"Die Zukunft der Branche liegt im eCommerce"
Der deutsche Versandhandel verdient inzwischen
den größten Teil seines Umsatzes über das Internet.
Aktuell würden in
der Branche sechs von zehn Euro online ausgegeben, ergab eine
aktuelle eCommerce-Studie, die PayPal und der Bundesverband des
Deutschen Versandhandels (bvh) am Freitag in Berlin vorstellten. Von
den jährlich rund 29,1 Mrd. Euro Umsatz entfielen 15,5 Mrd. Euro auf
das Onlinegeschäft. Mehr als die Hälfte der 3.000 im Auftrag von
PayPal befragten Händler bezeichneten das Internet
als ihren
wichtigsten Vertriebsweg. Ein Drittel bot die Waren sogar
ausschließlich im Internet an. "Die
Zukunft der Branche liegt im
eCommerce", sagte Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des
bvh.
Datenschutz wichtig
Kunden achteten beim Einkauf im Internet
vor allem auf den
Datenschutz. 91,1 Prozent der über 1.000 Befragten gaben dies als
wichtigstes Kriterium für den Kauf an, gefolgt von dem Wunsch,
gebührenfrei bezahlen zu können (73,6 Prozent). Auch ein unabhängiger
Käuferschutz war 62,9 Prozent der Befragten laut Studie sehr wichtig.
"Es kommt zwar sehr selten vor, dass ein Händler die Ware nicht
liefert, aber natürlich gibt es schwarze Schafe, die statt des
Laptops Ziegelsteine verschicken", sagte Arnulf Keese,
Geschäftsführer von PayPal Deutschland. Das Bezahlsystem schützt
sowohl Käufer als auch Händler vor Betrug und Zahlungsausfall und
wurde 1998 als Tochterunternehmen des Online-Auktionshauses Ebay
gegründet. Bereits 75,4 Prozent der Versandhändler bieten laut Studie
das System im Onlinehandel an. (APA/dadp)