USA, UNO und EU enttäuscht von israelischer Politik

28. September 2010, 17:07

Schiff mit jüdischen Aktivisten vor Gaza aufgebracht - USA fordern Syrien zu Gesprächen mit Israel auf

New York / Tel Aviv - Die israelischen Marine hat am Dienstag ein Segelschiff jüdischer Aktivisten mit Hilfsgütern für den Gazastreifen aufgebracht. Die neunköpfige Gruppe an Bord des unter britischer Flagge fahrenden Katamarans Irene habe keinen Widerstand geleistet. Die Aktivisten, die aus Deutschland, Israel, Großbritannien und den USA stammen, waren am Sonntag von Zypern aus aufgebrochen. Sie erklärten, die Aktion solle zeigen, dass nicht alle Juden die israelische Politik gegenüber den Palästinensern unterstützten.

Unter den Aktivisten ist auch ein 82-jähriger Holocaust-Überlebender. Einer der Israelis, Rami Elchanan, hat 1997 seine Tochter bei einem Selbstmordanschlag der heute im Gazastreifen herrschenden Hamas-Organisation verloren. Er sagte dem israelischen Rundfunk am Dienstag: "Ich habe keinen Grund, Hamas zu lieben. Aber wenn wir nicht reden, wird dies niemals enden."

An Bord befand sich eine symbolische Ladung von Medikamenten, ein Gerät zur Wasseraufbereitung und Spielzeug. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums hatte die Aktion als "provokanten Witz, der nicht lustig ist", scharf kritisiert. Das Schiff wurde in den Hafen der israelischen Stadt Aschdod geleitet.

Nach der israelischen Weigerung, den Siedlungs-Baustopp im Westjordanland zu verlängern, hat der palästinensische Präsident Mahmud Abbas am Dienstag indirekt mit einem Abbruch der Friedensverhandlungen gedroht, wenn Israel den Siedlungsbau auf besetztem Gebiet fortsetzt. "Wir wollen die Verhandlungen nicht abbrechen, aber wenn der Siedlungsbau weitergeht, dann werden wir dies tun müssen", sagte Abbas in Paris.

Er drückte die Befürchtung aus, dass Israelis und Palästinenser eine "historische Chance" für ihre Völker verpassen könnten. Nach dem Ende des zehnmonatigen Moratoriums waren am Montag die Bauarbeiten in israelischen Siedlungen im Westjordanland wieder aufgenommen worden.

Mitchell vermittelt

Die USA und die EU zeigten sich enttäuscht von dieser Entscheidung. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hielt in Richtung Israel fest: Bauaktivitäten auf besetztem Gebiet seien illegal. Er bezeichnete sie als Provokation. Die Vierte Genfer Konvention legt in ihrem Artikel 49 fest: "Besatzungsmächte dürfen Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung nicht in besetzte Gebiete umsiedeln."

Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Ex-Senator George Mitchell, wurde am Dienstag zu Gesprächen mit Vertretern beider Seiten in der Region erwartet. Die im Gazastreifen herrschende Hamas kündigte ebenfalls am Dienstag zum zehnten Jahrestag der zweiten palästinensischen Intifada eine Fortsetzung ihres Widerstandes gegen Israel an. Zugleich rief ein Hamas-Sprecher in Gaza die palästinensische Führung auf, die Verhandlungen mit Israel sofort zu beenden.

Die USA haben indes Syrien zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit Israel aufgefordert. US-Außenministerin Hillary Clinton traf am Montag ihren syrischen Amtskollegen Walid al-Muallem in New York. Das Treffen ist Teil der jüngsten Bemühungen der Regierung von Präsident Barack Obama, eine umfassende Einigung zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn zu erzielen. Syrien drängt darauf, dass die 1967 von Israel besetzten Golanhöhen im Rahmen einer Friedenslösung zurückgegeben werden. (Reuters, dapd, dpa, AFP/DER STANDARD, Printausgabe, 29.9.2010)

Kommentar posten
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Sepsis Man
16
30.9.2010, 14:16
Lächerlich!!!!

Wenns um Israel geht, heisst es immer .... nene Israel bitte überleg dir das nochmals ..... oder ...... hey du israel wir weisen darauf hin das du was illegales machst .... oder auch ....... hey jetzt sind wir aber entäuscht von deiner Politik ....

Wo bleiben hier denn die Sanktionen, oder sind die nur den *schurkenstaaten* vorbehalten?

