Rechtsextreme Szene

FPÖ-Klub entlässt Mitarbeiter

29. September 2010, 17:55

Kontakte zur rechtsextremen Szene nicht geduldet

Wien/Graz - Ein Treffen für Rechtsextreme aus Österreich und Deutschland, die sogenannte Andreas-Hofer-Wander- und Vortragswoche am steirischen Packer Stausee, hat nun für ihren Organisator, Jan Ackermeier, ein Nachspiel. Ackermeier, der parlamentarischer Mitarbeiter des FPÖ-Nationalratsabgeordneten Harald Stefan war, wurde, nachdem der Standard exklusiv über die "Wanderwoche" berichtete, von Stefan gefeuert.

Das sei "eine Reaktion darauf, dass mein Vertrauensverhältnis zu ihm beendet ist", erklärt Stefan die Auflösung von Ackermeiers Vertrag mit Ende September dem Standard.

Die Veranstalterin der Wanderwoche ist die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO), die auch Organisatorin des Dresdner Trauermarsches ist, einem der größten Treffen von Neonazis in Europa, das heuer im Februar von der Dresdner Bevölkerung erstmals durch eine Großdemonstration verhindert wurde. Während Stefan kurz vor dem Treffen vor eineinhalb Wochen noch meinte, er halte Ackermeier für einen "vernünftigen Menschen", kenne aber selbst die JLO nicht, will er seine Meinung nach einem Blick auf deren Homepage geändert haben: "Das entspricht nicht dem, wie ich politisch tätig sein will", so der blaue Nationalrat.

Darüber hinaus fühle er sich hintergangen und wolle informiert werden, "wenn ein Mitarbeiter von mir etwas organisiert". Der "Pool im FPÖ-Parlamentsklub", in dem Ackermeier für andere Abgeordnete gearbeitet haben soll, werde nun aufgelöst.

Die Woche am Packer Stausee soll laut Stefan gar nicht im ursprünglich geplanten Ausmaß mit den einschlägigen Referenten stattgefunden haben, sondern abgesagt worden sein. Es war also niemand am Stausee? "Doch, ein paar Freunde und der Herr Ackermeier", räumt Stefan ein.

(Colette M. Schmidt, DER STANDARD, Printausgabe, 30.9.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 59
1 2
dejanowitsch
00
16.10.2010, 21:50
Stimmt hier werden Sachen verdreht!

In Wirklichkeit duldet diese Partei nämlich sehr wohl diese Leute weil sonst hat sie ja bald keine mehr!
Man schaue sich einmal den "Wahlsieg" an, da ist nichts zu feiern!
Und die Jugend ist auch nicht wie erwartet zur Wahl gegangen und das Ausländer "Problem" existiert auch nur im Großen und Ganzen in den Headern der Zeitungen - die Hundstrümmerl sind ein viel ärgeres Problem!
So lustig das auch klingt!
Die Zeit der NAZIs ist nicht mehr leicht unterzubringen bis auf 4, 5 % der Leute.
Das ist auch richtig, denn es geht einem schon fürchterlich auf die Goggerln!
Und sonst können die nichts und haben nur 3 x kurz mit regiert und alles verschuldet was man nur verschulden kann.
EUROfighter, Buwog, AWD, BAWAG (auch), Hypo, Immofinanz usw...

vormariniertes Grillfleisch
 
151
30.9.2010, 12:50
...keine anderen Probleme?

Hier werden wieder Tatsachen verdreht - Qualitätsjournalismus eben.

Johnny Brainstorm
00
1.10.2010, 08:34

Waren's dort? Oder woher wissen's das?

galiontariaho
01
30.9.2010, 14:15
und welche tatsache ist da verdreht worden?

auch wenns klar ist, dass sie anscheinend keine probleme mit nähe zur neona*iszene haben...

high contrast
01
30.9.2010, 13:44

Nennen sie mir die Tatsachen wenn ich ganz lieb BITTE sage?

Herr und Frau Österreicher
 
01
30.9.2010, 11:39
unfair!

der Strache und andere haben in ihren Bubebntagen ja auch nix anderes gemacht!

Lappe ohne Rentier
00
30.9.2010, 15:49
Was heißt Bubentage?

Die machen das immer noch! Aber nicht coram publico...

Herzelichst
Ihr Lappe

trollvottel
00
30.9.2010, 15:36

Wenn ein Araberkind mit Freunden im Wald mit Sturmgewehr herumrennt und Polizistenmorde trainiert, ist das ein "Terrorcamp" ... wenn ein Jungnazi das macht, ist's nur "Paintball" und eine politische Karriere kein Problem.

Lappe ohne Rentier
010
30.9.2010, 10:47
Also die FPÖ hat bei mir ausgesch...en!

Wegen so einer Lapalie werden Kameraden gekündigt - eine Frechheit, die nach Satisfaktion rufet. Stefan, ich fordere Sie zum Biermops!

