Facebook will Handy-Welt erobern

Patrick Drexler, 23. September 2010, 11:47
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    foto: apple

    Facebook will auf alle Smartphones

Berichte über Zusammenarbeit mit Handy-Hersteller - Strategie sieht Unterstützung aller Plattformen vor

Bloomberg berichtet, dass Hersteller INQ Mobile und Facebook gemeinsam zwei Smartphones im ersten Halbjahr 2011 auf den Markt zu bringen wollen. Dass es sich dabei um das kolportierte Facebook-Handy handelt, ist jedoch nicht gewiss. In einer Stellungnahme wollte Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Meldung nicht bestätigen, gab allerdings einen Ausblick auf die künftige Mobilfunkstrategie des sozialen Netzwerkes.

Erste Details

Der Nachrichtenagentur zufolge würden die Facebook-Geräte noch im ersten Halbjahr 2011 für Europa angekündigt, in den USA müsse man sich mindestens bis Juli gedulden. Als Betriebssystem soll Googles Android zum Einsatz kommen. Es wird weiters erwartet, dass die beiden Smartphones mit einem Touchscreen ausgestattet werden und eines der Geräte auch über eine QWERTZ-Tastatur verfügen soll.

Augie Ray, Analyst des Marktforschungsunternehmens Forrester Research bestätigt das Potenzial für ein eigenes Facebook-Phone: "Leute aktualisieren zunehmend ihren Status wenn sie unterwegs sind". Mehr als ein Viertel der 500 Millionen Facebook-Nutzer, besuchen das soziale Netzwerk über ihr Smartphone.

Facebooks mobile Zukunft

Von Seiten Facebooks heißt es lediglich, dass man in Zukunft weiter mit INQ Mobile zusammenarbeiten möchte. Die jüngsten Meldungen über ein eigenes Smartphone wollte man aber nicht bestätigen.  INQ Mobile verkaufte in der Vergangenheit bereits Mobiltelefone mit Facebook-Features. Für einen Kommentar war der Hersteller nicht bereit, auch der Mutterkonzern Hutchison Whampoa nannte keine weiteren Details.

Zuckerberg

Im Gespräch mit dem Branchenmagazin Techcrunch werden die Gerüchte um ein Facebook-Smartphone von Mark Zuckerberg zwar ebenfalls nicht dementiert. Zuckerberg erklärt aber, dass es sich bei den bislang aufgetauchten Details nur um Teilinformationen handle. Sein Unternehmen wolle nicht mit Apples iPhone oder mit Motorolas Droid konkurrieren. Vielmehr setze man darauf, die Erfahrung auf den Geräten zu verbessern, indem man in die Entwicklung für unterschiedliche Plattformen investiere. Momentan setze man primär auf eine tiefere Facebook-Integration - auch in Zusammenarbeit mit Apple. Doch auch Android gewinne zunehmend an Relevanz und wenn die Zeit gekommen ist, werde man die eigenen Ressourcen auch in Microsofts Windows Phone 7 investieren.

Auch die Arbeiten an einer plattformübergreifenden HTML5-Version halten weiter an. Damit eröffne sich die Möglichkeit Facebook auf allen mobilen Geräten verfügbar zu machen. Angesichts der Tatsache, dass das Unternehmen "lediglich" über 400 bis 500 Entwickler verfüge, sei man nicht dazu in der Lage eine eigene Facebook-App für jedes Gerät zu entwickeln.

Kein eigenes Betriebssystem

Zuckerberg wehrt sich im Gespräch mit Techcrunch mehrmals dagegen, dass Facebook Smartphones á la iPhone und Co plane. Berichte darüber erschwerten die Zusammenarbeit mit Partnern, da diese Angst vor Konkurrenz haben. "Es ist uns also sehr wichtig, dass die Leute unsere Strategie verstehen und dass es unser Ziel ist alles sozialer zu machen", so der Facebook-Chef.

Mark Zuckerberg stellt weiters fest, dass Facebook in naher Zukunft kein eigenes Betriebssystem vorstellen werde. Die Arbeiten daran würden sich über mehrere Jahre erstrecken, das sei folglich höchstens ein Thema für die ferne Zukunft. (pd)

Der WebStandard auf Facebook

Tinitfax
00
24.9.2010, 10:11
Fällt sicher wenigen auf:

500 Millionen Menschen sind weltweit bei Facebook registriert. Klar, weil der Account nicht löschenbar ist, und viele mehrere Accounts besitzen.
Bin gespannt wie lange sich die Leut noch an der Nase führen lassen.

ruprecht x
00
24.9.2010, 15:58

sie irren sich. ein facebook account ist mit leichtigkeit löschbar. sie müssen nur auf einen button klicken und nach 14 tagen wird ihr account gelöscht.

Deserteur
00
23.9.2010, 14:59
Alle Big Player eifern jetzt einander nach und versuchen nach Möglichkeit keinen enteilen zu lassen!

Das werden noch spannende Jahre mit x möglichen Konstellationen und Kombinationen...
Nach der Konsolidierung (2015?) wird es dann darauf ankommen, wer dann von den noch Übrigen beim nächsten großen Entwicklungsschub (2020?) am besten aufgestellt / gewappnet sein wird...

haggle.123
11
23.9.2010, 11:49

Überschrift: Nonsense.

Hosh Bert
06
23.9.2010, 12:08
Das wichtigste ist ja...

...das ein Apple Produkt in der Überschrift vorkommt :P

Deserteur
00
23.9.2010, 15:31
Dahinter steckt doch sicher der Wunsch, das positive Image des erfolgreichen Fashionphones möge auf die Zeitung abfärben!

"DerStandard, die Zeitung zum iPhone! 60 Prozent der Fanboys sind Standard-Leser..."
Foto: grauer Marmor-Kaffeehaustisch mit Standard und daraufliegendem iPhone-Juwel...
…das “Standard-Phone“?

name steht im ausweis
00
23.9.2010, 14:32

Hauptsache es wirkt. Mindestens drei Mal … bislang!

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