Berichte über Zusammenarbeit mit Handy-Hersteller - Strategie sieht Unterstützung aller Plattformen vor
Bloomberg berichtet, dass Hersteller INQ Mobile und Facebook gemeinsam zwei Smartphones im ersten Halbjahr 2011 auf den Markt zu bringen wollen. Dass es sich dabei um das kolportierte Facebook-Handy handelt, ist jedoch nicht gewiss. In einer Stellungnahme wollte Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Meldung nicht bestätigen, gab allerdings einen Ausblick auf die künftige Mobilfunkstrategie des sozialen Netzwerkes.
Erste Details
Der Nachrichtenagentur zufolge würden die Facebook-Geräte noch im ersten Halbjahr 2011 für Europa angekündigt, in den USA müsse man sich mindestens bis Juli gedulden. Als Betriebssystem soll Googles Android zum Einsatz kommen. Es wird weiters erwartet, dass die beiden Smartphones mit einem Touchscreen ausgestattet werden und eines der Geräte auch über eine QWERTZ-Tastatur verfügen soll.
Augie Ray, Analyst des Marktforschungsunternehmens Forrester Research bestätigt das Potenzial für ein eigenes Facebook-Phone: "Leute aktualisieren zunehmend ihren Status wenn sie unterwegs sind". Mehr als ein Viertel der 500 Millionen Facebook-Nutzer, besuchen das soziale Netzwerk über ihr Smartphone.
Facebooks mobile Zukunft
Von Seiten Facebooks heißt es lediglich, dass man in Zukunft weiter mit INQ Mobile zusammenarbeiten möchte. Die jüngsten Meldungen über ein eigenes Smartphone wollte man aber nicht bestätigen. INQ Mobile verkaufte in der Vergangenheit bereits Mobiltelefone mit Facebook-Features. Für einen Kommentar war der Hersteller nicht bereit, auch der Mutterkonzern Hutchison Whampoa nannte keine weiteren Details.
Zuckerberg
Im Gespräch mit dem Branchenmagazin Techcrunch werden die Gerüchte um ein Facebook-Smartphone von Mark Zuckerberg zwar ebenfalls nicht dementiert. Zuckerberg erklärt aber, dass es sich bei den bislang aufgetauchten Details nur um Teilinformationen handle. Sein Unternehmen wolle nicht mit Apples iPhone oder mit Motorolas Droid konkurrieren. Vielmehr setze man darauf, die Erfahrung auf den Geräten zu verbessern, indem man in die Entwicklung für unterschiedliche Plattformen investiere. Momentan setze man primär auf eine tiefere Facebook-Integration - auch in Zusammenarbeit mit Apple. Doch auch Android gewinne zunehmend an Relevanz und wenn die Zeit gekommen ist, werde man die eigenen Ressourcen auch in Microsofts Windows Phone 7 investieren.
Auch die Arbeiten an einer plattformübergreifenden HTML5-Version halten weiter an. Damit eröffne sich die Möglichkeit Facebook auf allen mobilen Geräten verfügbar zu machen. Angesichts der Tatsache, dass das Unternehmen "lediglich" über 400 bis 500 Entwickler verfüge, sei man nicht dazu in der Lage eine eigene Facebook-App für jedes Gerät zu entwickeln.
Kein eigenes Betriebssystem
Zuckerberg wehrt sich im Gespräch mit Techcrunch mehrmals dagegen, dass Facebook Smartphones á la iPhone und Co plane. Berichte darüber erschwerten die Zusammenarbeit mit Partnern, da diese Angst vor Konkurrenz haben. "Es ist uns also sehr wichtig, dass die Leute unsere Strategie verstehen und dass es unser Ziel ist alles sozialer zu machen", so der Facebook-Chef.
Mark Zuckerberg stellt weiters fest, dass Facebook in naher Zukunft kein eigenes Betriebssystem vorstellen werde. Die Arbeiten daran würden sich über mehrere Jahre erstrecken, das sei folglich höchstens ein Thema für die ferne Zukunft. (pd)
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