EZB gibt Hoffnung auf Erholung nicht auf

29. April 2003, 15:32
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Aussicht auf Rückgang der Inflation sei intakt - Zinssignal bleibt aus

Brüssel - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung in der Euro-Zone in diesem Jahr trotz der auch nach dem Irak-Krieg anhaltenden Unsicherheit noch nicht aufgegeben.

Nach einem nur mäßigen Wachstum im ersten Halbjahr 2003 erwarte die EZB weiterhin eine schrittweise Konjunkturerholung, die mit schwindender Unsicherheit einhergehen sollte, sagte EZB-Vizepräsident Lucas Papademos am Dienstag im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments (EP).

Zugleich seien die Aussichten für einen Rückgang der Inflation unter die EZB-Toleranzgrenze von zwei Prozent nach wie vor günstig. Er gab damit kein Signal dafür, dass die EZB noch einmal wie von vielen Volkswirten erwartet und gefordert die Zinsen senken wird.

Bereits nach der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds vor zwei Wochen hatte EZB-Chef Wim Duisenberg die Zinssenkungshoffnungen an den Märkten mit dem Hinweis gedämpft, die Geldpolitik könne die konjunkturhemmende Unsicherheit nicht vertreiben und die Zinsen seien mit stabilen Preisen vereinbar. An den Finanzmärkten wird für die nächsten Monate inzwischen nur noch eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet. Die EZB hatte den Leitzins im März um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent reduziert. (APA/Reuters)

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