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Durban - Angesichts massiver Kritik aus den eigenen Reihen hat Südafrikas Präsident Jacob Zuma am Montag die Einheit seiner Partei beschworen. In einer flammenden Rede zur Eröffnung einer fünftägigen Konferenz des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) in der Hauptstadt Durban rief Zuma die rund 3000 Delegierten auf, Spaltungstendenzen in der Partei entgegenzutreten und Einigkeit zu demonstrieren.
Derzeit gebe der ANC das Bild ab, als sei er "ein Sammelbecken für Leute, denen es nur darum geht, Posten für sich zu ergattern", sagte Zuma. "Für unsere Organisation ist es nun Zeit zu reagieren. Wir müssen uns gegen diejenigen stellen, die solche Aktivitäten verfolgen und die Organisation schwächen."
"Beutestaat"
Zuma geriet in den vergangenen Wochen durch die Kritik einstiger Verbündeter massiv unter Druck. Der Gewerkschaftsbund Cosatu wirft dem Präsidenten vor, öffentliche Aufträge an Vertraute, darunter seinen Sohn Duduzane, zu vergeben. Unter Zumas Führung werde Südafrika zu einem "Beutestaat", hatte der Cosatu erklärt. Auch die ANC-Jugendliga wandte sich gegen den Präsidenten, indem Liga-Chef Julius Malema eine Kampagne gegen die Polygamie startete. Der 68-jährige Zuma hat drei Ehefrauen und 21 Kinder.
Beide Organisationen hatten Zuma unterstützt und ihm ins Amt des Staatschefs verholfen. Sie werfen ihm aber heute vor, Forderungen des linken Parteiflügels etwa nach Verstaatlichung von Bergwerken und einer stärkeren Währungskontrolle zu vernachlässigen.
Zuma warf seinen Kritikern in Durban Diffamierung vor. "Wir haben Diffamierungskampagnen in den Medien gesehen und die Verbreitung von Klatsch über den einen oder anderen", rief er den Delegierten zu. Mit Blick auf die ANC-Jugend forderte er Respekt ein: "Die Jüngeren müssen die Älteren respektieren."
Der Parteikongress von Durban soll die politische Marschroute des ANC für die kommenden Jahre festlegen. Bei einem Parteitag 2012 soll der Kandidat für die nächste Präsidentenwahl im Jahr 2014 festgelegt werden. (APA)
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