Kartnig spricht von "frechen Ausländern"

29. April 2003, 16:04
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Üblicher Rundumschlag des Sturm-Chefs: Gagen werden gekürzt, Manager Schilcher kritisiert, die Legionäre wieder ins Visier genommen

Wien - Wenige Tage nach seiner Rückkehr von einem ausgedehnten Urlaub zeigte sich Hannes Kartnig, Präsident des österreichischen Fußball-Bundesligisten Sturm Graz, wieder von seiner altbekannten Seite. Der Sturm-Boss kündigte in einem Interview mit der Wiener Info-Illustrierten "News" Gagenkürzungen bei seinen Spielern um 30 Prozent an und will mehr junge Österreicher in seinem Verein spielen sehen.

"Jahre der fetten Gagen sind vorbei"

"Ab sofort gibt's wieder Hausmannskost, die Jahre der fetten Gagen sind vorbei", erklärte Kartnig in "News" und will in Zukunft keine Ausländer mehr nach Graz holen. "Ich will keine Ausländer mehr sehen, ich will Österreicher. Aber mein Manager, der Heinz Schilcher, holt die ganze Zeit nur Ausländer. Was soll das? Die kosten nur viel und sind wirklich nicht überragend. Außerdem sind's dann noch frech und undiszipliniert."

Millionen aufgebraucht

Kartnig gab zu, dass die aus der Champions League lukrierten Millionen-Beträge aufgebraucht seien. Bei einem Treffen mit Bundesliga-Präsident und Austria-Mäzen Frank Stronach vor einigen Tagen in Florida sei daher über eine Kooperation gesprochen worden. "Wir haben uns angenähert, und im Mai werden wir konkreter diskutieren. So etwas wie zwischen Stronach und der Austria wird es mit Sturm nie geben. Aber wir werden kooperieren."(APA)

  • Hannes Kartnig als Werbeträger für American Express.

    Hannes Kartnig als Werbeträger für American Express.

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