Wahlkarten dürften nichts mehr am Ergebnis ändern -
SPÖ 38,4 Prozent - VP 37,1 - FP 10,8 - Grüne 5,3 - KPÖ 4,4 - BZÖ 3,0
Der Steiermark-Wahlabend blieb lange spannend. Ein äußerstes knappes Rennen um den Platz Eins zwischen SPÖ und ÖVP zeichnete sich gleich mit den ersten Hochrechnungen ab, mit dem vorläufigen Endergebnis hat die SPÖ die Nase vorne.
Ausständig sind noch die Wahlkarten, von
denen
rund 63.000 beantragt wurden und deren Ergebnis bis 4. Oktober vorliegen
soll. Zwischen SPÖ und ÖVP liegen nur 8.000 Stimmen. SORA-Hochrechner Christoph Hofinger geht aber laut ORF davon aus, dass die SPÖ auch
mit Wahlkarten Erste bleibt.
Die Konsequenz des vorläufigen Endergebnisses: Der steirische Landeshauptmann Franz Voves wird mit ÖVP und FPÖ über die Regierungsbildung verhandeln, wie es das Proporzsystem vorsieht. Hermann Schützenhöfer meinte, er wolle keinen Anspruch auf den LH-Sessel stellen, nicht vor Vorliegen
des endgültigen Endergebnisses. SPÖ und ÖVP sprechen beide von einer "beispielslosen Aufholjagd" und geben sich als Sieger - und die FPÖ freut sich über ihre Rolle als Zünglein an der Waage.
Die Ergebnisse:
Im vorläufigen Endergebnis sieht es wie folgt aus: SPÖ 38,4 Prozent - VP 37,1 - FP 10,8 - Grüne 5,3 - KPÖ 4,4 - BZÖ 3,0
Damit verlieren ÖVP und SPÖ Stimmen, Grüne stagnieren, die FPÖ legt massiv zu.
Wahlbeteiligung: 64,2 Prozent (ohne Wahlkarten)
Das bedeutet folgende Aufteilung an Regierungssitzen:
SPÖ 4 (-1)
ÖVP 4 (+/-0)
FPÖ 1 (+1)
Die Mandatsverteilung (ohne Briefwahl) sieht so aus:
SPÖ 23 (-2)
ÖVP 22 (-2)
FPÖ 6 (+6)
Grüne 3 (+/-0)
KPÖ 2 (-2)
BZÖ 0
(red, derStandard.at, 26.9.2010)