Seelische Erkrankungen

"Mangelfach" Kinder- und Jugendpsychiatrie

27. September 2010, 10:43
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    foto: apa/helmut fohringer

    Geschätzte 180.000 der österreichischen Minderjährigen sind behandlungsbedürftig.

180.000 Minderjährige behandlungsbedürftig - Strukturen mangelhaft

Wien  - Zehn Prozent der Minderjährigen in Österreich sind von seelischen Erkrankungen betroffen, das Thema Kinder- und Jugendpsychiatrie jedoch so gut wie nicht präsent im allgemeinen Bewusstsein. Darauf wiesen Fachleute bei einer Diskussion im Wiener AKH hin. Max Friedrich, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, nannte die Situation "eigentlich eine Zumutung für die Kinder".

Regionale Versorgungsunterschiede

Geschätzte 180.000 der österreichischen Minderjährigen sind behandlungsbedürftig, 70 Prozent von ihnen sind auffällig, sagte Ärztekammer-Vertreterin Katharina Purtscher - Tendenz steigend. Die Expertin bemängelte den unterschiedlichen Versorgungsgrad für diese Betroffenen, der in einigen Gegenden "sehr schlecht" sei. Bisherige Bemühungen wie die Erweiterung der Ausbildungsplätze bezeichnete sie als "Tropfen auf den heißen Stein".

Gesundheitsminister Alois Stöger verwies darauf, dass er das Gebiet heuer zum "Mangelfach" erklärt habe. Laut Verfassung gebe das Ministerium den Rahmen vor, die Ausgestaltung liege aber bei den Ländern, erläuterte der Ressortchef.

Mangelhafte Strudkturen

Seit der Entstehung der Disziplin 1950 seien die Strukturen mangelhaft, sagte Friedrich. "Eine Lobby für die Patienten scheint eigentlich nicht vorhanden zu sein". Offensichtlich habe man bisher eine Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung versäumt. (APA)

 

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17 Postings
Wo-sind-die-die-dafür-sind?
00
16.2.2011, 21:26
"nicht präsent im öffentlichen Bewusstsein"

Ohne den Druck der öffentlichen Meinung ist die fehlende Struktur seit 1950 nicht herzustellen. Politiker brauchen den Willen des Volkes. Sie müssen zu Bewusstsein und Besinnung "gebracht werden", durch die Lobby! Wo, sind die, die dafür sind?
Das fehlen diesbezüglicher Kommentare in den letzten Jahren kann doch nur bedeuten, dass die Öffentlichkeit ebendfalls bewusslos oder besinnungslos ist, oder? Wer möchte den mindestens 180.00 Kindern und deren Familien zu Ihrem Recht der medizinischen Hilfestellung verhelfen, durch Mitmachen beim Bilden einer Lobby, die den nötigen Druck auf die Politiker macht? POSTET!!!

Clemens Schwarz
00
12.10.2010, 00:30
schön wäre es, wenn die ärzteschaft mal auch ein rute brechen würde für die

psychologisch psychotherapeutische therapie.
ärzte und psyhiater können meist nur wenig bewirken außer pillen verschrieben. sie haben schlicht weg nicht die ausbildung und auch nicht die zeit.
hat sich in den letzten 30 jahren nicht geändert und wird sich auch nicht ändern.

Wo-sind-die-die-dafür-sind?
00
18.2.2011, 22:44
zu Ihrer Information

Am AKH Wien, in der Kinder- und Jugendneuropsychiatrie wird seit 13 Jahren auf einer Station mehrdimensional-diagnostiziert und behandelt. Die Ärzte, Schwestern, Therapeuten, Pfleger Putzfrauen ALLE arbeiten ohne Hierarchie in einem dynamischen System mit dem Patienten zusammen an der Verbesserung seines bio-psycho-sozialen Gesundheitszustandes. Hauptverantwortlich für den Erfolg dieses Projekts ist Prof. Max H. Friedrich. (Wird man ja dann alles in 20 Jahren bei der Grabrede hören...)
Es fehlt nur noch die "öffentliche Aufmerksamkeit", damit diese Methode finanziell und strukturell auch von der Krankenkasse bewilligt und genehmigt wird. Wenn Sie, ja Sie, die Öffentlichkeit DAS WILL!

Sambapati
10
19.10.2010, 16:19

wer agiert schon gegen das eigene körberl

übrigens: ich gebe ihnen völlig recht. muss ja super sein, wenn ein patient jahrzehntelang erhalten bleibt

Krebspatienten für Krebspatienten
01
27.9.2010, 23:47
DANN BITTE ALS MANGELFÄCHER gleich dazu geben:

1) Psychoonkologische Betreuung ab dem Zeitpunkt der Diagnose Krebs,

2) Onkologische Rehabilitation bzw. in Deutschland ist das Standard uns heißt "AHL" (Anschlussheilbehandlung für Krebspatienten), www.krebsforum.at

Über beides könnte ich Bücher schreiben, denn 35.000 neue Krebspatienten, jedes Jahr, leiden, mit Familienangehörigen, oft ohne Hilfe (!), werden häufig wegen anderer körperlicher Erkrankungen und Depressionen nicht mehr wieder im Berufsleben aufgenommen. Das ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn!

