Experten in den Irak

29. April 2003, 18:12
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UNESCO will Datenbank für Kulturgüter aufbauen

London - Die UNESCO will eine internationale Datenbank aufbauen, in der alle im Irak verschwundenen Kunstgegenstände gespeichert sind. Polizei und Zollbehörden könnten dann jeweils sehr schnell überprüfen, ob sie möglicherweise auf Schmuggelobjekte gestoßen seien, teilte die UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur am Dienstag bei einer Konferenz in London mit. Dabei werde man eng mit der internationalen Polizeibehörde Interpol kooperieren.

Die Datenbank müsse jetzt möglichst schnell realisiert werden, hieß es. Dafür will die UNESCO in den nächsten Tagen acht Experten in den Irak schicken. Diese Fachleute sollen klären, was genau aus dem Irakischen Nationalmuseum und anderen Kulturstätten verschwunden ist. Eine gewissenhafte Bestandsaufnahme sei der erste Schritt zur Rückgewinnung der Kunstschätze, erläuterte die UNESCO.(APA)

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