UNO-Vollversammlung

Obama: 2011 kann Palästinenserstaat Uno-Mitglied sein

23. September 2010, 18:31

US-Präsident fordert von Israel Verlängerung des Siedlungsmoratoriums

"Wir müssen den Weg des Friedens wählen": Der US-Präsident hat am ersten Tag der UN-Vollversammlung Israelis und Palästinenser aufgefordert, den Friedensprozess voranzutreiben. Der auslaufende Siedlungsstopp müsse von Jerusalem verlängert werden.

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Die schwarze Limousine des US-Präsidenten fährt vor dem UN-Gebäude vor, als die Schweizer Präsidentin Doris Leuthard am Rednerpult gerade von Effizienz zu sprechen beginnt. Nur wenige Minuten vor seinem zweiten Auftritt in der Generalversammlung schreitet Barack Obama, umringt von Sicherheitsleuten und mit angespannter Miene, durch die Tür, die Rolltreppe hinauf, in den Saal der Vollversammlung. Im blauen Kostüm folgt ihm US-Außenministerin Hillary Clinton. Der Zeitplan des Präsidenten ist auf die Minute genau getaktet. Es gilt keine Zeit zu verlieren. Schon gar nicht in dieser Woche, wo der ganze eben begonnene Nahost-Friedensprozess auf dem Spiel steht.

Samstagnacht läuft das israelische Moratorium über den Siedlungsbau ab. Wird es nicht verlängert, das haben die Palästinenser klargemacht, sind die Friedensgespräche geplatzt. "Wir müssen alle den Weg des Friedens wählen", redet Obama den Staats- und Regierungschefs daher in Gewissen. Israelis, Palästinenser, ja, die ganze Welt müsse sich hinter diesen Zielen vereinten. Jetzt sei es Zeit, den Gesprächen Zeit zu geben und Vertrauen zu schaffen. "Wir glauben, das Moratorium sollte verlängert werden."

Schon binnen Jahresfrist könne die Vision eines neuen Mitgliedstaats der Vereinten Nationen Wirklichkeit werden, beschwört der US-Präsident die Staatenvertreter in der großen Halle: "Ein unabhängiger, souveräner Staat der Palästinenser, die in Frieden mit Israel leben." Applaus der Zuhörer im Plenum unterbricht die Rede Obamas.

Zu diesem Zeitpunkt sind die Sitze der israelischen Delegation leer. Angesichts des möglichen Scheiterns sind die Friedensgespräche in Nahost zum Thema Nummer eins dieses Gipfeltreffens geworden. Das Nahost-Quartett, bestehend aus den USA, Uno, EU und Russland, hatte sich bereits am Mittwoch getroffen. In einem Statement hatte es noch einmal zur Verlängerung des Moratoriums gemahnt. Das bisherige habe schließlich "einen positiven Effekt gehabt" - fast dieselbe Wortwahl, die auch Obama in seiner Rede verwendet.

Hinter den Kulissen machen vor allem die USA massiven Druck, die Gespräche aufrechtzuerhalten. Der amerikanische Nahost-Vermittler George Mitchell hat sich sowohl mit Vertretern der israelischen als auch der palästinensischen Seite getroffen.

Drei Monate mehr

Drei Monate Verlängerung des Moratoriums - das verlangen die Palästinenser, wie ihr Präsident Mahmud Abbas am Mittwoch auch in einem bilateralen Gespräch mit Außenminister Michael Spindelegger bekräftigte. Nur dann werde weiterverhandelt - so die Hauptaussage des Gesprächs nach österreichischen Angaben.

Im Gespräch habe sich ein grundsätzlich zuversichtlicher Abbas gezeigt, hieß es von österreichischer Seite nach dem Gespräch. Die Kernfragen der zukünftigen Grenzen und der Sicherheit hält Abbas demnach für möglich. Über Flüchtlinge und Wasserversorgung habe er bereits mit Ehud Olmert gute Ergebnisse erzielt - hier gebe es bereits eine Grundlage.

