eine passende DRM-Gewöhnung.Welcher Verlag könnte dem System sonst zustimmen, physisch entliehene Bücher muss ich ja auch zurückgeben. Eigentlich ein Verwendungszweck bei dem DRM gar nicht so schlecht ist? Die physischen Bücher die ich als Teenager aus der städtischen B. geholt hab waren übrigens auch der erste Schuss zur Lesesucht ;)

wilcox
01.10.2010 08:45

das layout muss sich bei digitalen buechern dem bildschirm anpassen.

wer will sich einen 500 seiten schmoeker am laptop antun? smartphones, ebook reader & kleinere tablets sind dazu die wesentlich bessere wahl und ich denke die werden sich auch in zukunft durchsetzen.

nur bei bildschirmen von 4-6 zoll diagonale sind pdf datein aboluter murks.

warum bieten die das nicht auch im epub format an?
denkt daran keiner oder gibt's da einfach nichts und eine konvertierung waere zu teuer?

terrance
01.10.2010 09:37

Es gibt einige ebooks in epub in der virtuellen Bücherei. Nicht wirklich viele, aber doch.

Monopoly mit Hut
01.10.2010 07:55
DRM

Man brauchte eigentlich eh kein neues Beispiel für die Absurdidät von DRM-Systemen, aber dieses ist ja noch absurder als die bisher bekannten:

* ein Buch wird kostenlos(!) zur Verfügung gestellt
* der Benutzer bekommt eine elektronische Kopie(!) des Buchs
* diese wird automatisch deaktiviert und man "erspart" sich somit das Zurückgeben [der elektronischen Kopie] und etwaige Mahngebühren
* und gleichzeitig wird anderen Benutzern verweigert, sich auch eine kostenlose Kopie desselben Buchs runterzuladen

Würde man die Bücher hingegen kostenpflichtig anbieten, dann käme sogar Geld herein und durch Verzicht auf DRM könnte man sich außerdem viel Geld ersparen.

4311503
01.10.2010 08:55

Das Buch wird aber eben nicht kostenlos verborgt, sondern man zahlt das über seine Jahresgebühr bei der Bibliothek und die wiederum zahlt dem Verlag etwas.

Monopoly mit Hut
01.10.2010 10:40

Daran ändert sich ja nichts. Es kämen nur der Kaufpreis für das eBook hinzu (>Leihgebühr), aber dafür könnte man sich die ganzen Lizenzgebühren für das DRM-Zeugs sparen.

Der Punkt dabei ist:

* Personen, die Bücher besitzen wollen, werden sie auch weiterhin kaufen und sich weder mit kopierten Büchern oder eBooks zufrieden geben.

* Personen mit wenig Geld und großem Lesebedürfnis leihen sich Bücher (und entrichten eine geringe Leihgebühr)

* Ganze Bücher werden meistens nur deshalb kopiert, weil es nur wenige Exemplare in der Bibliothek gibt!

* Personen, die das eBook einfach so kopieren, hätten es eh nie gekauft und auch nicht ausgeliehen und auf Papier kopiert.

Aber als eBook UND nicht abrufbar für andere ist einfach dumm.

und ewig hirschet dem troll
01.10.2010 00:23
schöne neue welt

nicht schlecht (herr specht), aber ob ich die bücher mit 700 seiten wirklich in 14 tagen am bildschirm lesen kann/will, ist sehr die frage

schade dass die DRM lizenzen nur 1ne !! simultane verwendung erlauben.

ich hab jetzt das buch heruntergeladen, und dann is 14 tage nix für andere leute. also max 26 leser im jahr.
von den echten büchern gibts mehrere exemplare verteilt auf die verschiedenen zweigstellen in wien, dh mehrere leser gleichzeit möglich.

aber - bei vielen medien steht in der lizenz kopieren erlaubt.
also könnte man ( wenns nicht so kompliziert wäre ) einen pool einrichten, in den kopierte files plaziert werden. .. ich weiss, die laufzeit der kopie endet dann, wenn die laufzeit der ausleihe abläuft.
trotzdem: interessant.

Von Vielen
30.09.2010 19:45

Das heißt nun also jedes Buch in welches ich auch nur kurz einen Blick reinwerfen will, wird für alle anderen Nutzer 2 Wochen lang gesperrt.

spoiled ballot
01.10.2010 06:49
eine probe kannst auch ohne anmeldung lesen

wenn du das buch ausleihst, nimmst diese eine lizenz für dich 2 wochen in beschlag.

so wie es bei einem buch halt auch ist.

das einzig schlechte am ganzen ist, dass man es nicht früher "zurückgeben" kann.

Ich bin blind und Sie....
30.09.2010 23:39
Wie es aussieht ja und komplett unverständlich

hat sicher mit Rechte-Lizenz zu tun. Schade ansonsten
genial und hoffentlich erhöhen sich bald die
Stückzahlen.

Funktioniert einwandfrei Daumen nach oben :-)

Thomas Scholz
 
30.09.2010 19:20
In Wien eine Schlagzeile wert...

gibts auch schon in Linz

http://www3.onleihe.at/linz/fron... 0-0-0.html

Digitalisierung
30.09.2010 19:05
Online-Umfrage "Digitalisierung von Literatur"

Hallo,

ich mache im Rahmen meiner Diplomarbeit gerade eine zum Thema passende Online-Umfrage zur Digitalisierung von Literatur. Würde mich über eine rege Teilnahme sehr freuen. Hier der Link:

http://digitalisierung.michaelbirkner.com/

Danke!

Monopoly mit Hut
04.10.2010 08:05

Ich habe den Fragebogen angefangen und dann abgebrochen. Auf folgenden Fragen kann man IMHO keine vernünftige Antwort geben:

* Hätten Sie die Wahl zwischen einer digitalen Version und einer gedruckten Version eines Textes, welchen würden Sie bevorzugen?

Kommt auf den Text an. Ein Faksimile der Luther-Bibel ist etwas teuer. Eine Tageszeitung lese ich gerne digital.

* Wenn Sie ein Angebot für digitalisierte Literatur in Anspruch nehmen würden, wären Sie bereit, dafür zu bezahlen? Wenn Ja: wieviel?

Kommt auf das Werk an. Wichtig ist, dass es billiger als die gedruckte Ausgabe ist und dass ich es in 10 Jahren noch verwenden kann.

badoli from Hell
30.09.2010 19:03

"Ab diesem Zeitpunkt steht das Buch wieder anderen Nutzern zur Verfügung."

Heisst das, das immer nur EIN Nutzer ein Buch lesen kann? Ein virtuelles Buch, das endlos kopiert werden kann? Krieg ich da gerade etwas nicht mit oder ist das ein extra Nutzer-unfreundliches System?

ich brauch nicht heizen ich hab einen plasma
30.09.2010 22:27

Natürlich nicht, man kann sich auch wie bei jedem gedruckten buch zu zweit davor setzen.

Der Tourist
30.09.2010 20:11

Sei doch zufrieden.

Für manche Fachbücher muß man zum Lesen zur ausleihnenden Unibiliothek reisen. Reservierung ist schon über das Internet möglich, die Lizenz des Buches ist aber an diesen einen Leseplatz gebunden.

datenbauer
30.09.2010 19:45

hört sich nach *bösembösem* DRM an. man könnte sonst nicht das urheberrecht nach punkt und komma respektieren und gleichzeitig elektronische publikationen anbieten.

Von Vielen
30.09.2010 19:43

In Österreich hat eben immer noch die Content Mafia das Sagen.

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