Unsere Ehre ist herzelichst
Ihr Lappe

Dr. Socrates
12
30.9.2010, 10:41
der herr ackermaier

publiziert seit jahren ganz weit rechts draußen und nimmt auch funktionen in der landmannschaft wahr.

und jetzt plötzlich stört das?

hm. entweder das ist eine ausrede für einen anderen wickel, den die zwei haben - oder der herr harald stefan ist nicht mehr lang bei der fpö.

bloody-nine
 
03
30.9.2010, 12:32
das publizieren und die aktivitäten in der landsmannschafz

waren in der fpö 100%ig bekannt und wohlgelitten.

nur in überregionalen zeitungen darf man mit solchen aktivitäten nicht landen wenn man nur ein kleiner referent ist.

da muss dann sogar ein bekannt rechtsextremer h. stefan ein bauernopfer darbringen.

Dirty Sanchez
 
00
30.9.2010, 11:32
was für Funktionen nimmt er bei welcher "Landmannschaft" wahr?

Bitte um nähere Informationen.

Dirty Sanchez
 
02
30.9.2010, 10:37
Wenn ausgerechnet ein Olympe

sich vom "Rechtsextremismus" distanziert, dann ist habe ich keinerlei Vertrauensverhältnis mehr in die Konstanten der österreichischen Politik.

monoton
23
30.9.2010, 10:26

die selbstauflösung der fpö?!

wen die alle rechtsextreme aus der fpö hinausschmeißen wollen wird keiner mehr überbleiben und dieses pack müßte dann einen weitere braune splittergruppe neben fpö, bzö, fkk bilden!

wenn diese völkermord enthusiasten nicht so gefährlich und rücksichtslos wären, dann wäre das wirklich sehr unterhaltsam

Vendettix
00
4.10.2010, 13:55
Verallgemeinerung?

die selbstauflösung der grünen?

wen die alle kiffer von den grünen hinausschmeißen wollen, wird keiner mehr überbleiben und dieses pack müßte dann eine weitere türkise splittergruppe neben Echt-Grün, Echt-Echt-Grün und Super-Grün bilden!

wenn diese utopisten ohne realitätsbezug nicht so emanzipiert und ohne Linie wären, dann wäre das wirklich sehr unterhaltsam

Mr. Bubbles
00
30.9.2010, 10:22
glaubwürdig.

hihi, jo eh.
und die grünen wollen wieder verbleites benzin in österreich einführen!

galiontariaho
05
30.9.2010, 10:02
im grunde..

hätte nicht ackermann die partei verlassen sollen, sondern harald stefan, der scheint fehl am platz in der rechtsextremen partei zu sein... :P

high contrast
01
30.9.2010, 09:53

Wow gibts denn das das sich mal ein FPÖler findet der doch nicht unbescholten, rechtschaffend und tadellos ist???

Manchmal wird halt auch bei der FPÖ einer über die Planke geschickt. Was ist mit den ganzen anderen zweifelhaften Persönlichkeiten? Ach die gibts ja gar nicht! Alle unbescholten, rechtschaffend und tadellos.

michael rot
02
30.9.2010, 09:51
Harald Stefan - Olympe

Amüsanterweise ist der arme Harald Stefan, der nun so getäuscht wurde, langjähriger Kader der Neonazi-Burschenschaft Olympia. Der Begriff Neonazi ist dabei bewusst gewählt und hält einer Klage jederzeit stand (weswegen die Olympia auch nie dagegen klagt).

Mehr zu Stefan, Olympia und Neonazis in der FPÖ u.a. in:

HJ Rosenkranz und seine Neonazis
http://www.sozialismus.net//content/... /1402/199/

Christoph Baumgarten
02
30.9.2010, 09:43
Immer diese Zufälle aber auch

Das ist wieder mal ein ganz, ganz blöder Zufall, dass so ein Mitarbeiter ausgerechnet bei der FPÖ landet. Wer hätte denn damit rechnen können ;-)
http://www.politwatch.at/stories/i... -zufaelle/

Igor Gassner
20
30.9.2010, 09:34
Ja ja demokratische Propaganda ist auch nur eine

Form der Propagada. Ich bin zwar als überzeugter Christ wahrlich kein NS Anhänger aber die Demonstartion in Dresden wurde mehr oder minder von staatlichen Direktiven und nicht von der Bevölkerung verhindert die weder an der demonstartion noch an der gegendemonstration in Zahlen beteiligt war.

sleepyc
11
30.9.2010, 09:22
und? was ist mit den restlichen burschenschaftern?

die wiener liste besteht ja nahezu ausschließlich aus solchen.

Johannes St.
 
03
30.9.2010, 08:52
die Entlassung wird wohl einen anderen Grund als die Gesinnung des Herren haben...

sonst müssten andere auch entlassen worden sein....

gm_flash
116
30.9.2010, 09:13
Dann müßte man die FPÖ auflösen

pardon!
17
30.9.2010, 00:08

lustig, dass sich dieses pack am packer stausee trifft.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 59
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.