Gaza

Jüdische Aktivisten wollen Seeblockade durchbrechen

26. September 2010, 19:29

Boot mit Hilfsgütern für den Gazastreifen in Nordzypern gestartet

Famagusta - Jüdische Aktivisten sind am Sonntag von Nordzypern aus mit einer Hilfslieferung für den Gazastreifen in See gestochen. Die Aktion solle zeigen, dass nicht alle Juden die israelische Politik gegenüber den Palästinensern unterstützten, erklärte ein Organisator, Richard Kuper, von der in Großbritannien ansässigen Gruppe Jews for Justice for Palestinians (JFJFP). An Bord des Schiffes befanden sich Aktivisten aus Deutschland, Israel, Großbritannien und den USA. Sie wollten Spielzeug, medizinische Güter, Motoren für Fischerboote und Bücher in den Gazastreifen bringen.

Die neun Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Irene" würden keinen Widerstand leisten, wenn die israelischen Behörden sie stoppen wollten, sagte Kuper. Die Aktivisten wollten keinesfalls die Hamas unterstützen, sondern deutlich machen, dass die Bevölkerung im Gazastreifen nicht für die Handlungen ihrer Machthaber bestraft werden sollte.

Unter den Aktivisten ist auch der Israeli Rami Elhanan, dessen Tochter 1997 bei einem Selbstmordanschlag in Jerusalem getötet wurde. Er erklärte, es sei seine moralische Pflicht, die Palästinenser im Gazastreifen zu unterstützen, weil eine Versöhnung der sicherste Weg zum Frieden sei. "Diese 1,5 Millionen Menschen im Gazastreifen sind Opfer genau wie ich", erklärte Elhanan.

"Provokativer Witz, der nicht lustig ist"

In Jerusalem kritisierte ein Sprecher des Außenministeriums die Aktion scharf. Andy David sprach von einem "provokativen Witz, der nicht lustig ist". Solche Provokationen führten zu nichts und leisteten auch keinen Beitrag zu einem Abkommen mit den Palästinensern, sagte er. Die Hamas äußerte sich nicht zu der Aktion.

An Bord des Katamarans "Irene", der unter britischer Flagge fährt, waren neun Passagiere und Besatzungsmitglieder. Das Boot startete in der nur von der Türkei anerkannten "Türkischen Republik Nordzypern", weil der Süden des Landes im Mai ein Verbot für alle Fahrten in Richtung Gazastreifen verhängt hatte.

Bei einer israelischen Kommandoaktion gegen eine Hilfsflotte für den Gazastreifen kamen am 31. Mai kamen neun pro-palästinensische Aktivisten aus der Türkei ums Leben. Israel wollte die Schiffe daran hindern, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Nach dem international scharf kritisierten militärischen Eingreifen lockerte Israel die Blockade ein wenig. (APA/dapd)

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21 Postings
Makronaut
00
28.9.2010, 09:31

nützliche idioten gibts überall, scheints.

wobei mich ja berichte über entsprechende aktionen der gegenseite interessieren würden.

omar chamra
00
28.9.2010, 06:56
Niemand außer der Türkei erkennt die Besatzung

Nord-Zyperns durch die Türkei an. Lediglich die paar
Juden, die hier von einigen Postern gepriesen werden
protestieren gegen die israelische Besatzung in dem sie von einem besetzten Hafen auslaufen.
Und sie tun das im Interesse von Hamas, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Staat Israel auszulöschen.

omar chamra
82
27.9.2010, 09:53
Aus lauter Solidarität mit den Palästinensern benützen

diese Leute den Hafen Famagusta, im türkisch besetzten Norden von Zyprern.
Mit den verjagten Griechen sind die nicht gerade solidarisch.

Kohlhaas1
10
27.9.2010, 13:23
Vielleicht aber mit den von den zypriotischen Griechen ermordeten Inseltürken ?

omar chamra
31
27.9.2010, 14:52
Sie phantasieren. Die Türken halten ein Teil der EU

entgegen allem Recht seit 1974 besetzt. Und das Morden und die ethnísche Säuberung haben die Türken besorgt.

short cut
11
27.9.2010, 19:40
@omar chamra

Die EU Beitrittsverhandlungen von Zypern ist an ihnen anscheinend spurlos vorbei gegangen. Wenn die zypriotischen Griechen zugestimmt haetten, gaebe es das Problem nicht mehr.
Lernens Geschichte...

