Ritter H.-C.

27. September 2010, 19:02
190 Postings

Leute, die (Strache-)FPÖ verwendet immer wieder rassistische und rechtsextreme Inhalte, gern auch mit NS-Ästhetik

Inzwischen ist ja zur Genüge festgestellt, dass dem klassischen FPÖ-Wähler die NS-Anklänge seiner Lieblingspartei im besten Fall aber so was von wurscht sind. Anderen, die vielleicht im Sinne eines guilty pleasure (Strache-Wählen so wie Nachmittags-Talkshows schauen) in Versuchung kommen, muss man halt jeweils klar sagen: Leute, die (Strache-)FPÖ verwendet immer wieder rassistische, fremdenfeindliche und rechtsextreme Inhalte, gern auch mit NS-Ästhetik.

Die Wiener FPÖ versendet derzeit an alle Haushalte einen Folder mit einem Strache-Comic. Das zeigt u. a. einen türkischen Reiter, der ein Baby auf seine Lanze gespießt hat. In der FPÖ muss es doch gebildete Menschen geben, denn das ist aus einem Flugblatt aus der Zeit der Türkenbelagerung. Zusätzlich fordert eine Strache-Figur einen Buben mit einer Steinschleuder auf: "Wennst dem Mustafa ane aufbrennst, kriegst a Hasse spendiert!" Wer jemals als Bub eine Steinschleuder hatte, weiß, dass man damit auch Augen ausschießen kann.

Bei dieser Gewaltaufforderung wird Strache als Ritter dargestellt, der ein Schwert schwingt. So wie eine ganz ähnliche, noch üblere Karikatur im Nazi-Hetzblatt Der Stürmer von 1935, wo so ein teutscher Ritter in ganz ähnlicher Aufmachung die Juden mit dem Schwert bedroht. Womit diesmal die Verbindung von antimuslimisch und antisemitisch über die Ästhetik-Schiene gelungen ist. (RAU, DER STANDARD, Printausgabe, 28.9.2010)

Share if you care.