Dietmar Erlacher, seit 36 J. Unternehmer eines Gewerbebetriebes, WKO-Lds./Bds.Funktionär, Leiter von Selbsthilfegruppen und Bundesobmann vom Verein Krebspatienten für Krebspatienten, mit tausenden Mitgliedern; ff.

Wo-sind-die-die-dafür-sind?
00
16.2.2011, 21:33
Lobby für die Kinder

Warum nicht mal auf das eingehen was im Artikel Thema ist? Wieviel öffentliche Aufmerksamkeit bekommen die KINDER, bzw. die KINDERPSYCHIATIRIEN;
im Verhältnis zu den Krebs-Patienten, oder auch Krebskranken Kindern und deren Familien?
Ein kurzes Super und dann nur vom eigenen reden, typisch

Ein Stein unter vielen Steinen...
00
27.9.2010, 22:13

und wenn man eine privatversicherung bei muki hat wird es auch nicht als krankheit angenommen und nichts für spitalsaufenthalte bezahlt, wie sonst für physische leiden.

Wo-sind-die-die-dafür-sind?
00
16.2.2011, 21:34
Lobby gründen!

Na, dann! Gründen wir die eigene Lobby, los!
Machs!

Ein Stein unter vielen Steinen
00
17.2.2011, 09:52

bin schon ausgewandert! :)

Wo-sind-die-die-dafür-sind?
00
17.2.2011, 11:14
ja, traurig

alle nur an sich selbst und die Rettung ihrer Haut interessiert, danke für das Posting, es spricht genau dafür warum wir Menschen wie Prof. Friedrich brauchen, die die Stellung halten

Sonja Unterweger
 
00
18.2.2011, 17:17

Welche Stellung meinen Sie, die Herr Prof. Friedrich angeblich halten soll?

Wo-sind-die-die-dafür-sind?
01
18.2.2011, 21:53
Stellung halten

...für Menschen die man heutzutage - auch in Österreich - als Kinder bzw. Jugendliche bezeichnet und die in etwa so sprachlos ausehen oder auch nicht aussehen jedoch sind, wie am Bild oben zu sehen! Nachzulesen in Texten und Büchern u. a. von Professor Friedrich, sowie erkennbar an Taten u. a. von Prof. Friedrich (Gründer der Boje, Clown Doktors i. Ö. etc.etc.), in den letzten 40 Jahren. Ja, auch als Sie und ich zu dieser Gruppe gehörten). Davon seit 35 Jahren im oben benannten asbestverseuchten Gebäude, in dem voriges Jahr erst sein langjähriger Mitkämpfer Prof. Karl Toifl "zufällig" an Lungenfibrose verstorben ist. (Wo sind hier die Aufdecker a la Pilz und konsorten? Jornalisten, wo seid ihr?) Öffentliches Bewusstsein wo bist du? Wo???

Ein Stein unter vielen Steinen
10
18.2.2011, 08:58

hat ja immer mehrere gründe wenn man so einen schritt setzt, nicht nur rettung... ;)

Sonja Unterweger
 
00
27.9.2010, 13:21

Jetzt weiß ich warum keine Einträge zu lesen sind.

Sonja Unterweger
 
23
27.9.2010, 13:07
Lieber Herr Friedrich

Es würde schon reichen, wenn sie sorgfältig mit Patienten und Eltern umgehen würden. Eltern und Kinder gegeneinander auszuspielen ist sicherlich keine geeignete Methode. Wie häufig nehmen sié sich Zeit, dass sie bei Grenzfällen auch mit den Eltern sprechen, persönlich.? Bei wie vielen Jugendlichen ist die Psychiatrie der lebenslange Makel, der ihnen übergestülpt wird? Psychiatrie sollte in der Pädagogik nur bei wirklich schwierigen Fällen Platz finden, und denen sollte dann die größte Aufmerksamkeit geschenkt werden, und auch geholfen. Das sensible Umgehen mit den Eltern setze ich mal voraus?

Wo-sind-die-die-dafür-sind?
00
16.2.2011, 21:38
Dieser Meinung bin ich nicht

Ich finde die Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des AKH Wien mustergültig!
Wo sind nur die, die sich Zeit nehmen, positives zu schreiben??? Mitzutun, zusammenzuhlelfen, zum Wohle der Kinder?

Sonja Unterweger
 
01
18.2.2011, 17:15
Danke für ihre Antwort

Es sollte kein direkter Angriff gegen die Kinder- und Jugendpsychiatrie des AKH sein. Da stimme ich ihnen zu, dass man dort schon sehr bemüht ist, Jugendliche mit
erweitertem Respekt zu begegnen. Sie haben es mit mustergültig ausgedrückt, mag schon sein, vielleicht werden deshalb auch nur mustergültige Patienten samt willigen Eltern behandelt. Aber faule Eier gibt es auch dort, sorry, dass musste einfach so geschrieben werden.

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