Buchvorstellung

In den sozialen Netzwerken kann jeder für sich werben

21. September 2010, 10:15

Neben Chancen lauern auch Fallstricke - "Das Social Media Marketing Buch"

Selbstdarstellung und Marketing, das ist in Internetzeiten nicht mehr nur etwas für Firmen und große Konzerne. Vor allem die neuen sozialen Netzwerke bieten inzwischen Möglichkeiten, die jeder ganz leicht für sich persönlich nutzen kann. Aber natürlich haben hier auch Marketingexperten ein weites Feld, das zielgerichtet bestellt werden will. Was für Chancen, aber auch welche Fallstricke es gibt, zeigt der amerikanische Autor Dan Zarrella in seinem jetzt im Verlag O'Reilly in deutscher Übersetzung erschienenen "Social Media Marketing Buch".

Wie mab YouTube und Co nutzt

Da das Internet inzwischen zahlreiche Möglichkeiten bietet, sich mit anderen zu vernetzen und sich selbst und seine Ansichten einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren, gibt Zarrella zunächst einen Überblick über die wichtigsten Medienformen, ihre Vor- und möglichen Nachteile. So zeigt er, was Blogs, Twitter, Microblogging und Social Networks sind, wozu sie sich eignen und wozu nicht. Er erklärt mit großer Sachkenntnis, wie man Mediasharing-Dienste wie YouTube oder Flickr, Social News und Bookmarking oder auch Verbraucherportale nutzen kann. Ebenso klar zeigt er, was man in den jeweiligen Diensten auf keinen Fall tun sollte, um zum Beispiel nicht als Spammer oder durchsichtiger Geschäftemacher zu gelten. Denn im Internet ist der Ruf schnell ruiniert - und so schnell vergisst das Web nicht.

Überblick

Am Ende jedes Kapitels listet Zarrella die Kernpunkte der jeweiligen Kapitel noch einmal übersichtlich auf. Das Buch ist etwas für all jene, die um die Bedeutung der neuen sozialen Netzwerke wissen, sich aber erst einmal einen Überblick verschaffen und überlegen wollen, wie sie am besten vorgehen sollten. Das Buch regt vor allem zum Nachdenken an. Von zahlreichen Tipps Zarrellas kann man sicher profitieren. Am Ende zeigt er dann auch noch, wie man den Erfolg der eigenen Bemühungen kontrollieren kann. Die durchaus zahlreichen deutschen Bezüge und Beispiele in dem Buch wurden von der Bearbeiterin, der Medienberaterin Karen Heidl hinzugefügt, die erläutert, was es mit XING, den VZ-Netzwerken oder Qype auf sich hat.

Ehrlicherweise sollte man aber lieber von einem Taschenbüchlein sprechen, denn das Werk ist in A5, also dem halben A4-Format gedruckt worden. Dadurch sind die Seiten sehr übersichtlich und haben nur so etwa 25 Zeilen. Hinzu kommen zahlreiche Abbildungen der besprochenen und vorgestellten Websites.(dapd)

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