Trotz des ersten Rückschlags mit einer Brücke in Originalgröße geben die Forscher der TU Wien nicht auf
Gars am Kamp - Eine Brücke, die sich aufspannen soll wie ein
Regenschirm - das war der Plan von Professor Johann Kollegger und seinen
Mitarbeitern von der Technischen Universität (TU) Wien. Was in kleineren Größen
bereits tadellos funktionierte, hat beim ersten Pilotversuch in Originalgröße -
ein etwa 26 Meter hohes Konstrukt, das eine 50 Meter lange Brücke tragen sollte
- am Donnerstag in Gars am Kamp (Bezirk Horn) aber nicht geklappt.
Technische Probleme verhinderten ein erfolgreiches Aufspannen der
Konstruktion. Zunächst standen die Tragepfeiler zu senkrecht, um automatisch
aufzuklappen. Und als es dann doch soweit war, dass Bewegung in das Gebilde kam
und die Arme begannen, sich von der Senk- in die Waagrechte zu bewegen, kam der
Ruck zu schnell und ein Teil der Konstruktion löste sich aus der
Sicherungsschiene des Krans.
Das Team der TU zeigte sich enttäuscht, gibt aber die Hoffnung nicht auf.
Riskante Projekte würden nun einmal die Gefahr bergen, dass nicht alles auf
Anhieb funktioniere, meinte Kollegger. Man wolle sich aber sofort wieder an die
Arbeit machen, Mängel beheben und demnächst einen neuen Versuch starten. Ziel
der neu entwickelten und bereits patentierten Methode ist es, die Kosten und die
Dauer des Brückenbaus erheblich zu reduzieren. Was früher mehrere Monate
dauerte, könnte so auf wenige Wochen reduziert werden. (APA)