Ein neues Buch widmet sich einzig und allein der unscheinbaren Knolle
Ein bisschen kann man sie als Kürbisnachfolger sehen: Meist auch innen orange, ebenso leicht süßlich im Geschmack und derzeit groß in Mode: Süßkartoffeln werden immer häufiger in heimischen Supermärkten und Gemüsekisteln diverser Biolieferanten gesichtet.
Im Gegensatz zum Kürbis werden die großen Kartoffeln allerdings nicht bei uns angebaut, das Klima im Großteil Europas ist den großen Knollen einfach zu kalt. Auch wenn sie Süßkartoffeln heißen, sind sie doch mit den "normalen" Kartoffeln nicht verwandt. Triebe und Blätter der Süßkartoffel sind genießbar, und weltweit ist die Süßkartoffel auf Platz drei der Wurzel- und Knollennahrungspflanzen erfährt man im einleitenden Teil von "Süßkartoffel", dem laut Verlag ersten Kochbuch, das sich nur der unscheinbaren Knolle widmet.
Nebst Geschichtlichem wird auch der Umgang mit der süßen Knolle gelehrt, danach folgen Rezepte für jeden Menügang: Von der Vor- und Hauptspeise - ("Süßkartoffelsüppchen mit Kokosschaum") über Süßkartoffeln als Begleiter (z.B. glasierte Süßkartoffeln, die mit Cranberries und Nüssen gegart werden) und als Dessert (schwer vorstellbar: Crème brulée aus Süßkartoffeln) - reicht die Palette der 50 Rezepte im Buch. (ped, derStandard.at, 20.09.2010)