Appell an den Iran

Angesichts der Lage im israelisch-palästinensischen Konflikt ist ein weiteres Hauptthema fast in den Hintergrund getreten: der Atomstreit mit dem Iran. Obama bekräftigte einmal mehr, dass die USA zum Dialog mit dem Iran bereit seien. Die Führung in Teheran müsse jedoch unter Beweis stellen, dass sie mit ihrem Atomprogramm ausschließlich zivile Ziele verfolge. Die internationale Gemeinschaft suche weiter eine Lösung mit dem Iran. "Und die Tür bleibt für Diplomatie geöffnet, falls sich der Iran entscheiden sollte hindurchzugehen", sagte Obama. Der Iran müsse aber zur Verantwortung gezogen werden, falls er seinen Verpflichtungen nicht nachkomme.

Die Weltgemeinschaft verdächtigt den Iran, auch an Kernwaffen zu arbeiten. Die Vereinten Nationen, die EU und die USA haben deshalb mehrmals Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängt, die die Vorwürfe allerdings bestreitet. (Julia Raabe aus New York /DER STANDARD, Printausgabe, 24.9.2010)

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masakhabibi el
21
25.9.2010, 13:47

das monotorium sollte nicht verlängert werden
es soll für immer gelten und überall in palästina !!!

der siedlungsbau ist illegal
man solllte alle siedlungen abreißen !!

Makronaut
00
5.10.2010, 12:37

LOL

lassen Sie mich durch
00
24.9.2010, 07:34

Der Iran müsse aber zur Verantwortung gezogen werden, falls er seinen Verpflichtungen nicht nachkomme.

was ist damit gemeint,muss der Iran auch ein Paar länder besetzen.

lagrangian
00
24.9.2010, 10:26

naja, er muss die hisbollah und die hamas beseitigen. das ist eindeutig die verpflichtung des iran.

lassen Sie mich durch
00
24.9.2010, 11:47

ja das stimmt,dann könnte man vielleicht den Iran mit ruhigeren gewissen angreiffen,ich weiss es nicht aber es ist sehr komplitziert,der Iran braucht eigentlich keine Hissbollah und Hamas,auf der andere seite ist der Militärisch sehr Schwach und könnte leicht überrant werden.

lagrangian
00
25.9.2010, 09:05

Du hast keine Ahnung von was hier gesprochen wird...

lassen Sie mich durch
00
25.9.2010, 10:12

eigentlich schon mehr als Sie sich vorstellen könnten,die Frage ist Ob Sie die Geopolitischen Interessen einigen Staaten in nahen Osten verstehen können oder nicht,die länder die dort schon immer waren werden sich das nicht vorschreiben lassen,zumindest heute nicht mehr.

lagrangian
00
26.9.2010, 07:27

Ich weiß schon das Frieden im Nahen Osten sich nicht mit den iranischen Interessen deckt...

lassen Sie mich durch
00
27.9.2010, 20:17

das kann sein,aber verstehen sie es doch Sie sagen ja selber in nahen Osten,da hat der Iran eben andere Interessen als die EU oder die USA,auch wenn Viele es nicht glauben der Iran liegt in gegensatz zu den anderen Länder der EU oder USA in nahen Osten,und geht ebenfalls seine interessen nach.
als der Saddam Iran angegriffen hat,sagte auch niemand,mit Irak gibt es keinen Frieden in nahen Osten,im gegenteil der bekam noch unterstützung von einigen länder,die keinen Frieden in nahen osten wollten und wollen.

Killer Bunny
10
24.9.2010, 07:23

Guantanamo sollte geschlossen sein, die Arbeitslosenquote müsste unter 8 % sein, die Offensive gegen die Taliban müsste erfolgreich gewesen sein, der Irak sollte halbwegs stabil sein usw. Obama hat graue Haare.

dr.ban cok
00
24.9.2010, 02:50

"Wir müssen alle den Weg des Friedens wählen"

hehe - der obama - ein ganz lustiger. das einzige land das sich diesen satz wirklich sparen kann sind die usa - das ziel der amerikaner kann nur sein eine legitime "besetzung" der grenzregion israel palästinenser staat zu erreichen - das würde die heimische waffenindustrie fördern ohne dass dafür tausende verrecken - eine besatzung ohne krieg.

ist zwar noch immer ein ekelhaftes motiv, aber wenn es gelingt hätte obama den druck der waffenlobby geschickt umgeleitet.

jesus mohamed von wien
10
24.9.2010, 01:41
ich bin ein obama!

