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Abnehmen via Internet

30. September 2010, 09:19

"iJoule"-Konzept startet in Österreich - In Deutschland bereits von Krankenkassen finanziert

Wien - An fachlicher Expertise steckt hinter dem Programm unter anderen der dänische Diabetologe Arne Astrup, langjähriger Präsident der Internationalen Gesellschaft für die Erforschung von Adipositas. Jetzt soll es nach dem Start in Deutschland auch in Österreich breit ausgerollt werden: "iJoule" - eine Internetplattform, mit der Abnehmwillige Kilos verlieren sollen. In Deutschland, so Geschäftsführer Christoph Sauermann, zahlen bereits Krankenkassen die Teilnahme.

Das ausgeklügelte iJoule-Konzept beruht auf vier Säulen - Motivation, qualifizierte Beratung, ausgewogene Ernährung und Bewegung. Was das Programm initiieren soll: Eine langfristig wirksame Veränderung des Lebensstils, um Übergewicht dauerhaft abzubauen und das erzielte Gewicht dann auch zu halten. Die neue Internetplattform soll damit eine zeitgemäße Antwort auf das steigende Problem ernährungsbedingter Krankheiten sein.

Begleitendes Expertenteam

Sauermann: "Zu Beginn macht jeder iJoule-User einen von einem Expertenteam zusammengestellten Test, der die Basis für die Erstellung eines persönlichen Ernährungs- und Bewegungsplans ist. Das eigene Verhalten und mögliche Erfolge werden in einem Tagebuch festgehalten. Darüber hinaus stehen zahlreiche Rezeptvorschläge und generelle Tipps und Tricks zur Verfügung."

Der Clou: Während des gesamten Programms ist man nie allein. Die User werden von Ernährungsberatern, Bewegungscoaches und Psychologen unterstützt und haben gleichzeitig die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. So kommt man als Teilnehmer in eine Gruppe mit Personen, die in etwa in der selben Situation wie der Betroffene sind. Via Internet können so leicht Erfahrungen ausgetauscht und gegenseitig Motivation betrieben werden. Über ein Forum kann man auch andere Teilnehmer kontaktieren.

Selbstzahler in Österreich

Sauermann: "Das Abnehmen soll nicht zur Qual werden, es soll leicht und entspannt erfolgen und vor allem nachhaltig sein." Über das eigene Tagebuch, individuellen Ernährungs- und Bewegungsplan, das Festlegen realistischer Ziele und Gruppenbeteiligung soll sich der Lebensstil nachhaltig ändern. Wichtig ist dabei auch, dass nur realistische Abnehm-Ziele angepeilt werden. Die Kosten für die Begleitung der Lifestyle- und Ernährungsumstellung betragen 36 Euro für drei Monate.

In Deutschland, wo das Programm im August 2010 gestartet wurde, ist das Konzept bereits zertifiziert und wird von allen großen Krankenkassen unterstützt. Versicherte reichen die Kosten ein und bekommen sie ersetzt. So übernehmen beispielsweise die deutschen Betriebskrankenkassen (BKK) mit 14 Prozent aller deutschen Krankenversicherten die Kosten. Sauermann: "Wir wollen auch mit der österreichischen Sozialversicherung eine Vereinbarung treffen." Immerhin entstünden in Österreich durch Adipositas pro Jahr volkswirtschaftliche Kosten von rund 1,1 Mrd. Euro.

Das Problem von Übergewicht und Adipositas ist mittlerweile riesengroß geworden. Insgesamt gelten 860.000 Österreicher als übergewichtig (36 Prozent) mit einem BMI ab 25 bis adipös (12,5 Prozent) mit einem BMI ab 30. Nur 27,5 Prozent der Bevölkerung sind regelmäßig körperlich aktiv. Adipositas führt zu einem massiv erhöhten Auftreten von Typ-2-Diabetes bei etwa 15 Prozent der Betroffenen. Es gibt in Österreich rund 500.000 Zuckerkranke. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck betreffen 46 Prozent der deutlich Übergewichtigen, auch das Risiko für Atemwegerkrankungen und Leiden des Stützapparates (46 Prozent) steigt deutlich an. Sauermann: "Und schließlich haben 47 Prozent der Bevölkerung bereits mindestens einen erfolglosen Abnehm-Versuch hinter sich." (APA)


Regression zur Mitte
 
00
3.10.2011, 20:12
lahmarschiges Advertioral

fuer eine lahmarschige app.

fertigprodukt
10
6.10.2010, 10:17

jetzt bräuchte man nur noch die wissenschaftlichen studien, die belegen, dass abnehmen das leben verlängert. die gibt es aber nicht. abnehmen verkürzt das leben, und zwar drastisch.

Petzi Petz
00
8.11.2010, 15:25
Jedes mal die gleiche Leier.

Stimmt nicht, Sie interpretieren Ihre Studien immer nach eigenem gutdünken aber halt falsch.

Im Übrigen wirds wohl am gesündesten sein, gar nie fett zu werden.

Balagan
01
1.10.2010, 13:38
Riesengrosses Problem?

Bei einer Einwohnerzahl von mehr als 8 Millionen? Und zu den 800.000 zählen ja auch die, die einen BMI von 26 haben - das sind gerade mal 5 Kilo über dem sogenannten "Normalgewicht". Ich glaube eher, dass die Profitsucht der Pharmaindustrie das riesengrosse Problem ist...

banshee o'hara
00
2.10.2010, 15:28

...bloß dass "normal" eh schon relativ lax gemessen ist

mikey01
 
20
30.9.2010, 15:58
Schöne Story

Das ist ja schon fast ein wunder. Die Krankenkassen zahlen immer weniger und da freut es mich, dass die Krankenkassen dies jetzt übernehmen!

Weiterhin ist es leider richtig, dass es immer mehr übergewichtige gibt, dass liegt meistens an unseren modernen Lifestyle und unseren Tütenfutter.

Weiterhin viel Erfolg!
Grüße,
Mike @ http://www.abnehmen-online.info

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