seek+destroy
22
27.9.2010, 15:21
so ein bloedsinn, den zypernkonflikt mit der paleastina besetzung zu vergleichen, lesen sie einmal nach: Nachdem die griechisch-zypriotische Seite mit einer Verfassungsänderung versucht hatte, das Vetorecht des (griechisch-zypriotischen) Präsidenten

und des (türkisch-zypriotischen) Vizepräsidenten aufzuheben, kam es 1963/1964 zu einem bewaffneten Konflikt zwischen türkischen und griechischen Zyprioten, der erst durch eine Intervention von UN-Truppen beendet wurde. In der Folge kam es zu einer zunehmenden räumlichen Segregation der beiden Volksgruppen. Die Mehrheit der türkisch-zypriotischen Bevölkerung drängte sich in Enklaven zusammen. (..)
Am 15. Juli 1974 unterstützte die Militärjunta in Griechenland einen Putschversuch griechisch-zypriotischer Offiziere gegen Präsident Makarios. Dieser Putsch hatte den Anschluss Zyperns an Griechenland zum Ziel. Die Türkei nahm dies zum Anlass, gemäß dem Londoner Garantievertrag von 1959 militärisch zu intervenieren: (..) wiki auszug

omar chamra
00
27.9.2010, 20:38
In May 1983 Denktash broke off all intercommunal talks, and in November he proclaimed the Turkish Republic of Northern Cyprus (TRNC)

; the republic's independence was recognized only by Turkey. The UN Security Council condemned the move and repeated its demand, first made in 1974, for the withdrawal of all foreign troops from the Republic of Cyprus. Renewed UN peace-proposal efforts in 1984 and 1985 were unsuccessful,
So die Encyclopaedia Britannica, die doch präzise ist.
Also Außer der Türkei hat niemand die Besatzung Nord Zyperns anerkannt. Und ausgerechnet aus einem Hafen, der entgegen internationales Recht von der Türkei besetzt ist, wollen diese Leute starten.

Tower Hill
10
27.9.2010, 10:50
Naja, den vielen Isr. nach,

die sich dort in den Casinos tummeln, sind die auch nicht sehr solidarisch ;-)

philidor85
02
27.9.2010, 11:05

im griechischen teil sind pokerkasinos ja verboten - mein schwager ist griechischer zypriote und fährt selbst rüber in den türkischen teil

Theodor Rahm-Schnitzl
17
27.9.2010, 07:53
Reuven Moskovitz

ein 82-jaehriger Holocaust Ueberlebender ist auch mit von der Partie. Vielleicht ist das Ganze doch kein Witz wie es der Sprecher vom Aussenministerium nennt.

http://www.nytimes.com/2010/09/2... tilla.html

santa fe
 
51
26.9.2010, 20:34

es ist doch noch nicht alle hoffnung verloren. das wahrscheinlich intelligenteste volk kann eine nicht-kriegs-lösung finden, wer sonst?

HerrHugo
03
27.9.2010, 09:39
Oho - Anhänger der Gen-Theorie ?

Tower Hill
11
27.9.2010, 11:25
Fischgräten!

;-)

King David
712
26.9.2010, 19:51
Und der Bau von Siedlungen unterstützt den Friedensprozess?

"Solche Provokationen führten zu nichts und leisteten auch keinen Beitrag zu einem Abkommen mit den Palästinensern"

So ein Blödsinn. Nach den Israelis darf die ganze Welt nichts, aber selbst alles machen.

Herbert Chaos
73
27.9.2010, 00:46
Das Kräfteverhältnis ist nunmal so...

...aber wenn man sich die Gebiete ansieht die Israel in seinen Kriegen verloren hat, wird klar dass sich die arabische Seite an keinerlei Konventionen gehalten hat.
Ostjerusalem, Hebron Gusch Etzion und sämtliche andere alte jüdische Gemeinden, die den arabischen Armeen in die Hände fielen, wurden bis auf den letzten Mann vertrieben. Warum sollen Israelis einem Siedlungsstop in solchen Territorien zustimmen, wenn sie nicht vorhaben sich von dort abermals vertreiben zu lassen?
Auf der anderen Seite hat es keinen Sinn in Siedlungen die vor 48 nicht bestanden haben ( zb Ariel) weiter zu bauen solange der Status nicht zwischen Pal. und Isr. geklärt ist. So einfach und Pauschal wie der kleine Maxi sich das vorstellt ist das alles nicht...

King David
310
27.9.2010, 08:43

Doch so einfach ist es. Es gilt ein Völkerrecht und dieses gibt eindeutig vor, wie sich eine Besatzungsmacht in besetzten Gebieten zu verhalten hat. Ein Transfer der Bevölkerung in besetztes Gebiet und damit die Siedlungen sind verboten.

Aber das Problem sind nicht nur die Israelis. Das Problem ist genauso die internationale Gemeinschaft, die diesen Verbrechen jahrelang einfach nur zugesehen haben.

Präservative für Konservative!
02
27.9.2010, 14:58

Schön, dass jemand mit einem Nick wie Ihrem (soll keine Kritik, sondern eine Feststellung sein) trotzdem eine klare Sicht der Dinge hat.

Danke!

Makronaut
00
28.9.2010, 09:27

you made my day ^_^

senfdressing
25
27.9.2010, 08:25

Nein, so einfach ist das wirklich nicht!
Es gibt z.B. noch eine palästinensische und eine internationale Sicht der Dinge auch.

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