Ich folgere daraus:

Die VERMUTUNG, dass ein LAND X eventuell etwas *böses vorhat* (aber bis dato nicht getan hat und es auch keinerlei beweise gibt), weit aus höher zu bestrafen ist, als ein anderes LAND Y, welches schon mehrmals aufgefordert wurde ILLEGALE Aktivitäten zu unterlassen.

Mein Schlussfolgerung: Mir kommt das Kotzen

Dani B.
30
1.10.2010, 17:50

wenn dir das kotzen kommt, ist das dein problem. und ja, du hast recht, sanktionen sind etwas für schurkenstaaten, so wie etwa österreich, als es mit der alten gesinnung von anno damals geflirtet hat. israel hat ein massives sicherheitsproblem, das versteht jeder, ausser du, deshalb sind hier andere massstäbe gerechtfertigt.

PastaPasta
17
29.9.2010, 16:59
m

Und mal wieder finden alle die UNO böse... liegt wohl daran, dass sämtliche in ihr vertretenen Länder immer wieder dafür stimmen, dass Israel sich aus den besetzten Gebieten zurückzieht.
Oh! Abgesehen von: USA, Israel, Mikronesien, Palau und noch ein paar ähnlich winzigen Inselstaaten. Diese Parteien stellen für die meisten hier also die GUTEN dar, während alle anderen die BÖSEN sind (also eigentlich eh alle, die ganze Welt).

Hier übrigens eine Erklärung für die (scheinbare) Popularität dieser sehr seltsamen Weltanschauung:

http://www.zmag.de/artikel/b... propaganda

ProEvo84
04
29.9.2010, 16:17
USA, UNO und EU enttäuscht von israelischer Politik

Oooooooh - wie wär's mit einer Runde Mitleid?

F. Celine
 
11
29.9.2010, 14:16
Gedanken2

. Hier sollten wir zuerst ansetzen schon alleine deswegen weil uns die Vernunft gebietet zu erkennen, dass wir alle vom GLEICHEN Gott (wenn man so will - mir ist "Ursprung" lieber) kommen. Wenn wir den Planeten vom unsäglichen Hass befreien wollen um den Platz für eine neue Generation der Liebe und des Miteinander zu schaffen, kann es nicht funktionieren, ohne sich von den Glaubensgemeinschaften zu verabschieden!! - wohlgemerkt - nicht vom Glauben (der ja einer natürlichen inneren Sehnsucht nach Antworten auf das Unbegreifliche entspringt)!

Bis bald, euer
F.Celine

F. Celine
 
10
29.9.2010, 14:16
Gedanken1

Ein Angriffskrieg hier, ein Rachefeldzug da, dafür wieder eine Revange der anderen Seite usw. usf....diese Liste lässt sich inzwischen sehr lange fortsetzen - aber Leute - wir leben im HIER und JETZT!! Wie viele Chancen werden wir noch bekommen um dieses Pulverfass des Hasses, der Lobby der Kriegstreiber und Waffenhersteller, der ultrarechten
Isr. und Pal., den Judenhassern, den Terroristen usw......endgültig zu schließen?? Ich meine, wir haben nicht mehr viel Zeit zu begreifen, dass wir ALLE Brüder und Schwestern sind und uns "leider Gottes" (in diesem Zusammenhang schon fast Sarkasmus), die versch. Religionen mehr von einander trennen als die riesigen sprachlichen und kulturellen
Unterschiede.

Avicenna
 
13
29.9.2010, 12:51
Nichts hinzuzufügen!

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hielt in Richtung Israel fest: Bauaktivitäten auf besetztem Gebiet seien illegal. Er bezeichnete sie als Provokation. Die Vierte Genfer Konvention legt in ihrem Artikel 49 fest: "Besatzungsmächte dürfen Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung nicht in besetzte Gebiete umsiedeln."

macsime
30
29.9.2010, 17:19
Dazu müssten diese "besetzten" gebiete

jemandem gehören. Ägypten und Jordanien - welche vor 67 die Hoheitsrechte hatten - haben auf diese verzichtet. Die dort lebenden Araber (im Volksmund auch Palästinenser genannt) haben bisher jedes Angebot, diese Gebiete in Besitz zu nehmen ausgeschlagen.

PastaPasta
03
30.9.2010, 19:43

"Die dort lebenden Araber (im Volksmund auch Palästinenser genannt) haben bisher jedes Angebot, diese Gebiete in Besitz zu nehmen ausgeschlagen."

