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München - 87 Prozent der Unternehmen planen, in den nächsten zwölf Monaten neue Mitarbeiter einzustellen. Das berichtet das deutsche ifo-Institut, das im Auftrag vom "Manager Magazin" 1.000 Personalchefs deutscher Firmen befragt hat. Das könnte ein Zeichen für die weitere Erholung des Arbeitsmarktes sein, der in Krisenzeiten von Kurzarbeit und Einstellungsstopp geprägt war. Allerdings werden immer mehr der frisch Angestellten in befristeten Verträgen arbeiten, geht aus der Studie hervor.
"Die Arbeitslosenzahlen sinken, und die Beschäftigung in der Wirtschaft steigt. Die Umfrage spiegelt einen vorsichtigen Optimismus wider", kommentiert Studienleiter Klaus Abberger gegenüber pressetext die Ergebnisse. Der Trend zu erneuten Personaleinstellungen habe in der Dienstleistungsbranche begonnen und erfasse allmählich auch die exportabhängige Industrie. "Allerdings bedeuten Neueinstellungen nicht automatisch zusätzliche Mitarbeiter. Immerhin wollen die Unternehmer zumindest freiwerdende Stellen teilweise nachbesetzen", macht der Experte aufmerksam.
Mehr Anstellungen auf Zeit
In jedem vierten Unternehmen (24 Prozent) plant man für das nächste Jahr mehr befristete Neueinstellungen als bisher, bei nur vier Prozent wird die Tendenz abnehmen. 63 Prozent der Befragten erwarten keine Änderung in der Vertragsdauer, zehn Prozent wissen es noch nicht. Dieser Gesamttrend zieht sich durch alle Branchen, wobei die stärkste Zunahme von befristeten Verträgen im verarbeitenden Gewerbe (25,8 Prozent) bevorsteht. Laut "Manager Magazin" zeigt dies, dass viele einen verlangsamten Produktionsanstieg im kommenden Halbjahr erwarten.
Der Trend zur flexiblen Anstellung ist für Abberger auch der Grund, warum der Optimismus nur als "vorsichtig" einzustufen ist. "Befristung oder Leiharbeit werden weiter stark genutzt. Die Unternehmer lassen sich somit die Hintertür offen, da derzeit die weitere Konjunkturentwicklung im Ausland und deren Risiken kaum abschätzbar sind." Zumindest in Deutschland haben sich die früheren Befürchtungen eines Rekordarbeitslosenjahres 2010 nicht bestätigt. "Die Kurzarbeit-Regelung funktionierte und der Personalabbau ist kein Thema. Das verdankt Deutschland vor allem dem Umstand, dass es keine Blase wie jene der spanischen Baubranche erlebte." (pte)
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