Qualitätssicherung

Wikipedia lässt Artikel bewerten

Zsolt Wilhelm, 22. September 2010, 16:23
  • Artikelbild
    foto: der standard/matthias cremer

    Wikipedia soll vertrauenswürdiger werden

Testphase mit 400 Beiträgen gestartet

Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia will Lesern künftig die Möglichkeit bieten, Artikel zu bewerten. Dazu hat der Betreiber, die Wikimedia Foundation, einen Testbetrieb gestartet und 400 englischsprachige Beiträge zur Bewertung (1 bis 5 Punkte) in mehreren Kategorien freigegeben. Gewertet wird danach, wie gut belegt, lesbar, vollständig und neutral die Artikel sind.

Lesereinbindung und Seriosität

Die Wikimedia Foundation will damit die Leserschaft in die Qualitätsprüfung einbinden und die Reputation des Nachschlagewerks steigern. Am Test kann jeder Leser teilnehmen, danach soll entschieden werden, ob die Bewertungsfunktion von Artikeln weiter frei zugänglich bleiben oder nur registrierten Nutzern zur Verfügung stehen soll. (zw)

Der WebStandard auf Facebook

Links

Wikipedia

Kommentar posten
10 Postings
jayframe
01
23.9.2010, 13:48

Sowas würde ich mir manchmal auch für die Suchergebnisse bei Google wünschen...

geek!
00
1.10.2010, 07:46
gibt es!

Wenn du eingeloggt bist kannst du jedes Suchergebnis bewerten und auch die aktuellen Bewertungen sehen

Cyborg78sbg
00
23.9.2010, 09:46
In gewisser weise finde ich das gut.

Besonders im technischen Mathematischen Bereich gibts so manchen Artikel der so kompliziert geschrieben ist, dass er wiederum wertlos ist, weil ihn ohnehin kaum jemand versteht. Und die ihn verstehen, brauchen den Artikel meist ohnehin nicht.

Würde man solche Artikel bewerten können, und der Großteil der Bewertungen fällt eben negativ aus weil der Artikel so unverständlich ist, dann überdenkt derjenige diesen Artikel vielleicht, oder er wird von jemand überarbeitet, der Wissen auch wirklich vermitteln kann.

Den das Ziel von Wikipedia sollten nicht hoch wissenschaftliche Texte sein, sondern leicht verständliche Texte zu einem Thema. Will ich in ein Thema tiefer rein muss ich mir ohnehin anderweitige Literatur besorgen(z.B. Bibliothek).

klausenpown
00
23.9.2010, 12:09

Ich denke in Wikipedia hat alles Platz - und Wikipedia (wer auch immer das ist, die WMF, die Admins, die Autoren, die Leser?) lebt davon, dass auch Pokemon Artikel in Länge in Breite beschrieben sind. Viele Artikel haben einen leicht verständlichen Einstieg und werden später hochkomplex. Manches das hochkomplex ist, lässt sich fast nicht mehr für den Otto Normal Mathematiker/Leser runterbrechen.

Ein hochkomplexer Artikel ist für mich per se nichts schlechtes, solange auch noch Platz für die einfache Version ist. Wenn diese fehlt - Im Forum requesten, oder eben neu - bewerten mit Kommentar, dass es schwer verständlich ist.

Liberaler Humanist
20
22.9.2010, 17:27
Diese Idee ist ein völliger Unfug, das hat die WMF auch gewusst, aber Hauptsache man kann Geld für irgendetwas ausgeben.

Das ganze wird ein fürchterlicher Misserfolg werden. Von den Diskussionsseiten weiß man bereits jetzt, dass Fans und Ähnliche Artikel positiv sehen, wenn das Thema positiv und lobend beschrieben wird. Wird das Thema neutral behandelt wird der Artikel negativ gesehen, da er das Thema zuwenig lobt.

klausenpown
01
23.9.2010, 12:06

Das mag richtig sein für den Artikel: 'Star Trek The Next Generation Staffel 4 Folge 22: Der Angriff der Borg (2)' oder irgendetwas, das primär für Fans interessant ist - und da ist es wohl auch egal, da wird in den Foren schon so viel gespammt.

Für einen prinzipiell neutralen, informativen Artikel werden die Leser sicherlich den Artikel so bewerten, wie sie ihn empfunden haben. Informativ, verständlich und vor allem korrekt.

Die Bewertungsfunktion ist sicher nochmal ein Schub die Quanitität und Qualität der Artikel hochschrauben, weil die Autoren und Editoren direktes Feedback erhalten und sich mit positivem Feedback 'besser fühlt.'

Standard Poster freuen sich auch wenn ein lustiger KOmmentar 20 Grüne Stricherl kriegt :)

hurdy gurdy
00
22.9.2010, 19:28
kann man auch anders sehen

der Prozentsatz der Fundis die alles eindimensional einordnen und als Religion verstehen dürfte prozentual gering sein, wenn sich genügend User an der Bewertung beteiligen dürften die Wiki-Talibans untergehen.
Derzeit kontrollieren wenige den Content auf Wikipedia, bin mir nicht sicher ob die ausreichend kontrolliert werden.
Wikipedia ist inzwischen fast eine mächtige Institution geworden, daher ist da eine Kontrolle sicher angebracht.
Ob die Bewertung der richtige Weg ist: Vielleicht.
Einen Versuch ist es aber wert.

masterjo
00
22.9.2010, 16:56

gute idee! bin gespannt was beim dem test rauskommt und ob die wertung sinn macht - guter test für den durchschnitts-wikipedia-konsumenten!

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
32
22.9.2010, 16:48
edits werden nur noch von "alles-wissenden" admins durchgeführt

was ihnen nicht passt, fällt raus.
weil die admins natürlich wissen, welche informationen wie wertvoll sind...

edits von privatpersonen gibts so wie so nicht mehr.
diese werden gesperrt und die edits zurückgesetzt.

Machtjan X
00
22.9.2010, 23:21
Sansa sesiha ?

Ihre Behauptung ist unrichtig. Stoppen sie den Zensurwahn von "Stoppt den Zensurwahn etc.", der darin besteht, dass Sie eine Zensur wähnen, die so nicht existiert und durch überschießende Behauptungen zu stützen suchen.

Ja, Admins vergreifen sich manchmal und ebenso manchmal gerät wer in einen Rausch der Administrativmacht. Das wird aber ziemlich eben so oft gestoppt wie der manchmal mutwillige Vandalismus mancher Gelegenheits-User und mancher Hobby-Vandalen.

Insgesamt ist mein Eindruck als Mitspieler beim Wikipedia-Spiel, dass der tägliche Editionsdurchschnitt deutliche Verbesserungen und Erweiterungen des Wikipedia-Weltbildes bringt.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.