Unis

Betreuungsverhältnis verschlechterte sich massiv

28. September 2010, 11:43

Seit 2005 Verschlechterung von 1:99 auf 1:124

Wien - Trotz der rasant steigenden Studentenzahl an den Universitäten bleibt die Zahl der Professoren konstant. Seit 2005 ist die Zahl der Studenten von rund 218.000 auf 274.000 (2009) angewachsen - das entspricht einem Plus von 25 Prozent. Jene der Professoren stagnierte hingegen bei rund 2.200. Folge: Kamen 2005 noch 99 Studenten auf einen Professor, waren es 2009 schon 124, wie Daten des Wissenschaftsministerium zeigen.

Eine akademische Ebene darunter - bei den Dozenten - gab es sogar ein leichtes Minus von rund einem Prozent (2005: 3.162; 2009: 3.125). Trotzdem hat die Zahl des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals an den Unis um 23 Prozent zugenommen: Verantwortlich dafür waren aber hauptsächlich über Forschungsprojekte drittfinanzierte Mitarbeiter mit einem Plus von 61 Prozent (2005: 5.773; 2009: 9.274). Dabei werden im Rahmen von geförderten Projekten Wissenschafter befristet angestellt.

Noch schlechter sieht das Betreuungsverhältnis aus, wenn man die Zahl der Professoren nicht der Zahl der Studenten gegenüberstellt, sondern jener der belegten Studien (ein Student kann mehrere Studien inskribieren und muss dementsprechend betreut werden, Anm.). Demzufolge kommen auf die rund 2.200 Professoren rund 336.000 ordentliche Studien - auf einen Professor kommen also 152 Studenten. 2005 betrug das Verhältnis erst 1:128. (APA)

alexander lass es sein
 
00
4.10.2010, 10:01

leider spiegelt sich das auch in der qualität der lehre nieder. eigentlich könnte man sich die vorlesungen (architektur/tu) sparen, denn wer was lernen will, kauft sich besser ein fachbuch.

tomato tirol
00
28.9.2010, 12:32

das ist nur ein problem des kurienmodells
wenn das lehrende personal ins verhältnis zu den studierenden gesetzt würde wären die unis schon viel besser dran. und damit auch die plazierungen in diversen rankings.

kleiner Schelm
00
22.10.2010, 20:45

Das hat doch mit dem Kurienmodell nichts zu tun. Ob ich Univ.Prof. (Leitungspersonal) oder auch noch aO. oder Ass.Prof usw. (Lehrendes Personal ohne Leitungsfunktion) hängt davon ab, was derjenige der die Statistik fälscht als Ergebnis haben will. Wie Lehrstühle organisiert sind ist doch da völlig nebensächlich. Eher problematisch wäre es sogar, aO und ass.Prof. völlig selbständig zu machen - das würde sie de facto abschaffen, da dann kein Univ.Prof. mehr dafür seine Stellen hergeben würde. Und gerade dann würden Lücken in der Lehre entstehen.

Schlupp
00
18.10.2010, 08:35
Bedingt

Die absoluten Zahlen sind dann in der Tat nicht 1:100. Aber die Veraenderung ist ja bei Einschluss der Dozenten noch staerker, weiles von denen vor ein paar Jahren etwas mehr gab.

kleiner Schelm
00
29.9.2010, 19:19

Damit hat doch das bewährte Kurienmodell nichts zu tun. Fakt ist, dass die Zahl der Studenten gestiegen, die der Lehrenden dagegen insgesamt gefallen ist.

ThomasK.
02
28.9.2010, 16:07

Dozenten werden eh berücksichtigt. Und es hat schon seinen Sinn Leute die nur über Projekte bzw. den FWF an der Uni sind, hier nicht einzurechnen.

tomato tirol
00
2.10.2010, 11:31
ich habe von lehrenden

geschrieben nicht von forschungspersonal
der anteil an assistenten und lektoren an der lehre ist bei manchen studien über 90% des personals.
wenn da nur dozenten und profs gerechnet werden entstehen völlig absurde betreuungsverhältnisse. deshalb ist das eine frage der kurienzuordnung.

smea_gol
14
28.9.2010, 12:02

statistik hin oder her:
aber diese studenten sind nicht alle gleichzeitig zu betreuen, weiters wird übungsarbeit usw von assistenten verrichtet...
weiters: einige professoren arbeiten wie die besessenen, während andere kaum studentenkontakt haben...
assymetrien wo hin das auge blickt.

dennoch: mehr personal, mehr kohle und mehr infrastruktur ist nötig. mit oder ohne steigenden studentenzahlen.
und das wird auch mit auswahlverfahren oder studiengebühren nicht anders werden.

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