Versöhnliches Grenztreffen der Präsidenten Ungarns und der Slowakei

29. April 2003, 15:57
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Konflikte um Statusgesetz noch nicht vollständig beigelegt

Budapest - Der ungarische Staatspräsident Ferenc Madl und sein slowakischer Amtskollege Rudolf Schuster haben sich am Dienstag an der gemeinsamen Grenze ihrer Staaten getroffen, meldete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. In Putnok auf der ungarischen Seite wohnten sie der Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages mit dem slowakischen Tisovec bei.

Die heutigen Slowakei war unter dem Namen Oberungarn vor dem Friedensvertrag von Trianon 1920 ungarisches Staatsgebiet. Um die Rechte der in der Slowakei lebenden Ungarn gab es zuletzt im Zusammenhang mit dem ungarischen Statusgesetz Zwistigkeiten. Das Gesetz, das von der vorherigen rechtskonservativen ungarischen Regierung von Viktor Orban eingeführt wurde, gewährt den Mitgliedern der ungarischen Minderheit in den Nachbarländern umfassende Unterstützungen und Vorteile. Derzeit bereitet die sozialliberale Regierung von Peter Medgyessy eine Änderung des Gesetzes vor. Die Slowakei hatte allerdings bisher die Existenz eines Statusgesetzes von vornherein abgelehnt und seine Abschaffung gefordert.(APA/dpa)

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