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Washington - Fünf Monate nach Beginn der Ölpest im Golf von Mexiko gibt ein massives Fischsterben am Mississippi-Delta Rätsel auf. In einem alten Flussarm im US-Staat Louisiana wurde in der vergangenen Woche ein riesiger Teppich toter Meerestiere entdeckt. Nach Schätzungen könnten es mehrere Hunderttausend Kadaver sein - unter anderem von Flundern, Rotbarschen, Stachelrochen und Forellen. Die Behörden bezweifeln, dass die Tiere Opfer der Ölkatastrophe geworden seien.
Sie führen das massenhafte Verenden in dem Bayou Chaland auf Zonen mit niedrigem Sauerstoffgehalt zurück, wie sie jährlich in der Region auftreten sollen. Einen Zusammenhang mit der Ölkatastrophe sehen sie nicht. Umweltschützer und Lokalpolitiker jedoch sind skeptisch, sie fordern eine umfassende Untersuchung. Die Gesellschaft National Geographic zitierte Experten mit den Worten, dass möglicherweise beides zusammenkomme und die Ölpest die natürlichen Umstände verstärkt sowie verschlimmert habe.
Tote Fische und Seesterne
Von örtlichen Behörden verbreitete Aufnahmen zeigten im Chaland-Flussarm ein gigantisches Feld, das von weitem wie gepflastert aussieht. Leblose Tiere schwammen dicht an dicht mit der glänzenden Unterseite nach oben auf dem Wasser. Zuvor seien bereits in der nahe gelegenen Barataria Bay massenhaft tote Seesterne entdeckt worden, berichtete der Sender CBS. Am vergangenen Montag trieb ein junger Wal leblos nahe Venice (Louisiana) im Wasser.
Nach der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" am 20. April waren nach Schätzungen rund 660.000 Tonnen Rohöl ins Wasser geflossen, bevor das Leck Mitte Juli provisorisch abgedichtet werden konnte. Umweltschützer fürchten Langzeitfolgen für das Meeresleben - unter anderem durch Sauerstoffmangel, verursacht von den unzähligen ölfressenden Mikroben.
Geringer Sauerstoffgehalt
Nach Angaben von Olivia Watkins von der Fischereibehörde ist das Fischsterben tatsächlich auf einen geringen Sauerstoffgehalt zurückzuführen - verursacht durch einen niedrigen Wasserstand und hohe Temperaturen. Der Flussarm sei in Ebbe-Zeiten vom Golf von Mexiko abgeschnitten, die Fische würden eingeschlossen und erstickten, zitierten Medien Watkins.
Auch der Landrat von Plaquemines Parish, Billy Nungesser, erklärte, dass ein großes Fischsterben um diese Zeit nicht unüblich sei. Dieses Mal sei es jedoch extrem. Zudem seien viele Arten betroffen - statt wie sonst zwei bis drei. (APA/dpa)
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Also dem Wal wird der Sauerstoffgehalt relativ egal sein wenn es kein Kiemenwal ist.
Kann es sein dass die Meerestiere vor dem Dieselgestank in das relativ sauberere Deltawasser geflohen sind? Die Masse an Fischen auf dem Bild kommt mir nämlich unnatürlich groß vor.... Das würde dann auch den verstärkten Sauerstoffmangel in einem bei Ebbe abgeschnittenem Arm erklären.
Und der Wal hat wahrscheinlich Selbstmord begangen
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