Wien

Riesenradplatz: Gutachten übt heftige Kritik an Errichtung

26. September 2010, 23:19
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    foto: apa-foto/herbert pfarrhofer

    Beim Projekt Pratervorplatz herrscht der Verdacht, dass "durch die Ignoranz der Mehrkosten ein Ausgleich produziert wurde".

Expertise wurde laut "Trend" von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben

Wien - Zwei Wochen vor der Wien-Wahl am 10. Oktober kommt neue Dynamik in die unendliche Geschichte rund um den Wiener Riesenradplatz. Laut dem Wirtschaftsmagazin "Trend" liegt nun ein von der Staatsanwaltschaft beauftragtes Gutachten, verfasst vom Wirtschaftstreuhänder Thomas Havranek, vor. Es belastet demnach den von der Stadt Wien beauftragten Totalunternehmer "Explore 5 D", den Vertreter der finanzierenden "Immoconsult" (IC), sowie die Riesenradplatz-Errichtungsgesellschaft RRPE, eine 100-Prozent-Tochter der Stadt. 

"Mangel an Erfahrung in der Umsetzung"

Das Gutachten kommt, so heißt es in dem Bericht, zu dem Schluss, dass der von der Stadt Wien beauftragte Totalunternehmer einen "offensichtlichen Mangel an Erfahrung in der Umsetzung solcher Projekte" aufwies. Schon der Akt der Vertragsunterzeichnung sei verantwortungslos gewesen: "Der vertragslose Zustand vor Unterzeichnung, der an der Realität bei Unterzeichnung vorbeigehende Vertrag und die offensichtlich mangelnde Kontrolle von eingesetzten Steuergeldern durch den Auftraggeber IC, dessen Vertreter nicht einmal die Projektstatusberichte gelesen hatte" habe zu "massiven Missverständnissen", gegenseitigen Vorwürfen und im weiteren zur Zahlungsunfähigkeit geführt, wird aus der Expertise zitiert.

"Ignoranz der Mehrkosten" als Auslöser für Ausgleich

Zwischen dem "tatsächlichen Bauherren" RRPE und dem Totalunternehmer bestand demnach kein Vertragsverhältnis, obwohl die RRPE, wie es im Gutachten heißt, "faktisch und wirtschaftlich Bauherr und über sämtliche Entwicklungen informiert und daher auch für die Gesamtsituation mit verantwortlich" war. Zudem wird der Verdacht ausgesprochen, dass "durch die Ignoranz der Mehrkosten ein Ausgleich produziert wurde", um daraus einen wirtschaftlichen Vorteil auf dem Rücken der Gläubiger zu erlangen.

Georg Wurz, Geschäftsführer der RRPE und inzwischen Chef der Prater Service GmbH, weist in dem Bericht alle Vorwürfe zurück. "Wir können nachweisen, dass der Ausgleich die einzig mögliche wirtschaftliche Entscheidung war", sagte er gegenüber dem "Trend". Die Behauptung, dass unter anderem er de facto Geschäftsführer des Totalunternehmers gewesen sei, sei "absurd". Fehler sieht er demnach hingegen beim Unternehmen Explore 5 D. Wurz würde "heute einen Totalunternehmer suchen, der finanziell potenter ist", heißt es.

Opposition kritisiert gesamtes Pratervorplatzprojekt

Die Wiener Opposition nahm den Bericht zum Anlass, um einmal mehr massive Kritik an den Geschehnissen im Zusammenhang mit dem Bau des - auch ästhetisch - umstrittenen Pratervorplatzes zu üben. Der Pratervorplatz reihe sich in eine Liste von "Bau- und Finanzskandalen" der Wiener SPÖ-Regierung unter Bürgermeister Michael Häupl ein, befand der Klubobmann der Wiener ÖVP, Matthias Tschirf. Die Grüne Planungssprecherin Sabine Gretner erwartet nun eine rasche Anklage des Staatsanwalts, sie glaubt, dass die Vertreter der Stadt "für Chaos, Zahlungsunfähigkeit und Ausgleichsverfahren verantwortlich" seien.

Nach Ansicht des freiheitlichen Generalsekretärs Harald Vilimsky schreit das "Millionengrab" Riesenradplatz nach einer gemeinderätlichen Untersuchungskommission. Von Seiten der SPÖ wurde betont, dass man an Aufklärung interessiert sei. Das Gutachten sei jedoch im Zuge eines schwebenden Gerichtsverfahrens erstellt worden, betonte der Kontrollamtssprecher der Wiener SPÖ, Thomas Reindl, in einer Aussendung. Die SPÖ wolle den Ausgang des Verfahrens abwarten. (APA)

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noch mehr rechte recken im rathaus. danke, häupl.
01
11.10.2010, 21:33
was ich NICHT verstehe

journalismus schön und gut. aaaber: warum kommt die kritik immer erst so spät. ich mein, berichte hat es vor und während der errichtung gerade einmal gegeben, wenn sabine gretner zu einer pressekonferenz lud.
warum verdammt nochmal kann man das nicht im vorfeld verhindern sondern immer nur nachher schimpfen?
(ausnahme: beim augartenspitz haben die medien wenigstens geholfen, der standard hat wirklich sehr gut berichtet....)

h 90
01
23.10.2010, 16:25

vorher waren die Wahlen

Briefmarkenkleber
01
29.9.2010, 16:25
Gutachten übt heftige Kritik an Errichtung

Gutachten üben keine Kritik.

