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Brüssel - Die Europäische Kommission will Zucker im Fruchtsaft vollständig verbieten. Das sieht eine am Mittwoch in Brüssel vorgestellte Neufassung der EU-Fruchtsaftrichtlinie vor. Damit will die Kommission für eine ausgewogenere Ernährung sorgen. Nach den seit 2001 geltenden Regeln dürfen Getränkehersteller bis zu 15 Gramm Zucker pro Liter zusetzen, wenn die Früchte wegen schlechten Wetters nicht süß genug sind. Im Zutatenverzeichnis muss der Zuckerzusatz dann nicht angegeben werden.
Nach dem Vorschlag dürfen künftig nur noch Nektare und Fruchtsaftgetränke mit einem großen Wasseranteil Industriezucker erhalten. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssen den Plänen noch zustimmen. (APA)
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gibt es überhaupt kein verbot von zucker - es ist nur nicht mehr möglich am verpackungszettel bei den zutaten, wie bisher, den zucker nicht zu vermerken wenn weniger als 15 gramm enthalten sind.
bitte die überschrift + artikel anpassen.
das frage ich ich schon auch sehr oft.
sie haben auch recht, dass durch verbote nicht die eigenverantwortung gelernt wird.
aber sie übersehen den dritten mit der manipulation, der sich im hintergrund hält, und sich ins fäustcehn lacht, wenn alles so bleibt.
sie vergessen, dass der mensch eine organismus ist, der konditioniert wird. seit pablow wissen wir das sehr genau. die industrie hat sich das in vielen bereichen zu nutzen gemacht. beim zucker bis zum blutdrucksenker. nur der einzelne kann dieses wissen nicht umsetzen oder will es nicht. da können sie eigenverantwortung rufen und geben der konditionierten reflexen freien lauf.
eine andere strategie wäre besser. haben sie einen vorschlag?
Eine gute Portion Eigenverantwortung traue ich einzelnen Menschen durchaus zu, was aber ist mit denen die jenen täglich einen Bären auf die Nase binden um Profit zu machen. Du hörst ja, 15g Zucker und keiner muss es wissen.
Ich finde es, wenn auch nur ein ganz kleines bischen, beruhigend wenn es noch Richtlinen und Regeln gibt, die uns helfen ein bischen Orientierung zu finden in dem Wahnsinn der Profitmaximierung.
In den Unternehmensführungen sitzen Juristen und Erbsenzähler und einen Unternehmer zu finden der einfach nur, sagen wir mal, einen guten Fruchtsaft herstellen will ist ähnlich aussichtslos wie einen laubgrünen Schwan in freiher Wildbahn zu fotografieren.
Wenn Sie sich nicht die Mühe machen wollen, sich selbst zu informieren und die Konsequenzen daraus zu ziehen, kurz: das Leben eines Erwachsenen zu leben, wird es jemand anderer tun und ihnen SEINE Version der Wahrheit aufdrücken.
Diese Die-wissen-schon-was-gut-und-richtig-ist-Gläubigkeit ist die Grundlage jeder Diktatur.
Denken Sie mal darüber nach.
Genau diese "Obrigkeit" macht es aber erst möglich, dich selbst zu informieren. Ohne Verpflichtung, würden die Hersteller keinerlei Informationen über die Bestandteile rausrücken.
Die meisten Gesetze sind Reaktionen auf bestehende Probleme. Das heisst nicht, dass jeder Problemlösungsansatz gut und richtig ist, darauf zu vertrauen, dass sich jeder nur informieren muss, ist meiner Ansicht nach etwas kurzsichtig.
Es besteht von Natur aus kein Anspruch auf so etwas illusorisches wie "Chancengleichheit".
Ich (kleines Beispiel, eh nicht mehr) weiß das mit der 15%-Korrekturzuckerung seit ca. 7-8 Jahren durch - traraa - Wikipedia!
Und kaufe daher auch nur, wenn überhaupt, Säfte, wo definitiv "Ohne Zuckerzusatz" (o.ä.) draufsteht.
