Krankenhaus: Mindestens 52 Verletzte - Armee spricht von Unfall
Colombo - Dutzende Menschen sind bei der
Explosion von drei mit Sprengstoff beladenen Lastwagen auf einem
Polizei-Gelände in Sri Lanka ums Leben gekommen. Das Militär
sprach von einem Unfall. Ein Armee-Sprecher setzte die Zahl der
Toten auf 25, darunter 16 Polizisten. Zuvor hatte er von 60
Getöteten gesprochen. Eine Erklärung für die
Korrektur wurde
nicht angegeben. Dem Leiter eines Krankenhauses zufolge wurden
mindestens 52 Verletzte eingeliefert.
Der
Vorfall ereignete sich im rund 50 Kilometer von der
Hafenstadt Batticaloa gelegenen Karayinadaru. Der
Ort liegt in
einer Gegend, die bis vor drei Jahren
noch von Tamilen-Rebellen
kontrolliert wurde, die zahlreiche
Anschläge verübten. Zudem
kommt es in der Region immer wieder zu
Zusammenstößen
bewaffneter Gruppen. Auslöser sind häufig Streitigkeiten über
Ländereien. Daher dürfte es nicht lange dauern, bis Zweifel an
der Darstellung des Militärs laut
werden, es habe sich um einen
Unfall gehandelt.
Die Armee
hatte 2007 die Kontrolle über den Osten
des Landes
übernommen. Der Kampf gegen die Rebellen ging allerdings noch
bis Mai vergangenen Jahres weiter. Damals zerschlug das Militär
die Rebellenorganisation und tötete die Anführer. (Reuters)