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Istanbul - Nach dem Angriff eines mit Steinen und Knüppeln bewaffneten Mobs auf Kunstgalerien in Istanbul hat die türkische Polizei sieben Festgenommene wieder freigelassen. Mindestens 30 Angreifer hatten am Dienstagabend hunderte Besucher einer Ausstellungseröffnung angegriffen und fünf Gäste verletzt. Der Verdacht gegen die verhafteten Männer habe sich nicht bestätigt, sagte der türkische Tourismusminister Ertugrul Günay am Donnerstag vor Journalisten. Günay und die islamisch-konservative Regierungspartei AKP verurteilten die Tat am Donnerstag erneut. Politiker und Zeitungskommentatoren forderten allerdings auch Respekt für Bräuche und Traditionen.
Hintergrund ist jedenfalls die Gentrifizierung rund um das Amüsierviertel Beyoglu. Spannungen hat es in dem Viertel Tophane auf der europäischen Seite Istanbuls bereits bei einer Ausstellungseröffnung vor einer Woche gegeben. Dort reiben sich Lebensstile von alteingesessenen Einwohnern, jungen Großstädtern sowie konservativen Zugereisten. Der Streit am Dienstag soll sich am öffentlichen Konsum von Alkohol entzündet haben. Der Fall hat in Istanbul, in diesem Jahr eine der europäischen Kulturhauptstädte, eine kontroverse Diskussion ausgelöst. (APA)
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