Und ohne böser "Profitgier" (Syn. zu "Kapitalismus") gäbe es genau die Orangen am Baum, aber keinen, der böse Säfte mit oder ohne Zucker daraus macht.
Auch der kleinste Saftpresser täte einem ggf. auch komplett Zwangsabgabefreitem ("Steuern") Gemeinwohl Gutes, wenn er Profit macht.
"Von Natur aus" gibt es eigentlich auf *nichts* einen Anspruch, da "von Natur aus" das Recht des Stärkeren gilt. Es gibt also auch von Natur aus auch kein Recht auf Eigentum. Es gibt auch von Natur aus kein Recht, nicht belogen zu werden. Erst der Gesetzgeber macht aus der Aufschrift "Ohne Zuckerzusatz" etwas, worauf Du Dich prinzipiell verlassen kannst.
Richtig - von natur aus nicht - aber dafür gibt es den gesetzgeber. Sozialstaat bedeutet nicht nur arbeitslosengeld, krankenversicherung etc. - es bedeutet auch, dass der gesetzgeber darauf schauen müsste, dass "schwächere" vor "stärkeren" geschützt werden.
Man kann sich nicht immer überall informieren bzw. auskennen.
Der kleine Saftpresser wird zuerst schauen, dass es ihm gut geht.
Voluntaristisch gesehen mag man Ihnen da noch "die besten Absichten" unterstellen, wenn Sie an den Schutz des Schwächeren vor einen Stärkeren glauben ("das Recht des Stärkeren" hat übrigens nichts mit Natürlichem Recht zu tun, das nur nebenbei).
Dass Sie sofort bei Bismarcks Sozialstaat landen, spricht für sich - es gibt letztlich nur zwei Wege, Wohlfahrt zu organisieren: Privat und gemeinschaftlich oder eben Staatlich und Herrschaftlich via sog. "Umverteilung". Dass Sie und ich und alle anderen nichts anderes mehr kennen als zweiteres sagt uns jetzt was genau?
Und hoffentlich wird der kleine wie der große Saftpresser zuerst schauen, dass es ihm gut geht, was denn sonst?! Ist schwer genug bei über 50% abgeknüpften "Steuern".
"Auch die Einmischung des Gesetzgebers ist im Endeffekt ein Produkt der Gemeinschaft."
Bei allem Respekt - hier nehmen Sie sich im Sinne dessen, so etwas noch gelassen auszusprechen, wohl zu Recht selbst nicht mehr sehr ernst, oder? Wenn doch, dann erlauben Sie mir, Sie zur Lektüre zweier Essays einzuladen, die sicherlich besser zum Ausdruck bringen, warum ich die bei Ihnen durchklingende Festgefahrenheit in einem Begriff sogar als etwas beängstigend empfinde, als ich es vermag (ich bin mir nicht zu schade, das gerne einzugestehen.):
a) http://bit.ly/baLKyV
b) http://bit.ly/98QUAR
Schutz Schwächerer daccor'd, aber nicht via den anonymen, immer und einzig auf Kosten der sog. "Allgemeinheit" pleite seienden Staat, der nie genug kriegt.
Muss gestehen diese Disskusion ist mir via Postings zu umfangreich bzw. "schwergewichtig".
Ich glaube wir streben grundsätzlich das selbe bzw. ähnliche Ziel an, nur verwenden wir begriffe unterschiedlich oder wollen das ziel auf anderen wegen erreichen. Ich komme aus der juristischen Ecke, daher kann es leicht sein, dass wir zwar das gleiche meinen aber anders benennen oder umgekehrt, das selbe wort eine andere bedeutung hat.
Gut, Danke trotzdem für 's nette Gespräch.
Ich denke nicht, dass wir grundsätzlich das selbe Ziel anstreben. Schon deswegen, weil ich jeglichen kollektivistischen, gleichmachenden, den Menschen entmündigenden Ansatz konsequent verneine - auf all das laufen letztendlich nie rechtfertigbare/begründbare Ansprüche und deren Einpflanzung in das Denken der Menschen wie die Forderung nach noch mehr Ge-/Verboten und Regelungen hinaus.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und eine gute Zeit.
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