Soll man über so eine Aussage lachen oder weinen?

Tower Hill
02
29.9.2010, 18:18
Ein besetztes Gebiet ist ein besetztes Gebiet.

Ob das Gebiet einem Staat angehört oder nicht ist völlig irrelevant. Zumal der völkerrechtliche Status als besetztes Gebiet nicht nur von den UN (inkl. USA) als gegeben erklärt wurde, sondern auch isr. Regierungsmitglieder ganz klar von Besatzung sprechen.

macsime
10
30.9.2010, 08:25
was in einem

pluralistischen und demokratischen Staat wie Israel - im Gegensatz zu jedem einzelnen anderen Staat in der Region - vorkommen kann!

Tower Hill
02
30.9.2010, 10:01
Ja.

Und gleichzeitig die Anerkennung der Tatsache, das es besetzte Gebiete sind.

ordy
02
29.9.2010, 10:21

[...]Besatzungsmächte dürfen Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung nicht in besetzte Gebiete umsiedeln." [...]
Sollen sie doch dankbar sein für die multikulturelle Befruchtung ;-)

estas
22
28.9.2010, 23:46
Burying Nuclear Waste in the Palestinian Territories

Palestinian farmers from Yatta village south of Hebron in the West Bank have revealed that the Israeli military continues to bury nuclear waste in their farmlands at Al-Masafer near the armistice line in the West Bank. The farmers said that the military forces “IDF” brings trucks loaded with waste suspected to be radioactive waste and is burying it in their lands after they force them to evacuate the area.

The farmers said that they were able to hide themselves in some caves and watch the military operation. They stated that the Israeli soldiers who declared the area as a military zone were wearing white overalls over their military uniforms during the burial.

http://tinyurl.com/37ba9qv

macsime
22
29.9.2010, 17:24
did they do that

before or after they ate children?

Paolo Callito
 
145
28.9.2010, 21:05
Israel zieht sich 2005 vom Gaza-Streifen zurück. Folge: Bomben prasseln regelmässig auf Süden Israels nieder!

2005 zog sich Israel aus dem Gaza-Streifen zurück. Der Dank dafür: Sderot, eine Stadt im Süden Israels, wird regelmässig mit Qassam-Raketen bombardiert... Man kann sich ausmalen, was Israel blühen würde, sollte es sich aus dem Westjordanland zurückziehen ...
Gleichzeitig ist die "Besetzung" des Westjordanlands durch Israel aus arabischem Handeln hervorgegangen: 1967 verursachten die arabischen Staaten den 6-Tage-Krieg, worauf die Israelis unter anderem dieses Gebiet besetzten.
Israel blüht ein weiterer Krieg, wenn es sich aus dem Westjordanland zurückziehen sollte. Die Verlockung für die arabischen Staaten wäre zu gross, einen 4. Krieg anzuzetteln, nachdem sie bereits 3 Kriege (1948, 1967, 1973) verursacht und alle verloren haben.

F. Celine
 
20
29.9.2010, 14:45
Gedanken2

..... Hier sollten wir zuerst ansetzen schon alleine deswegen weil uns die Vernunft gebietet zu erkennen, dass wir alle vom GLEICHEN Gott (wenn man so will - mir ist "Ursprung" lieber) kommen. Wenn wir den Planeten vom unsäglichen Hass befreien wollen um den Platz für eine neue Generation der Liebe und des Miteinander zu schaffen, kann es nicht funktionieren, ohne sich von den Glaubensgemeinschaften zu verabschieden!! - wohlgemerkt - nicht vom Glauben (der ja einer natürlichen inneren Sehnsucht nach Antworten auf das Unbegreifliche entspringt)!

F. Celine
 
00
29.9.2010, 14:44
Gedanken1

Ein Angriffskrieg hier, ein Rachefeldzug da, dafür wieder eine Revange der anderen Seite usw. usf....diese Liste lässt sich inzwischen sehr lange fortsetzen - aber Leute - wir leben im HIER und JETZT!! Wie viele Chancen werden wir noch bekommen um dieses Pulverfass des Hasses, der Lobby der Kriegstreiber und Waffenhersteller, der ultrarechten
Isr. und Pal., den Judenhassern, den Terroristen usw......endgültig zu schließen?? Ich meine, wir haben nicht mehr viel Zeit zu begreifen, dass wir ALLE Brüder und Schwestern sind und uns "leider Gottes" (in diesem Zusammenhang schon fast Sarkasmus), die versch. Religionen mehr von einander trennen als die riesigen sprachlichen und kulturellen
Unterschiede.....

