Leasing & Fuhrpark

Sorglospaket für mobile Horden

Regina Bruckner, 19. September 2010, 16:55
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    foto: ap/sancetta

    Viele Flottenmitglieder können so richtig ins Geld gehen. Tipp: Auch das "Kleingedruckte" lesen. Gibt es die Möglichkeit, unlimitiert und nach Bedarf Reifen zu bestellen? Ist der Ölverbrauch im Vertrag inkludiert? Oder werden solche Posten bei Vertragsende nachgerechnet?

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    grafik: leaseplan

    Finanzierung ist noch lange nicht alles - die Posten im  Fuhrparkmanagement-Paket.

Dienstwagen, Lieferfahrzeuge, Stapler: Wo sie in Flotten auftauchen, machen sie viel Arbeit, die man auch in die Hände von Profis legen kann

Ob Dienstwagen, Lieferfahrzeuge, Lastwagen - wenn sie in Horden auftauchen, kosten sie viel Geld. Nicht nur die Anschaffung fällt ins Gewicht. Was dann kommt, kann zum Fass ohne Boden werden. Die Finanzierung schlägt grob gerechnet mit der Hälfte der Kosten zu Buche. "Man denke nur an die Administration", gibt Oliver Hillisch von der Bawag.P.S.K Leasing zu bedenken, "an die vielen Belege, die zu bearbeiten sind. Bei uns gibt es nur einen Beleg im Monat." Wolfgang Winkelmayer von UniCredit ergänzt die Liste mit "zahllosen Wartungsterminen, Ersatzteilbeschaffung, Schadensfall-Verwaltung, Versicherungsangelegenheiten." Fragen und Probleme, die man gerade in Krisenzeiten, wo besonders genau kalkuliert werde, verstärkt an Profis auslagere.

Rundumpaket

Die schnüren für ihre Kunden schon lange Rundum-Sorglos-Pakete: Von der betriebswirtschaftlichen Planung über Finanzierungsfragen bis zu Wartung, Service und Lösungsimplementierung reicht das Portfolio der Anbieter, die sich laufend allerlei Services einfallen lassen. Wer seine Flotte erst aufbaut, kann schon die Auswahl einem Experten übergeben und überlegen was genau er mitkaufen möchte. Die Leasing-Gesellschaften bieten sich mittlerweile als so genannte Full-Service-Partner an, die von der Autoauswahl bis zum Einkauf über den Verkauf nach der Nutzung alles Notwendige übernehmen. Sei es die ISO-Zertifizierung, die oft für Aufträge im öffentlichen Bereich erforderlich ist, das Gratis-Hol- und Bring-Service und das Ersatzauto im Reparaturfall, die Innen- und Außen-Reinigung, die "Pickerlüberprüfung", die Kontrolle, ob bei der Betankung alles im grünen Bereich ist: Am Ende machen die Details die Musik.

Planbar und professionell

Die Anbieter argumentieren mit planbaren Kosten und Professionalität. "Full-Service-Leasing zahlt sich schon ab einem Auto aus", wirbt LeasePlan-Chef Nigel Storny. Die Kombination von Fachwissen und guten Einkaufskonditionen, komme am Ende allen Kunden zugute, ist auch Alfred Berger von Raiffeisen-Leasing sicher: "Wenn uns die KFZ-Werkstatt um die Freigabe für den Einbau einer neuen Bremse bittet, weiß unser KFZ-Mechaniker ob das notwendig und der Preis ok ist." Neben der Qualitätssicherung und Kostenfrage gelte es, vor allem die Gesamtkosten im Auge zu behalten.

Bearbeitet wird der Markt von unterschiedlicher Seite. Leasinggesellschaften wie LeasePlan buhlen ebenso um die Kunden wie Autovermieter wie Sixt, Banken wie Bawag.P.S.K, UniCredit, Raiffeisen oder Erste Bank über ihre Leasing-Töchter und Hersteller wie MAN, Scania, Mercedes Benz, Porsche oder Renault über ihre Finanz- oder Leasingtöchter. Rundum-Service bieten mittlerweile nahezu alle an, Nutzfahrzeughersteller wie MAN und Scania für ihre eigenen Fahrzeuge, die Banken überwiegend im PKW-Bereich.

Vertrauen ist gut

Was sich der Kunde erwarte sei nicht nur die Bewirtschaftung und Wartung der Fahrzeuge. "Wir kümmern uns auch um die Fuhrparkoptimierung", sagt Winkelmayer: "Wenn Sie zum Beispiel als Vertreter ein größeres Gebiet erhalten, könnten wir die Kilometer auch nachbelasten. Wir sagen dem Kunden aber, dass hier nachjustiert werden muss. Bei fast 8.000 Fahrzeugen, die wir betreuen, bekommen wir natürlich auch die Winter- oder Sommerreifen billiger." Mit guten Einkaufskonditionen werben auch die anderen Anbieter. Bawag-P.S.K.-Mann Oliver Hillisch stellt den Kunden ein durchschnittliches Einsparpotenzial von rund 15 Prozent in Aussicht. "Die Kunden können die Kosten in diesem Bereich meist gar nicht einschätzen."