Jung, männlich, attraktiv
10
24.9.2010, 01:19
"Die Führung in Teheran müsse jedoch unter Beweis stellen, dass sie mit ihrem Atomprogramm ausschließlich zivile Ziele verfolge. Die internationale Gemeinschaft suche weiter eine Lösung mit dem Iran"

Wofür eine "Lösung" wenn es gar kein Problem gibt???

Dieses KÜNSTLICH HERBEIGEREDETE "PROBLEM" hat - ähnlich wie die pöhsen, pöhsen "Massenvernichtungswaffen" des Irak oder der "Terror-Scheich" aus der Höhle in Afghanistan - nur den Zweck, einen VORWAND für die GEOSTRATEGISCHEN ANGRIFFSKRIEGE der Amerikan(ischen Regierungs- und Militärverbrech)er zu liefern!

Ist aber verständlich: "Wir bomben Afghanistan/Irak/Iran/etc. zurück in die Steinzeit (und nehmen Millionen von unschuldigen Toten in Kauf) weil wir einen riesigen geostrategischen Vorteil haben, wenn wir dieser Länder und ihrer immensen Bodenschätze kontrollieren" klingt in den Ohren der normalen Bevölkerung eben nicht so unterstützungswürdig!

Erich_1
00
26.9.2010, 11:52

Geh Risiko spielen, dort ist die Welt so schön einfach, wie du sie dir vorstellst!
Heutzutage glaubt anscheinend jeder, Politexperte zu sein. Du bist auf jeden Fall keiner.

Demokratischer Sozialismus
04
24.9.2010, 00:24
obama regiert vernünftiger und vorraussehender als bush...

ich hoffe auch gute erfolge für obama und dessen agenden...

derandi903
21
24.9.2010, 06:31
du meinst berechnender und abgebrühter

als g. bush , das was obama macht
ähneld sehr der politik von bush .
spricht von friede und treibt den krieg
voran .

Edward NORTON
00
24.9.2010, 00:20
""Und die Tür bleibt für Diplomatie geöffnet, falls sich der Iran entscheiden sollte hindurchzugehen""

Das ist natürlich löblich, solange man nicht selbst versucht die Diplomatie zu unterwandern:

http://tinyurl.com/368oe25

Mir fallen genau 2 Nationen ein, die ein Interesse an solcher Manipulation hätten. Es gilt die Unschuldslammvermutung!

whei
11
24.9.2010, 04:02
Ah da gibts mehr Nationen

Sunniten können Schiiten nicht ausstehen und andersrum

salis
00
24.9.2010, 00:07
Roberts: "UN is a showcase for US propaganda"

http://www.youtube.com/user/RTAm... yTtJK8yN3g

Prof. Wolf
20
23.9.2010, 23:13
Obama weis sicher, dass das höchstens ein hübscher Traum ist,

denn ein Palästinenserstaat (da einseitig entschlossen) würde innerhalb von Obamas restlicher Amtszeit weder von der israelischen Regierung, noch vom jetzigen Kongress (falls es durch ein Wunder plötzlich sehr schnell gehen würde) schon gar nicht von nächsten Kongress anerkannt. Aber was erwartet man von jemanden, den man ins Amt jubelt und dann erwartet, dass er zaubert?

solandre
 
10
24.9.2010, 04:19

den palästinensischen staat traue ich ihm eher zu als ich ihm die gesundheitsreform zugetraut habe.

Edward NORTON
21
24.9.2010, 00:23
Der Alte vom Berge
21
23.9.2010, 22:48
Die Lösung über zwei Staaten...

...setzt demographische Veränderung über Zeiträume jenseits zwei Generationen Voraus.

Denken sie in Generationen. ^^

Erich_1
00
24.9.2010, 00:09
Blödsinn!

Seit Generationen wird dort unten Krieg geführt.

Und eine neue Generation wächst heran, die von den Eltern das Hassen lernen wird.
Es muss sich JETZT DIESE Generation ändern, sonst ändert sich nie was.

Alles andere sind Ausreden.

Alter Knacker
00
23.9.2010, 22:46

wenn die jetzt mit dem daher kommen, da müssen die Leute im Westen schon ziemlich angefressen sein von der Weltpoltik im islamischen Raum. Weil sonst hätten sie es ja schon vor 50 Jahr so machen können.

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