Extrabreit
31
29.9.2010, 09:12
Klingt nicht grad logisch.

Einen 4. Krieg anzuzetteln, wenn man bereits 3 verloren hat. Ich denke mal, dass sich die mittlerweile durchaus bewußt sind, einen konvetionellen Krieg gegen Israel nicht gewinnen zu können..
Was die Hamas mit den Raketen macht, ist ja kein von einem Staat geführter Krieg, sondern reiner Terrorismus, da keine militärischen Ziele angegriffen werden, sondern wahlos auf Zivilsten geschossen wird..

ordy
01
29.9.2010, 10:23

Was auch daran liegt das die Hamas nicht die militärischen Möglichkeiten hat einen richtigen "Krieger gegen Krieger" - Krieg zu führen.

Reddogg
 
21
29.9.2010, 07:36

Schauen Sie sich mal die Daten bei Peace Now, B'Tselem und Co. an. Ich weiß dass es keine endgültige Informationen zum "Umzug" nach WJL gibt, aber wer die Zahlen liesst und rechnen kann, von Quellen aus von Ihnen wahrscheinlich "unseriösen" Medien ganz zu schweigen, weiß dass ein Teil direkt nach WJL deportiert, ähm umgesiedelt wurde, und der Rest (damit meine ich nicht Familie x,y sondern die anzahl der Siedler aus dem inneren Israel nach WJL) in nicht einmal einem Jahr in WJL aufschlug. Nur mal als kleine Zahl, zwischen der Aufgabe der Siedlungen in Gaza und Ende 2006 (sprich 1.5 Jahre) wurden abzüglich nat. Wachstum und Immigranten ca. 16.000 Menschen nach WJL gebracht. Und btw. hier sind noch keine Zahlen zu Ost-Jerusalem enthalten!

Fritz Wunderlich
21
29.9.2010, 11:56

nur seltsam, dass in israel seit einem monat ehemalige siedler aus gaza gegen die regierung protestieren, die in israel wohnen
aber immerhin haben sie ihren unsinn schon etwas reduziert, nachdem ich sie auf die wahrheit hingewiesen habe, dass keinesfalls eine überwiegende mehrheit direkt ins wjl gebracht wurden, wie sie gebbelsartig nicht müde waren, zu erfinden

Reddogg
 
11
29.9.2010, 13:37

Das habe ich gleich wo gesagt? Ich habe nur gesagt, dass es ein "Umzug" war, nicht dass die Leute aus Gaza auch dieselben nun in WJL sind. Man sollte schon lesen können.

Dark Angel
 
110
28.9.2010, 22:01
trotteliges Statement

nennen Sie mir bitte einen militärischen strategischen Vorteil der Siedlungen, nur einen. Hier müssen ein paar Hunderttausend Siedler mit großem Aufwand geschützt werden, während der Rest der Besetzten Bevölkerung rechtlos und wehrlos gegen den Verstoß gegen die Genfer Konventionen bleibt.
Es ist lächerlich zu behaupten, die einzige Atommacht in der Region könne sich nur durch die Schaffung demographischer Tatsachen wehren.
Hier geht es doch um viel mehr: Wasser, Land, Befriedigung von Wählerstimmen am rechten Rand - sicherlich jedoch nicht um Landesverteidigung.
Und mit dem Rückzug aus dem Gaza-Streifen ohne Befreiung des WJL ist gar nichts "Gutes" geschehen. Null!

ordy
10
29.9.2010, 10:27

Das Problem ist das der israelische Staat nicht besonders breit ist, und im Falle eines Angriffs daher die Vorwarnzeit(=Zeit für Mobilisierung) sehr kurz.
Somit ist den Generälen natürlich jeder Meter wichtig.

Es ist vertrackt:
Erst wenn sich Israel sicher fühlt, kann es einen Abzug geben und damit Frieden.
Aber erst wenn es Frieden gibt, wird sich Israel sicher fühlen.

Die einzige Lösung wäre somit:
Israel zieht ab, stattdessen kommen aber internationale Truppen(keine sinnlosen Blauhelme, sondern richtige Soldaten mit schwerem Gerät) für noch mindestens 20 Jahre.

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