Joseph Kyselak
00
21.10.2010, 21:40
Ganz im Gegenteil.

Gutachten üben Kritik im ganz klassischen Sinne des Wortes (krinein).

Kamptner
02
28.9.2010, 00:07
System SPÖ

Die Leidtragenden sind jedenfalls die am Bau beteiligten UnternehmerInnen, die man bewusst über die Klinge springen lässt. Sowohl der Geschäftsführer der Riesenradplatzerrichtungs GmbH als auch Ex-Vizebürgermeisterin Grete Laska sind dafür verantwortlich.

Die Grünen haben das bereits 2008 aufgedeckt. s. http://tinyurl.com/riesenrad
Schön, dass wir nun bestätigt wurden.

MAXIMA
06
27.9.2010, 19:09
Der Gatte der ex-Laska ...

.... ist ja noch fest im Sattel der roten Unternehmensholding, dort läuft das rote Geld ohnehin im roten Kreis, also ob Prater oder roter Konzern, Profiteur ist die SPÖ und die Geschädigten sind die Bürger der Stadt Wien - Freundschaft!

Andre Resestoiserl
01
29.9.2010, 16:47

Helmut Laska ist der Holding-Mastermind der Wiener Roten, wenn der mit dem Wurz vom Praterservice durch den Wurstlprater geht, dann buckeln alle Standler vor denen. Letztlich sind das mafiöse Strukturen und in Wien herrscht ebenso eine - gemütliche Wiener - Omerta.......

bei uns in bagdad
00
27.9.2010, 18:58
gretl und pletl

na dann können wir ja nur hoffen, dass fr. laska aus ihrer kargen pension debn schaden bezahlen kann, der durch ihre "arbeit" entstanden ist.

Hanna Funk
01
27.9.2010, 16:33

hoppla.. so sollts wohl ausschaun :)
http://www.freizeitparkfun.de/Prater%20... dplatz.jpg

Hanna Funk
01
27.9.2010, 16:28

und was ist jetzt eigentlich mit dem 1,4 mio teuren masterplan aus dem jahr 2006?
http://www.imaginvest.com/BaseDocs2... lan_cs.png
ist auch schnell über den haufen geworden worden, das konzept..

einloggen
12
27.9.2010, 16:01
L Aska

Gestern spielte die Austria - und der LASK a. Schlachtengesänge gab es dabei viele, doch das ist nicht meins, dieses Scha-la-la-la; Ska mag ich da viel lieber. Ist ein toller Musikstil. Ich las ka Buch darüber, kenne mich dennoch gut darüber aus.

stolzer Austrianner 2
51
27.9.2010, 14:46
find ich ok und nicht so teuer, bite michi wahlen, nicht strache. Danke

pardon!
08
27.9.2010, 14:26
explore 5d

deren website ist ein echtes schmankerl, vor allem das wienerische und der bezug zu wien ;-) und dann noch die erdrückende fülle von referenzprojekten! http://www.explore5d.com/

BK W. Shoyssel
00
27.9.2010, 17:08
unglaublich tief

denen würd ich nicht einmal 50 EUR anvertrauen.

Loxoceles
01
27.9.2010, 15:49

Sie haben völlig Recht. Die Seite ist sehr erhellend. Insbesondere die Firmengeschichte.

Kalvarienberg
01
27.9.2010, 14:21
Das war doch mal die Laska, dies das alles zu verantworten hat:

http://www.datum.at/0308/stor... s/4737422/

fred h
02
27.9.2010, 15:35
Das war doch mal die Laska, dies das alles zu verantworten hat:

laska
verantworten

zwei begriffe die sich gegenseitig ausschliessen....

:-(((((((((((((((

KnightRider
01
27.9.2010, 17:22
ist mit den Politikern immer das selbe

Auch die Ederer hat mir schon einen 1.000,-er (schilling) versprochen .
Ich habe den Erderer-Tausender leider nicht erhalten - ich dürfte whl irgendwie durch den rost gefallen sein :(

Robgeb er
035
27.9.2010, 12:46
.

Diesen Artikel ohne die Erwähnung der Fr. VIZEBÜRGERMEISTERIN Laska ist wahrlich ein Meisterstück!

KnightRider
24
27.9.2010, 17:24

schön langsam kommen immer mehr "Leser" drauf, dass die se Zeitung doch ein bischen rot/grün eingefärbt ist

Dr.mumunator
01
28.9.2010, 10:48
ein bisschen?

Experte für äh alles
012
27.9.2010, 12:19

Kommt die Frau Laska jetzt endlich ins Gefängnis?

Der Große von Gegenüber
00
27.9.2010, 13:21

die wird sich bei der Uschi ausweinen

Zwei Schwestern-im-(Hoch)Geiste ...

gustav gans42
05
27.9.2010, 13:00

nein, nein, wo denken Sie hin?
Die spielt doch jetzt so lieb mit ihren Enkerln...

(Hab die Geschichte heute in der Früh im Trend gelesen; seither ist mir schlecht...)

speedbrain
01
27.9.2010, 12:26

ich glaub´ nur dann, wenn sie herrn elsner besuchen geht.

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