Kochbuch

Sonne, Salz und Rauch

18. Oktober 2010, 21:22
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    foto: foodexpose/basssermann

    Räuchern. Fisch - Fleisch - Geflügel
    Gabriele Redden (Autorin), Yves Hebinger (Fotograf)
    Bassermann Verlag
    € 9,95 [D], € 10,30 [A], CHF 17,90

Ein Buch über das Räuchern von Fisch und Fleisch und die Erzeugung von Glimmrauch zuhause

Viel braucht es nicht, um die eigenen vier Wände in eine Räucherkammer zu verwandeln: etwas Holz, Räuchermehl oder bindemittelfreie Sägespäne, Räucherofen oder Räuchertonne. Sofern man die Butterbrotdose aus Aluminium opfern will, kann man auch diese zu einem Räucherofen umbauen. Bräter, Wok oder Topf erfüllen ebenfalls ihren Zweck.

Das Räuchergut bestimmt

Autorin Gabriele Redden führt in ihrem vom Bassermann Verlag neu aufgelegten Buch "Räuchern" in die Kulturgeschichte des Konservierens ein und gibt Anleitungen für das Erlernen des Räucherhandwerks. Ob kalt oder heißt geräuchert wird, bestimmt das Räuchergut. Für Tiefgefrorenes und Frisches empfiehlt Redden das Heißräuchern, für Eingesalzenes auch die Kalträucherung. Wobei letzteres im Rahmen des Hobby-Räucherns weniger in Frage kommt, da eine Räucherkammer vonnöten ist.

Räucherfehler undLösungsstrategien

Redden vermittelt den Unterschied zwischen Trocken- und Nasssalzen, das ordnungsgemäße Ausnehmen von Fischen, filetieren, pökeln, marinieren oder das Aufhängen des Räuchergutes an Schnüren und führt in die Geschichte der Lebensmittelkonservierung ein. Tabellen zu Eiweiß- und Fettanteilen in Räucherfisch, eine Auflistung von Räucherfehlern samt Lösungsstrategien, Räucher-Richtzeiten für Geflügel, Fisch und Fleisch oder Einkaufslisten dienen dem Überblick. Ein eigenes Kapitel widmet sich den gesundheitlichen Aspekten des Räucherns inklusive Auflistung der gesetzlich verbotenen Brennstoffe.

Grundrezepte und Weiterverarbeitung

Die Räucher-Grundrezepte umfassen Süß- und Salzwasserfische, Meeresfrüchte, Schweinsschnitzel, Kotelett, Schweinsbauch und -backen, Bratwürste, Ochsenschwanz, Rindsschulter, Enten- , Hühner und Putenbrust, Lammkotelett, Reh- und Hirschfilet bis zum Wacholderschinken. Für das, was sich nicht sofort verzehren lässt, finden sich im Rezepteteil Ideen für die Weitervererarbeitung.

Gemüse und Süßspeisen gibt es in „Räuchern" nicht, dafür aber Spezialitäten wie Räucherkäse, Räuchernüsse und -mandeln, Räuchereier, -salz und -kartoffeln. (tin, derStandard.at, 18.10. 2010)

Vayav indrasca
23
19.10.2010, 19:56
ich pack's ja nicht!

Man weiß doch ganz genau, wie schädlich der Rauch ist. Das Buch gehört sofort verboten, und mit ihm diese Technik überhaupt. Da müssen ja ungeheuer viele Schadstoffe drinnen konserviert sein, und überhaupt, der Räucherer selber, steckt in akuter Lebensgefahr. Jetzt haben wir gerade den Endsieg über die Raucher errungen, und jetzt kommt's ihr mit verrauchten Lebensmitteln daher. Unglaublich!

trollvottel
00
19.10.2010, 12:16

Also Selchen geht, kalträuchern nicht?

wolfetone
 
02
19.10.2010, 14:58

Man kann in Räucherkästen-, -kammern, -tonnen und - schränken sowohl heiß als auch kalt räuchern.
Es ist nur sehr diffizil in einem kleinen Räucherschrank die Temperatur über einen langen Zeitraum niedrig genug zu halten, das geht besser in einer großen Räucherkammer. Dafür brauche ich dann dort wieder eine Zusatzheizung über Strom oder Gas um die Temperaturn zum Heißräuchern zu erreichen, durch die reine Wärmezufuhr über das Rauchholz würden zuviele aggressive Stoffe frei.
MMn führt eine Räucherkammer von mit unabhängiger Hitze und Rauchzuführung von außen zu den besten Ergebnissen, aber da gibts ganz verschiedene Philosophien. Für ein paar Forellen ab und an tuts sicher einer Räucherschrank aus dem Handel auch.

trollvottel
00
21.10.2010, 17:12

Danke!

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