Die Sachverhalte, mit denen sich die Anbieter beschäftigen sind, vielfältig. Zum Beispiel gilt es bei der Anschaffung die Frage nach der Antriebstechnologie - Benzin, Diesel oder vielleicht gar Hybrid oder Elektroantrieb - zu klären. Letzteres ist zumindest im kommen. Raiffeisen hat laut Alfred Berger bereits die ersten Elektro-Autos in der Garage und auch schon einen Kunden, der damit fahren will. "Das ist aber derzeit noch eine Image-Geschichte." Bei LeasePlan sieht man in alternativen Antrieben ein "wesentliches Zukunftsthema". Geschäftsführer Nigel Storny hat sich auch schon ausgerechnet, was so ein E-Mobil an Aufwand bedeutet.: "Die Betriebskosten eines Elektrofahrzeuges belaufen sich bei einer Jahreskilometerleistung von 10.000 Kilometern auf unter 20 Cent/Kilometer. Bei einem vergleichbaren Fahrzeug als Dieselvariante ist mit plus 20 Prozent und als Benziner sogar mit plus 28 Prozent bei den Betriebskosten zu rechnen. Die Treibstoffkosten von konventionellen Fahrzeugen sind somit vier- bis fünfmal so hoch." Auf Basis der Gesamtkosten bewege man sich auf dem Niveau eines gehobenen Mittelklassefahrzeuges, so Storny. Oliver Hillisch ortet noch verhaltendes Interesse an Hybrid, Elektro und Co. "Was das Elektro-Auto betrifft, so gibt es noch viele Unbekannte", sagt Hillisch.

C02-Ausstoß im Blick

Wo sich die Anbieter einig sind: In Zeiten, wo kein ernstzunehmender Konzern am Thema Umwelt und Nachhaltigkeit vorbeikommt, werden meist auch die Flottenmitglieder kleiner. UniCredit-Mann Winkelmayer sieht wie die Konkurrenz einen eindeutigen "Trend zu C02-freundlicheren Autos. Damit schlagen die Kunden zwei Fliegen mit einer Klappe, denn die Flotte wird damit auch billiger." (Regina Bruckner, derStandard.at, 20.9.2010)

Kommentar posten
12 Postings
Peter_23
08
20.9.2010, 11:38
Werbeeinschaltung wie dieser Artikel sollten deutlich als Reklame gekennzeichnet sein.

Mann40
00
20.9.2010, 10:43

und schon wieder ein Arbeitsbereich, bei dem die Banken Ihre Finger im Spiel haben.
Warum beschneidet man nicht endlich die Möglichkeiten der Geldinstitute, sie haben nichts im Auto/Bau/Immobilien- usw. Sektor zu suchen.

Peter_23
00
20.9.2010, 11:36
Sie wollen bewusst die nächste Bankenkrise noch schneller und noch beschleunigter hervorrufen?

Überlegen Sie mal, was passiert wenn die armen Banken aus dem Versicherungs-/Vermietbereich rausgedrängt werden.

Mann40
00
20.9.2010, 12:48

@Peter23

mein Mitleid mit den "armen" Banken hält sich in Grenzen ;)

RebelAngel
 
01
19.9.2010, 23:22
so jetzt...

bitte alle die Hand hoch, die das "r" in der Überschrift noch übersehen haben beim ersten mal Lesen :-D

Blubber bläschen
00
21.9.2010, 11:24
TWO thumbs up :-)

Mastermix
00
20.9.2010, 13:27
meine ist oben

[sims]
00
20.9.2010, 11:56

Ich mag Ihre Art zu denken :)

vheissu
00
19.9.2010, 22:32

Das mit den Tierbildern scheint Wirtschaftsressorthumor zu sein. Mir gefällt's...

silverado1
11
19.9.2010, 19:25

kann irgendwer erklären warum bei irgendwelchen finanzblabla-meldungen immer vögel im bild sind???

was bitte haben gänse und pinguine damit zu tun???

sebl
15
19.9.2010, 17:13
oO

Sie lesen eine bezahlte, nicht gekennzeichnete Werbeeinschaltung ohne jedlichen weiteren Inhalt????

tablespace65
00
19.9.2010, 23:38

Sehr interessant! Das habe ich mir auch gedacht, zumal das zugehörige (durchaus entzückende) "Tierbildchen" eher auf eine Werbeeinschaltung denn auf einen seriösen Bericht schließen lässt...

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